Sotheby's erzielte 41,5 Millionen Dollar für Picasso

8. November 2012, 18:10
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Monet war stark nachgefragt, einiges blieb liegen - Gemischter Abend auch bei Christie's, trotz eines Kandinsky-Rekords

New York - Hohe, aber keinswegs sensationelle Versteigerungsresultate  gab es bei den New Yorker Auktionen impressionistischer und moderner Kunst der Häuser Christie's und Sotheby's am Mittwoch- und Donnerstagabend; einiges blieb unversteigert.

 Ein erotisch aufgeladenes Picasso-Gemälde, das eine langjährige Geliebte des Künstlers zeigt, ist am Donnerstag  bei  Sotheby's für 41,5 Millionen Dollar (rund 32 Millionen Euro) versteigert worden. Das Bild "Nature morte aux tulipes" (Stillleben mit Tulpen) aus dem Jahr 1932 war   auf 35 bis 50 Millionen Dollar geschätzt worden. Pablo Picasso stellte auf dem Ölgemälde die Büste seiner Geliebten und Muse neben einer Schale mit Tulpen dar.  Ein anderes Werk aus Picassos Marie-Therese-Serie, "Femme a la fenetre" kam für 17,2 Millionen Dollar unter den Hammer und lag damit ebenfalls im mittleren Bereich der Schätzungen.

Deutlich übertreffen konnte die Erwartungen das Gemälde "Champ de ble" des Impressionisten Claude Monet: Es wechselte für 12,1 Millionen Dollar anstelle der geschätzten fünf bis sieben Millionen den Besitzer. Paul Cezannes "Femme nue debout" verkaufte sich für 5,3 Millionen Dollar wie erwartet, eine Skulptur von Henry Moore landete mit einem Erlös von 4,7 Millionen Dollar im oberen Bereich des Erwarteten.

Zahlreiche Werke fanden derweil keine Käufer, darunter Picassos Gemälde "Plant de tomate" und "Femme a la robe verte" sowie Cezannes "La femme a l'hermine". Am Mittwoch war das Auktionshaus Christie's in New York ebenfalls auf vielen Werken sitzen geblieben. Jedoch versteigerte es ein Seerosen-Gemälde von Claude Monet für 43,76 Millionen Dollar und ein Gemälde von Wassily Kandinsky für einen Rekordpreis von 23 Millionen Dollar.

Kandisky-Rekord

Ein Ölgemälde des russischen Avantgardisten Wassily Kandinsky hat  am Mittwoch  einen Rekordpreis erzielt. Wie das Auktionshaus Christie's mitteilte, wechselte das Bild "Studie für Improvisation 8"  für 23 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) den Besitzer - so viel war noch nie zuvor für ein Kandinsky-Werk gezahlt worden. Bisher lag der Rekord bei 20,9 Millionen Dollar für das Bild "Fugue" im Jahr 1990.

  Den höchsten Preis des Abends erzielte mit 43,76 Millionen Dollar ein Seerosen-Bild von Claude Monet mit dem Titel "Nympheas". Das Bild "Peinture (Femme, Journal, Chien)" des Spaniers Joan Miró wechselte für 13,7 Millionen Dollar den Besitzer.

Die Skulptur "Coq" von Pablo Picasso, deren Wert vorab auf zehn bis 15 Dollar geschätzt worden war, fand hingegen keinen Käufer. Auch für das Gemälde "Deux danseuses aux corsages jaunes" des französischen Impressionisten Edgar Degas, dessen Wert mit sieben bis zehn Millionen Dollar angesetzt worden war, gab es keinen Interessenten. Ebenso erging es dem Bild "Nature morte" von Marc Chagall, für das sich Christie's sechs bis acht Millionen Dollar versprochen hatte.

In der kommenden Woche liefern sich die beiden großen Auktionshäuser einen Wettstreit mit Versteigerungen zeitgenössischer Kunstwerke.   (APA, 8./9.11.2012)

  • Picassos "Nature morte aux tulipes.
    foto: sotheby's

    Picassos "Nature morte aux tulipes.

  • Kandinskys "Studie für Improvisation 8".
    foto: christie's

    Kandinskys "Studie für Improvisation 8".

  • Monets "Nympheas".
    foto: christie's

    Monets "Nympheas".

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