Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Für die Telekom Austria ist ein Schmiergeldverdacht im Zusammenhang mit der Anmietung des Burgtheaters im Rahmen der Fußball-EM 2008 "nicht nachvollziehbar". Auf Basis einer anonymen Anzeige vom Mai werde Unternehmenschef Hannes Ametsreiter zwar als Beschuldigter geführt, Ametsreiter sei damals aber in die Vertragsverhandlungen nicht eingebunden gewesen, schreibt das Unternehmen in einer Aussendung.
Der Vorwurf der anonymen Anzeige geht dahin, dass im Zuge des Deals Geld an die SPÖ geflossen sein könnte. Denn "ein Kronzeuge" habe ausgesagt, dass die Telekom Austria an den der SPÖ nahestehenden Echo-Verlag für die Burgtheater-Anmietung zehn Mio. Euro gezahlt habe und nicht nur die im Vertrag vermerkten 1,4 Mio. Euro.
Ametsreiter, damals Marketingchef der Mobilfunksparte Mobilkom und ab 1. Juli in Doppelfunktion auch bei der Festnetzgesellschaft der Telekom Austria, habe mit der UEFA und über Bildübertragung verhandelt. In die Anmietung des Burgtheaters sei er hingegen nicht involviert gewesen, auch wenn die Genehmigung des Vertrages "natürlich in seinem Vorstandsbereich lag" und vom Vorstand abgesegnet wurde, sagte ein Telekom-Austria-Sprecher am Donnerstag zur APA.
Das Projekt sei ein "höchst erfolgreiches Sponsoring mit gigantischem Werbewert" gewesen. Die Telekom Austria habe an das Echo-Medienhaus 1,4 Mio. Euro gezahlt, was "für uns ein fairer Marktpreis war". Auf weitere Zahlungen gebe es keinen Hinweis. Außerdem habe es für die Anmietung des Objekts mitten in der größten Fanmeile keine Alternative gegeben, da der Echo-Verlag einen Exklusiv-Vertrag hatte und gemeinsam mit dem Burgtheater aufgetreten sei.
Ametsreiter ist laut Sprecher vor rund einem Monat zu dem Thema von der Staatsanwaltschaft befragt worden. Hausdurchsuchungen habe es in diesem Zusammenhang nicht gegeben. Den Behörden seien alle relevanten Unterlagen übergeben worden, die interne Revision habe keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Wie die Sache weitergeht sei für die Telekom Austria nicht absehbar, aber "die letzten anonymen Anzeigen gegen Ametsreiter sind eingestellt worden".
Die Verträge zwischen Telekom Austria und Echo-Verlag wurden 2007 vom damaligen Festnetz Finanzchef (CFO) Gernot Schieszler und dem damaligen Einkaufsleiter Wolfgang Frauenholz unterzeichnet. Festnetz CEO war damals Rudolf Fischer, erinnert das Unternehmen.
Ein genauer Sponsoringwert der Burgtheater-Anmietung wurde nicht erhoben, die gesamte EM sei aber "aus Sicht der Telekom Austria eines der erfolgreichsten Sponsoring-Projekte des Unternehmens" gewesen. Allein der mediale Werbewert habe "mehrere Millionen Euro" betragen, dazu kämen "nachhaltige Kundenbeziehungen, der zusätzliche Umsatz mit der UEFA, mit weiteren Kunden und der positive Imagetransfer einer perfekten Veranstaltung auf die Marken von Telekom Austria".
"Diese Vorwürfe schockieren selbst abgebrühte Politiker und Beobachter des politischen Geschehens", ist Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Johann Gudenus "bestürzt" wegen der Vorwürfe. Er wirft der Wiener SPÖ vor, "die Telekom-Millionen abgezweigt" zu haben.
Die SPÖ Wien antwortete in Person von Landesparteisekretär Christian Deutsch, der von "absurden Behauptungen" der FPÖ sprach, die jeglicher Grundlage entbehrten und "auf das Schärfste zurückzuweisen" seien.
