Wanderausstellung lädt zur "Reise zum Urknall" ein

Schau macht bis Jänner Station im Institut Francais in Wien

Wien - Zu einer "Reise zum Urknall" lädt ab kommendem Montag (12.11.) eine Ausstellung im Institut Francais in Wien: Die Wanderausstellung des Instituts für Hochenergiephysik (HEPHY) zeigt, warum es im Universum Materie gibt, wie und wozu am Kernforschungszentrum CERN bei Genf (Schweiz) Teilchen erforscht und wie die Ergebnisse im Alltag genutzt werden. Ziel sei es, der Bevölkerung Grundlagenforschung näherzubringen und zu zeigen, was Österreich im Bereich der Teilchenphysik geleistet hat, so HEPHY-Leiter Christian Fabjan am Donnerstag bei einer Presseführung. Zusätzlich zur Schau soll es Vorträge von Forschern aus Österreich, Frankreich und der Schweiz geben.

Mit dem österreichischen Nobelpreisträger Victor Franz Hess, der heuer vor 100 Jahren die kosmische Strahlung entdeckt hat, wird auf heimische Forschungsleistungen am Gebiet der Teilchenphysik aufmerksam gemacht. Als Beispiele für praktische Anwendungen der Teilchenphysik werden das im Aufbau befindliche Tumortherapie-Zentrum Medaustron in Wiener Neustadt und das ursprünglich zur Kommunikation der CERN-Forscher entwickelte World Wide Web vorgestellt. Doch auch Basiswissen kommt nicht zu kurz. Wie ein Elementarteilchen durch das Higgs-Feld Masse erhält, wird etwa in einer Illustration am Beispiel von Albert Einstein erklärt: Kommt dieser in einen Raum voller Physiker, werden sich diese um ihn scharen - und das "Elementarteilchen" Einstein gewinnt so an Masse.

Funkenkammer macht kosmischer Teilchen sichtbar

Es gibt viel zu lesen auf den Plakaten, deren Sprache, wie Fabjan einräumt, doch recht anspruchsvoll ist. Es gibt aber auch Anschauliches: So macht eine sogenannte Funkenkammer den ständigen "Regen" kosmischer Teilchen, der auf die Erde prasselt, sichtbar. An einer Station ist eine Luftaufnahme des Gebiets um das CERN zu sehen und Besucher können per Knopfdruck die Beschleunigung von Teilchen durch immer größere Teilchenbeschleuniger des CERN simulieren, mit deren Hilfe die Physiker immer weiter in Richtung Urknall "reisen". (APA, 08.11.2012)

Share if you care