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Bernhard Dorfmann, Südtiroler und Fahrradpädagoge.
Die Saison, weiß Bernhard Dorfmann, ist vorbei: Vergangenes Wochenende hatte der 40-Jährige zwar noch eine "kälteresistente Kundin aus Moskau". Aber das war es. Denn: "Niemand lernt im Winter Rad fahren."
Denn davon lebt der Südtiroler: Dorfmann ist Radfahrlehrer. Seit zwei Jahren kann er (beinahe) davon leben. Die Kunden? "Junge Pensionisten, die in der Hochzeit des Motorisierungsglaubens groß wurden und Migrantinnen." Die haben oft nie radeln gelernt - würden es aber gerne tun.
Andere können fahren - trauen sich aber nicht: "Viele Eltern haben einfach Angst um ihre Kinder." Hier vermittelt der in Hamburg zum Radfahrlehrer Ausgebildete nicht Können, sondern Kompetenz: "Verkehrskompetenz".
An der mangelt es auch andernorts: "Viele Autofahrer haben keine Ahnung, wie Radfahrer Verkehr erleben. Und Radfahrer rechnen nicht damit, dass Autofahrer nicht mit ihnen rechnen: Da hilft nur die Horizonterweiterung durch einen Perspektivenwechsel."
Den empfiehlt der Coach auch im Winter: "Der erste Schneetag ist der schönste Radtag. Der Dreck kommt erst danach - wenn der Schnee zu Matsch wird." Doch sogar dann, betont Dorfmann, sei das Rad "das ideale Stadtverkehrsmittel". Und auch das würde er gerne in Kursen beweisen.
Obwohl: "In Wirklichkeit könnte ich da nur betonen, dass das Rad gerade im Winter tipptopp sein muss: Reifen, Bremsen, Kette, Licht. Die Unterschiede beim Fahren, aber auch wie schön es im Winter auf dem Rad sein kann, lernt man dann ganz von selbst. Wenn man es tut." (Thomas Rottenberg, DER STANDARD, 9.11.2012)
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Radeln im Winter soll schön sein? In der Stadt?
Als aufs Fahrrad angewiesene Studentin kann ich das nicht bestätigen.
Wenn man durch den Matsch fährt und hoffentlich nicht ausrutscht, hat man danach eine hübsch gesprenkelte Kleidung, einfach weil die auf dem Markt erhältlichen Kotschützer den Dreck nicht abhalten. Blöd, wenn man nicht zu Sportzwecken unterwegs ist und sich gleich danach waschen kann, sondern z.B. zu einer Prüfung an der Uni...
Durch das viele Streusalz kann man im Winter die schönsten Korrosionsphänomene am eigenen Rad beobachten, wenns einem nicht zu schade drum ist. Viele Leute wissen auch nicht, wie man ein Rad instand hält und dann wundern sie sich, wenn die Kette vor Rost steif ist.
ich fahr, egal obs nun von oben regnet oder von unten matscht einfach mit einer regenhose und (damit das wasser/der matsch nicht in die schuhe läuft) mit gamaschen darunter.
es gibt aber auch spezielle regenhosen, die auch gleich gamaschen dabei haben, hab jetzt keinen link bei der hand, sollte aber zu finden sein.
Bin auch Studentin. Mit Rad. In der Stadt.
Bin auch nicht der mega Matsch-Fan. Aber der Dorfmann hat Recht. Am ersten Schneetag durch hoffentlich 20cm Neuschnee zur Uni radeln, bevor der Räumdienst unterwegs war, Traum!
Ich pfleg mein Rad ordentlich und hab seit 8 Jahren die gleiche Kette (die ich jetzt auch nicht mehr erneuern kann wegen dem Kranz). Und da Sie ja offenbar wissen, wie man das Radl in Stand hält, dürfte das ja kein Problem darstellen.
Ja mei, und die paar Matschsprenklereien am unteren Hosenröhrchen tun ja nicht Weh.
Das Ausrutschen schon eher, aber da hab ich einen Tipp: Fahrradkurs beim Dorfmann!
kann ich nur empfehlen - geringfügig mehr Rollwiderstand aber herrlich bei glatter Fahrbahn mit eingestreuten Eisplatten. Ich fahre damit im 3.Jahr, nachdem ich im Vorwinter dreimal unliebsame Bekanntschaft mit der Fahrbahn (zum Glück nur blaue Flecken) gemacht habe.
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