Fernost-Leitbörsen schließen mit Verlusten

9. November 2012, 12:01
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US-Haushaltskrise und Griechenland belasten Anlegerstimmung

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich um 79,55 Zähler oder 0,90 Prozent auf 8.757,60 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 182,53 Zähler (minus 0,85 Prozent) auf 21.384,38 Einheiten. Der Shanghai Composite sank um 2,44 Punkte oder 0,12 Prozent auf 2.069,07 Punkte.

Abschläge verzeichneten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.009,56 Zählern mit einem Abschlag von 2,69 Punkten oder 0,09 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney büßte 19,7 Zähler oder 0,44 Prozent auf 4.482,50 Einheiten ein.

Haushaltskrise in den USA

Für die schlechte Anlegerstimmung machten Händler die drohende Haushaltskrise in den USA sowie die anhaltende Unsicherheit über das weitere Schicksal Griechenlands verantwortlich. Zudem belasteten die negativen Vorgaben der US-Börsen, die am Vorabend trotzt erfreulicher Konjunkturdaten mit Verlusten aus dem Handel gegangen waren.

Positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus China halfen darüber hinaus nur kurzfristig, die Verluste in Asien zu begrenzen. Der laufende Parteitag, der den Generationswechsel in der chinesischen Führung einleiten soll, belastete laut Händlern die Stimmung. In der weltweit zweitgrößten Volksrepublik hatte im Oktober die Industrieproduktion stärker als erwartet angezogen und die Inflation war zugleich auf 1,7 Prozent zurückgegangen.

Konjunktureller Ausblick düster

Belastend wirkten sich neben dem düsteren konjunkturellen Ausblick auch die Gewinnkürzungen von vereinzelten Unternehmen aus. So ging es etwa für die Papiere von Nippon Steel & Sumitomo Metal nach unten, die sich um 1,75 Prozent verbilligten, nachdem der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller vor einem Gewinneinbruch gewarnt hatte. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 werde ein Gewinn vor Sondereinflüssen von 30 Mrd. Yen (294,9 Mio. Euro) erwartet, teilte der Konzern am Freitag mit. Das wäre weniger als die Hälfte dessen, was Nippon Steel und Sumitomo Metal im Vorjahreszeitraum erzielten. Die beiden Unternehmen waren im Oktober fusioniert.

In Hongkong und Sydney kamen unterdessen vor allem Rohstoff und Finanzwerte unter Druck. Die unteren Plätze im Hang Seng nahmen etwa Aluminum Corp. (minus 3,51 Prozent) oder Bank of East Asia (minus 2,05 Prozent) ein. Im ASX-20 rutschten Natioal Australia Bank um über vier Prozent ab und die Titel der Rohstoffriesen Rio Tinto (minus 1,11 Prozent) und BHP Billiton (minus 0,61 Prozent) mussten ebenfalls Federn lassen. (APA, 9.11.2012)

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