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Novi Sad - Die bedeutendste Rockmusikveranstaltung Serbiens steht vor dem Aus. Die Regierung hat laut Medienberichten angekündigt, dass das seit 2000 alljährlich in Novi Sad stattfindende Festival "Exit" nicht mehr mitfinanziert sein wird. Ohne die Staatshilfe ist nach Worten des "Exit"-Leiter Bojan Boskovic, der am Donnerstag seinen Rücktritt einreichte, die Abhaltung des Festivals nicht möglich.
Boskovic hatte zuvor gegenüber einem lokalen Sender in Novi Sad erklärt, dass es sich um eine politische Entscheidung handeln würde. "Exit" passe nicht in das "ideale Bild von Novi Sad, wo für die Kultur die extreme Rechte" zuständig sei.
In der Vojvodina-Hauptstadt wurde erst kürzlich der Leiter des städtischen Kulturzentrums Laszlo Blaskovic des Amtes enthoben. Anlass dafür lieferte die nur in lateinischer Schrift verfasste Tafel am Gebäude des Kulturzentrums. Entsprechend der serbischen Verfassung ist die kyrillische Schrift als Amtsschrift zu gebrauchen. In der Praxis wird dies auch von den Behörden über weite Strecken missachtet.
"Exit" war von einer Gruppe von Studenten der Universität in Novi Sad gegründet worden, die der Jugend Serbiens eine Alternative, eine Art "Ausgang" (exit), bieten wollten. Im Jahre 2000 war das Festival auch ein Symbol des Ringens gegen das Regime von Slobodan Milosevic. Nach Sturz seines Regimes entwickelte es sich zusammen mit dem Trompetenfestival in Guca zu der wichtigsten Musikveranstaltung im Lande. (APA, 8.11.2012)
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