Steinbrück kritisiert "Neidkomplex-Debatte" über Nebeneinkünfte

"Das kann ich nicht akzeptieren" - SPD-Kanzlerkandidat soll seit 2009 nebenbei zwei Millionen Euro verdient haben

Berlin - Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat mit Unverständnis auf den Verlauf der Debatte um seine Nebeneinkünfte reagiert. "In dem Augenblick, wo auch meine Buchhonorare hineingezogen wurden in die Debatte, habe ich dies als eine Art Neidkomplex-Debatte empfunden", sagte Steinbrück am Freitag im Deutschlandfunk. Diese habe ganz gezielt seine Integrität treffen sollen. "Das kann ich nicht akzeptieren."

Wer zwei Bestseller schreibe, bekomme auch entsprechende Honorare. Die Fragen der Journalisten zur Klärung von Abhängigkeiten habe er noch verstanden. Dann aber hätten einige Medienvertreter versucht, "einen Geruch zu legen".

Steinbrück hat nach Medienberichten seit 2009 Nebeneinkünfte von rund zwei Millionen Euro erzielt. Zu den 1,25 Millionen Euro für seine Vorträge kämen noch Buchhonorare von mindestens einer halben Million Euro, schrieben Medien. (APA, 9.11.2012)

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