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vergrößern 600x399Eine Tempelanlage der Maya in Caracol, Belize. Aktuelle Analysen weisen darauf hin, dass jahrzehntelange Trockenphasen sowie kurze, dramatische Dürren zum Kollaps des Reichs der Maya führten.
Zürich/Wien - Der mehr oder weniger plötzliche Kollaps des Reichs der Maya vor rund 1000 Jahren gab den Archäologen lange Zeit Rätsel auf. In jüngster Zeit gab es allerdings einige Studien, die Klimaveränderungen als mögliche Ursache nannten. Nun erhärtet die neue Studie eines internationalen Forscherteams die Vermutung, dass extreme Trockenperioden das Ende der Maya besiegelten.
Den Schlüssel zu den neuen Erkenntnissen, die im Fachblatt "Science" publiziert wurden, lieferte ein Tropfstein aus der Yok-Balum-Höhle im zentralamerikanischen Staat Belize. 4200 Proben aus den obersten 42 Zentimetern des Stalagmiten lieferten unerwartet präzise datierte Untersuchungsergebnisse zur Klimaentwicklung.
Der Vergleich dieser Klimadaten mit archäologischen Daten zeigt, dass die Expansion der Maya im Tiefland mit regenreichen Perioden in den Jahren von 450 bis ca. 660 unserer Zeitrechnung zusammenfällt. In dieser Zeit blühte die Landwirtschaft. Zudem entwickelten sich Zentren wie Tikal im Norden Guatemalas und Uxbenka in Südbelize.
Das interdisziplinäre Forscherteam vermutet, dass starke Regenfälle während der frühen klassischen Maya-Zeit die Feuchtgebiete nährten und die Wasserspeicher saisonal füllten. Das könnte den Siedlungszentren in deren Nähe einen entscheidenden Vorteil in den klimatisch unzuverlässigen Zeiten verschafft haben.
Jahrzehntelange Trockenphasen
Die Analysen des Stalagmiten zeigten jedoch auch Hinweise auf jahrzehntelange Trockenphasen sowie auf kurze, dramatische Dürren. Ein Trend zur Trockenheit zeichnet sich zwischen dem Jahr 660 und 1000 ab. Dieser wiederum leitete einen zweistufigen Zerfall des Maya-Reichs ein.
Vor dem Jahr 800 mehren sich Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen, Zersplitterung der Stadtstaaten und eine destabilisierte Gesellschaft. Die Krisenherde breiteten sich in den nächsten 100 Jahren weiter aus und wurden von einem Bevölkerungsrückgang begleitet. Darauf folgte laut den neuen Ergebnissen eine starke Dürreperiode zwischen 1020 und 1100, die zum endgültigen Ende der klassischen Mayakultur geführt hat. (tasch, DER STANDARD, 09.11.2012)
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Ohne jetzt Partei für die eine oder andere Sektion ergreifen zu wollen, muss ich an dieser Stelle wohl anmerken, dass sich Zivilisationen seit Jahrtausenden immer wieder selbst die Lebensgrundlage vernichtet haben und ihre Kultur danach unterging. Ob Rapa Nui oder Nascar, ob durch Übernutzung ihrer Ressourcen, meist durch Abholzung und Wasserverbrauch. Neu dabei wäre lediglich die Globalisierung des Vorgangs...
Und auf was für Quellen beziehen Sie sich? Maya-Kultur verjagte H2O? Wie schaut's dann mit anderen Kulturen aus? Sumerer verschreckten Regenfall mit Lärm? *kopfschüttel* Bitte lernen Sie zuerst Grundlagen historischer Theorienbildung (Stichwort Multikausalität) bevor Sie derlei Kram posten.
Muß allerdings zugeben, daß das mentale Bild, das man sich durch diese, äh, leicht übersteigerte Bilderwelt von Ihnen ausmalen kann, durchaus amüsant ist :)
dass menschen einfluss auf ihre umgebung ausüben .. und dass exzessive landwirtschaft, überweidung usw. auch auswirkungen auf regionales und kontinentales klima haben können, dürfte ihnen nicht aufgehen ..
dann braucht es nur noch größere unerwartete natürliche ereignisse (naturkatastrophen, krankheiten, ..) und die zivilisation ist flöten, weil die leute irgendwem die schuld geben (religion, herrschenden schicht, feindbildern ..) oder aus anderen gründen die flucht ergreifen ..
aber wohlstandsverwöhnten, die tagtäglich kaufen können, was sie wollen, ist so etwas wie lebensnotwendige grundversorgung und abhängigkeit von natürlichen einflüssen fremd und unbekannt ..
rund um die welt versuchen kluge und in ihrem fachgebiet unterrichtete menschen das komplexe system klima, in allen skalen, zu verstehen.
