Sturm gastiert im südstädtischen Freudenhaus

9. November 2012, 14:35
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Mehr als fünf Tore fallen in der Admira-Heimstatt im Schnitt, Trainer Kühbauer gefällt das nur partiell

Graz - Nach zuletzt elf Gegentoren in immerhin zwei Spielen (gegen Austria und Salzburg) sollte die Admira über ihre Baustellen vor dem Duell mit Sturm Graz am Samstag (16.00 Uhr) im Bilde sein. "Wir wollen sie schlagen", stellt Dietmar Kühbauer klar, obwohl seine Elf seit drei Runden auf einen Punktgewinn wartet. Mit einem Sieg könnte man den viertplatzierten Steirern auf zwei Punkte naherücken.

Und deren Anleiter, Peter Hyballa, erkennt die Admira auch durchaus als ebenbürtig an - auch wenn ihm die jüngsten Resultate natürlich bekannt sind "Ich sehe sie als Konkurrent um Platz vier, und mit einem Sieg wollen wir sie wegdrücken." Bei einem Spiel weniger - das Spiel gegen den WAC wird am 27. November nachgetragen - finden sich die Grazer derzeit im Niemandsland der Tabelle wieder. Auf Rapid fehlen fünf Zähler, Ried ist um deren vier distanziert. Um wieder besiedeltes Territorium zu betreten, wäre eine Serie nicht das Schlechteste. "Wir müssen auftreten wie gegen Rapid, wir müssen jetzt nachlegen", formuliert Stürmer Rubin Okotie.

Der erste Saisonvergleich in Graz endete mit einem 3:2 für die Gastgeber, die Niederösterreicher verschliefen damals zum Ärger von Kühbauer die erste Spielhälfte. Eine vergleichbare Stimmungslage verursacht bei ihm der Gedanke an die zuletzt gezeigten Defensivleistungen. "Nur drei Gegentore waren herausgespielt. Den Rest haben wir uns selbst gemacht oder aus Standardsituationen kassiert. Das müssen wir abstellen", ist sich Kühbauer im Klaren.

Dass gegen Sturm der gesperrte Kapitän Richard Windbichler in der Innenverteidigung nicht zur Verfügung steht, macht die Aufgabe aber nicht einfacher. Dazu ist Routinier Gernot Plassnegger aufgrund einer Muskelverhärtung fraglich. Nicht dabei sein dürfte auch Patrick Mevoungou aufgrund von Knieproblemen, erneut zuschauen muss Bernhard Schachner. Bei Sturm fehlt weiter Jürgen Säumel, auch bei Philipp Hütter und Ferdinand Feldhofer ist nicht an einen Einsatz zu denken.

Etwaige Besucher dürfen mit Unterhaltung durchaus rechnen. Die Admira hat in dieser Saison 22 Tore in sieben Heimspielen erzielt - aber mit 15 Stück auch die meisten Gegentreffer erhalten. Die Südstadt glänzt im Schnitt damit mit über fünf Toren pro Partie. (red/APA - 9.11. 2012)

Mögliche Aufstellungen und technische Daten:

FC Admira Wacker Mödling - SK Sturm Graz (Maria Enzersdorf, Trenkwalder Arena, 16.00 Uhr, SR Drachta). Bisheriges Saisonergebnis: 2:3 (a). Saisonergebnisse 2011/12: 4:2 (h), 1:3 (a), 2:0 (h), 3:0 (a).

Admira: Tischler - Plassnegger/Seebacher, Pöllhuber, Schrott, Palla - Schick, Toth, Thürauer, Jezek - Sabitzer, Ouedraogo

Ersatz: Leitner - Auer, Ebner, R. Schicker, Sax, Seeger, Schwab, B. Sulimani

Fraglich: Plassnegger (Muskelverhärtung), Weber (Adduktoren)

Es fehlen: Windbichler (gesperrt), Schachner (Faserriss in der Wade), Mevoungou (Knieprobleme), Drescher (OP nach Bruch der Augenhöhle und des Nasenbeins)

Sturm: Focher - Hölzl, Dudic, Vujadinovic, Klem - Weber, Madl, T. Kainz, F. Kainz - Sukuta-Pasu, Okotie

Ersatz: Gratzei - Ehrenreich, Bukva, M. Koch, Kaufmann, Kröpfl, Szabics, Bodul

Es fehlen: Säumel, Schmerböck, Hütter, Feldhofer (alle verletzt)

 

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    Elf Bummerl in 180 Minuten? Da hat der Admira-Anhänger schon Schlimmeres überstanden.

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