Gepardenausbruch: Verfahren gegen Zoodirektorin eingestellt

9. November 2012, 11:22
1 Posting

Aus "beweismäßigen Gründen" - Geparden ziehen im Frühjahr in neues Gehege ein

Salzburg - Das Strafverfahren gegen die Direktorin des Zoos Salzburg, Sabine Grebner, im Zusammenhang mit dem aufsehenerregenden Gepardenausbruch vom 5. Juni 2012 ist jetzt eingestellt worden. Der Verdacht einer "Gefährdung der körperlichen Sicherheit" hat sich nicht erhärtet. "Das Verfahren ist aus beweismäßigen Gründen eingestellt worden", bestätigte am Freitag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Salzburg.

Geparden näherten sich einer Frau

An jenem 5. Juni hat sich eines von zwei entlaufenen jungen Gepardenweibchen einer Spaziergängerin auf eineinhalb Meter genähert. "Die Frau ist mit ihrem Hund gegangen. Als sie den Geparden sah, ist sie auf eine Bank gestiegen. Der Gepard ist davongelaufen, ohne sie angegriffen zu haben", erklärte Staatsanwaltschaft-Sprecherin Barbara Feichtinger.

Niemand verletzt

Die Polizei hatte damals als Ausbruchsursache eine unzureichende Sicherung des Geheges vermutet. Am 1. Juli riss erneut eines der beiden Raubkatzen aus. Das Jungtier war durch ein Loch im Zaun geschlüpft. Am 26. August entkam ein Luchs. Das Tier kletterte über einen dreieinhalb Meter hohen Zaun, im Überhang befand sich kein Strom. Der Ausreißer wurde nach drei Tagen eingefangen. Bezüglich der Ausbrüche vom 1. Juli und 26. August sei kein Strafverfahren gegen die Zoodirektorin eingeleitet worden, sagte die Staatsanwältin. Verletzt wurde niemand.

Sicherheit erhöht

Der Zoo Salzburg hat den Sicherheitsstandard erhöht. Derzeit wird ein neues Gepardengehege gebaut. Die sieben Raubkatzen wurden vorübergehend in anderen Tiergärten untergebracht. "Die neue Anlage wird voraussichtlich im Frühjahr eröffnet, wenn der Schnee weg ist", kündigte am Freitag Zoo-Sprecherin Christine Beck an.

Neues Gehege gleich groß

Zwei erwachsene Weibchen und zwei erwachsene Männchen werden einziehen. Die insgesamt drei Jungtiere dürften bis dahin in anderen Zoos einen Stammplatz bekommen haben. Das neue Gehege bleibt von der Fläche her gleich groß wie das alte. Die Innenräumlichkeiten werden nach den Richtlinien des Bundestierschutzgesetzes erbaut, erklärte Beck. (APA, 9.11.2012)

 

Share if you care.