was für eine geld- und zeitverschwendung. bevor man sich anstrengt und sponsoren für studien sucht, einfach mal in dieses forum reinlesen und keine frage wird unbeantwortet bleiben.
wieso wollen wir nicht endlich begreifen, dass klimawechsel/ klimawandel eine normale größe ist?
wieso glauben wir, dass unser klima sich nicht verändern darf?
warum akzeptieren wir nicht, dass immer schon tierarten/völker aussterben oder abwandern mußten?
wieso ist ein steigender meeresspiegel ein problem, noch dazu wenn es über 100 jahre mindestens braucht?
und sich in den letzten hunderten millionen von jahren ein sehr stabiles gleichgewicht zwischen flora und fauna und weltklima entwickelt hat .. dann kam der mensch, der massive eingriffe in flora und fauna genommen hat
vermutlich unvorstellbar für sie, aber bevor menschen den europäischen kontinent "eroberten" und dörfer und städte bauten, war überall urwald
und wenn sie mir jetzt einreden wollen, das habe keinen einfluss auf das natürliche gleichgewicht gehabt .. ist das ihr armutszeugnis
der einfluss der menschen hat sich aber sogar noch verschärft und zwar seit der "industriellen revolution", wo der einflussfaktor "klimaschädliche stoffe" dazu kam .. und wir menschen greifen immer stärker und stärker ein ohne die folgen zu kennen ..
um ihnen eine vorstellung der "normalen größen" zu geben: die letzte eiszeit hatte ihre größte gletscher-ausdehnung vor etwa 20.000 jahren. in den folgenden ~10.000 jahren stiegen die temperaturen global um 4-5°C. alles, was danach geschah, hat eher nur regionalen charakter: die dürren der mayas fallen in genau die gleiche zeit, in der wegen günstiger bedingungen die wikinger eine zeit lang grönland besiedeln konnten. ohne menschliches zutun würde sich daran die nächsten 1000+ jahre wohl nicht viel tun. die ursache der eiszeit-zyklen ist bekannt.
ganz einfach. massive flächendeckende veränderungen führen zur destabilisierung von wirtschafts-, sozial-, usw systemen.
außerdem ist der mensch als eigenwarmer säuger an kältere temperaturen angepasst, ist in diesem bereich vlt aber noch nicht so wichtig.
haben klimaveränderungen die macht völkerwanderungen und ressourcenkonflikte auszulösen, was nicht unwahrscheinlich im krieg enden kann. sollte auch dich irgendwie berühren. und wie gesagt der mensch ist an die eiszeit angepasst, somit wäre es klug unsere eiszeit und somit unser biotop zu schützen. nur mal so grundsätzlich
Die Ursache für die Klimaerwärmung um 1000 kennen wir nicht. Aber sie war massiv und von kurzer Dauer.
Und auch die jetzige ist nur zu einem geringen Teil auf den Menschen zurückzuführen. Ein grösserer Vulkanausbruch produziert mehr Klimawandel als der Mensch. Aber das Tüpfelchen das vom Menschen oder einem Vulkan kommt, scheint für ein Kippen zu reichen.
die emissionen eines vulkanausbruch bleiben ja auch jahrzehntelang in der atmosphäre und lassen sich so leicht abbauen wie die klimaschädlichen gase, die wir menschen künstlich freisetzen ..
sie haben offensichtlich überhaupt keine ahnung, von was sie da sprechen ..
stattdessen stellen sie hier einfach behauptungen auf - woher wollen sie wissen, dass die veränderung vor 1000 jahren sicher nicht durch menschen mitverursacht wurde?
Vor 1000 Jahren gab es Klimawandel ohne Zutun des Menschen, deshalb kann menschliche Aktivität nie etwas mit Klimawandel zu tun haben.
Ein Apfel ist gelb, deshalb können Äpfel nie rot sein.
Deine Logik ist von beneidenswerter Schlichtheit.
denn auch vor 1000 jahren konnten menschen schon ganz gut das (mikro)klima beeinflussen. zb durch brandrodungen und der damit verbundene schadstoffausstoss, rauch und russ in der atmosphäre. grossflächiges abholzen der wälder, wie rund ums mittelmeer geschehen etc... all das beeinflusst natürlich das klima. wir wissen ja auch nicht, wie es vor 1000 jahren in mittelamerika ausgesehen hat. und ob nicht die maya zb den dschungel grossflächig gerodet haben und damit ihre eigene lebensgrundlage zerstörten...
mit der sesshaftwerdung des menschen.
von da an hat der mensch erstmals angefangen seine umwelt nachhaltig zu verändern, das niederroden grosser flächen zum anbau von (damals noch sehr sehr ineffizienten) getreidesorten und die brandrodung grosser flächen (noch früher, zB in australien) beeinflussen bereits das klima
es gibt sogar die hypothese dass der anthropogene klimawandel vor 10000 jahren schon ein zurückfallen in die eiszeit verhindert hat
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