Selbst leichte Bewegung verlängert das Leben

9. November 2012, 13:15
  • Wer beispielsweise wöchentlich rund 75 Minuten zügig gehe, steigere seine Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre, so das internationale Forscherteam.
    foto: ap/rick rycroft

    Wer beispielsweise wöchentlich rund 75 Minuten zügig gehe, steigere seine Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre, so das internationale Forscherteam.

Eine Studie zeigt, dass adipöse Menschen, die körperlich aktiv sind, im Mittel eine höhere Lebenserwartung haben als inaktive Normalgewichtige

San Francisco - Bewegung lässt leicht Fettleibige im Schnitt länger leben als normalgewichtige und völlig inaktive Menschen. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die skandinavische und US-Forscher Daten aus sechs Untersuchungen mit mehr als 650.000 Teilnehmern im Alter von 21 bis 90 Jahren analysiert haben. Die Wissenschafter unterstreichen darin den positiven Effekt selbst von leichter körperlicher Betätigung. Wer beispielsweise wöchentlich rund 75 Minuten zügig gehe, steigere seine Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre, heißt es im Fachjournal "PLoS Medicine".

Das Team um Steven Moore vom Nationalen Krebsinstitut in Bethesda (US-Staat Maryland) verwendete als Klassifikationskriterium für Fettleibigkeit den sogenannten Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Wer einen BMI von 25 oder höher hat, gilt nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO als übergewichtig, bei einem BMI ab 30 als adipös.

Menschen, die zwar Normalgewicht hatten (BMI 18,5 bis 24,9), sich aber kaum bewegten, starben im Schnitt 3,1 Jahre früher als aktive fettleibige Personen (BMI 30 bis 34,9). Den extremsten Unterschied an Lebensjahren machten die Forscher zwischen fettleibigen (BMI über 30) inaktiven und aktiven schlanken Teilnehmern aus: Es zeigte sich, dass die Adipösen aus dieser Gruppe im Mittel 7,2 Jahre früher starben.

Weltweites Problem

Das Forscherteam bezog in der Studie nur Todesfälle ab einem Alter von 40 Jahren ein. Unfälle oder schwere Krankheiten bei Jüngeren spielten demnach keine Rolle.

"Diese Ergebnisse könnten helfen, derzeit inaktive Menschen zu überzeugen, dass schon mäßige körperliche Aktivität sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann - sogar wenn diese nicht zum Gewichtsverlust führt", so die Forscher. Dazu zählten die Wissenschaftler beispielsweise regelmäßige Gartenarbeit und zügiges Spazierengehen.

"Die sitzende Lebensweise ist ein echter Risikofaktor", meint auch Ingo Froböse, Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Inaktivität sei mittlerweile ein großes Problem rund um den Globus. "Laut aktuellen WHO-Zahlen haben wir pro Jahr 3,2 Millionen Tote durch körperliche Inaktivität. Die Ergebnisse zeigten nach Meinung der Forscher zwar, dass Bewegung im Alltag besonders wichtig ist - wirklich gesund sei aber nur eine Kombination aus Fitness und normalem Gewicht. (APA/red, derStandard.at, 9.11.2012)

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13 Postings

Bringen wir es auf den Punkt: Inaktivität verkürzt, unabhängig vom Faktor Gewicht, das Leben.

da fehlt doch was

In der Studie wird offenbar die sonstige Lebens- und Ernährungsweise nicht berücksichtigt. Schade!

Zudem möchte ich gern wissen, warum bewegungsreiche Berufe nicht zu längerem Leben führen, sondern möglicherweise völlig umgekehrt: http://www.welt.de/gesundhei... erufe.html

Ebenso würde ich gern wissen, wie Bewegung ausgleichen können soll, daß Wohlhabende länger leben als Arme - und daß bei Armen selbst bei uns in der EU die Lebenserwartung zur Zeit sinkt: http://www.sueddeutsche.de/leben/leb... -1.1232605

Sie haben richtig erkannt, dass neben Bewegung auch viele andere Faktoren mit hineinspielen.

Warum man Lebensstil und Ernährung nicht berücksichtigt hat, ist einfach erklärt: Weil man schon länger weiß, dass Bewegung unabhängig von allen anderen Faktoren lebensverlängernd wirkt, d.h. der positive Effekt wirkt sich auch aus wenn man 140kg wiegt und/oder 50 Zigaretten am Tag raucht.

Dass manche gefährlichen Berufe oder mangelnde Bildung indirekt lebensverkürzend sind, das ist aber ebenso richtig (war aber nicht Teil der Studie).

von wegen "wissen"...

Leiderweise kenne ich einige dieser recht haarsträubend unlogischen Studien und kann mir aufgrund derer noch immer nicht erklären, wie die Studienleiter bloß daraus schließen konnten, daß ausgerechnet die Bewegung das Leben verlängerte, und nicht andere Faktoren der Lebensweise.
Ich würde das eher "Bestätigungsfehler" nennen, was bei diesen Studien betrieben wurde. So ja auch hier. Warum auch immer, das entzieht sich meiner Kenntnis - vielleicht waren die Studienleiter bei ihren Auswertungen ja gerade im Runner's High?

ich werde 350 jahre alt.

.

Kann man den Bewegungsbedarf mit
Sex abdecken? + Für die Zigarette danach
auf den Balkon GEHEN?
Reicht das jetzt oder nicht?

Ne, leider, das reicht BEI WEITEM nicht! Drei Stunden aktiven Sex, also "oben", brauchst du, um eine(!) Leberkässemmel abzu...äh...arbeiten. Als Herzkreislauftraining wird es wohl auch nicht viel mehr hergeben.

http://www.fitrechner.de/cgi-bin/k... rUSC14030=

Wenn du das 75 min. lang pro Woche schaffst.... :)

1zigarette verkürzt das leben um 11min,
1 mal sex verlängert es un 15minuten.
raucher f**** um euer Leben!!!!!!

Und wer schmust gerne mit einem Aschenbecher???
Bäääääääähhhhhhhhhh.... ;)

keiner - deswegen ist es ja die Zigarette DANACH

danach .... 4 : 15

Na, sowas aber auch.

Diese Aussage wurde schon seit Jahren hier immer wieder vereinzelt gepostet undmit knallrot und hämischen Aussagen bedacht.

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