Android und Linux: Eine gemeinsame Zukunft

Linus Torvalds nimmt Kritik an Google zurück - Änderungen sollen alle in den Kernel zurückfließen

Von Anfang an hat Google für sein mobiles Betriebssystem Android auf eine Linux-Basis gesetzt. Und doch gab es aus der Open-Source-Community in der Vergangenheit keinen uneingeschränkten Applaus für diesen Umstand. Vor allem die konkrete Implementation, die stark von einem "normalen" Linux-System abweicht aber auch die zahlreichen Änderungen am Linux-Kernel sorgten immer wieder für Konfliktstoff.

Einsicht

Dies soll nun aber ein Ende haben: Im Rahmen der LinuxCon Europe gab sich Kernel-Maintainer Linus Torvalds ungewohnt versöhnlich. Die Android-EntwicklerInnen bei Google hätten Recht gehabt, insofern nehme er seine Kritik zurück. Wer seinen angepassten Linux-Kernel auf Millionen von Geräten untergebracht habe, müsse etwas richtig gemacht haben.

Zusammenarbeit

In der Vergangenheit habe man sich zu sehr auf die Unterschiede zwischen dem Upstream-Linux-Kernel und jenem von Google konzentriert. Mittlerweile sei man hier pragmatischer geworden, in Folge seien viele Android-Modifikationen mittlerweile in den offiziellen Kernel eingeflossen - und beim Rest sei man momentan dabei diesen Schritt zu vollziehen.

Geschichte

Torvalds vergleicht die aktuelle Situation laut heise.de mit jener bei den Linux-Distributionen von Red Hat oder SUSE vor einigen Jahren. Auch dort habe man lange spezifische Modifikationen gepflegt, bis alle Seiten begriffen hätten, dass es mehr Sinn macht, all ihre Arbeiten zusammenfließen zu lassen. (red, derStandard.at, 09.11.12)

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