Die Telekom Austria hält am Montag ihre jährliche Strategiesitzung ab, in der der neue Großaktionär America Movil seine Vorstellungen einbringen kann. Außerdem wird der neue ÖIAG-Chef Rudolf Kemler als Eigentümervertreter der Republik dort sein. Kemler hat zuletzt die Telekom Austria als die Arbeitsintensivste der drei großen Staatsbeteiligungen bezeichnet. In diesem Gremium wird sich auch Ametsreiter rechtfertigen müssen. (APA, 8.11.2012)
Scheidender Konzernchef Haselsteiner zu Zahlung an BZÖ-Firma: "Würde heute nicht mehr gehen"
Linzer Landesgericht: Unschuldsvermutung wurde nicht verletzt - Strasser-Anwalt meldet volle Berufung an
EU-Abgeordneter: Angebote und Einladungen im Gegenwert von 65.000 Euro erhalten
Ministeriums-Taskforce durchleuchtete Gegengeschäfte
Ex-FP-Werber Gernot Rumpold und vier Mitangeklagte wegen Untreue vor Wiener Schöffensenat - Sieben Verhandlungstage um angeblich illegale Parteienfinanzierung
Frist für Anmeldung im Lobbyisten-Register abgelaufen - 417 Lobbyisten und Interessensvertreter gemeldet - Sozialpartner haben Frist bis 2014
Spindelegger und Mikl-Leitner verteidigen Beraterverträge mit VP-nahen Firmen: Kein Berufsverbot für parteinahe Personen
Koalitions-Antrag für Reparatur der Abgeordneten-Transparenz fertig - Vorstands-Posten werden wieder in Nebenjob-Liste aufgenommen - Online-Veröffentlichung auch für Landtage verpflichtend
Wirtschaftsminister Mitterlehner untermauert seine Behauptung, wonach Magna zu den größten Profiteuren des Kaufs von Eurofightern zählt. Strafrechtlich relevante Aspekte wurden keine gefunden
Von Raiffeisen über Kammern bis zu PR-Agenturen - Bisher 93 Einträge
In Schladming zeigen sich manche Amtsträger für das neue Gesetz gegen Korruption noch nicht ausreichend sensibilisiert. Vorsichtiger sind schon die Mitarbeiter des ORF und Wirtschaftstreibende, die indirekt betroffen sind
Frist 31. März - Sozialpartner wollen Zahl ihrer Interessensvertreter bis September 2014 melden
"Profil": Verdacht auf Amtsmissbrauch und Untreue - Rechnungshof nahm Finanzgebarung von Gesellschaft serv.ip unter die Lupe - Gelder bei Privatbank Gutmann veranlagt - Rödler wehrt sich
"Kurier": Sechsstelliger Schaden - Wohnbaustadtrat Ludwig hat Aufklärungs-Team eingesetzt
"Angemessene Strafe gefunden" - Strafmaß kann sich nun nicht mehr erhöhen
Medienbericht: Amtsmissbrauch, Untreue und Absprachen bei Vergaben stehen im Raum
Der größte Wunsch der Bevölkerung an die Politik lautet für heuer: Korruption bekämpfen! Zwar treten neue Bestimmungen in Kraft - allerdings braucht es noch mehr, um die Sümpfe trockenzulegen
Die Eurofighter werden bis zum Jahr 2015 2,577 Milliarden Euro kosten - rund eine Milliarde mehr als die optimistischen Berechnungen von Exverteidigungsminister Norbert Darabos ergeben haben
Strasser, Mensdorff und Koloini können demnächst mit einem Urteil rechnen
RH vermisst "regelmäßige, risikoorientierte Kontrolle ausgewählter Beschaffungen" im Innenministerium - Opposition für Sondersitzung
Vorerst kein Abschluss des Ermittlungsverfahrens
Mangels Flugpraxis ist kein Pilot voll einsatzbefähigt - Verteidigunsministerium verweist auf Einführungsphase
Konzern geht Ungereimtheiten nach, beharrt aber darauf, dass Geschäft korrekt war
Anklage in der Causa Rumpold wird damit rechtswirksam - Noch kein Prozesstermin fixiert
"transparenzgesetz.at" sammelt Unterschriften für Informationsfreiheitsgesetz - Gegen Amtsgeheimnis in Verfassung
... Wien als Perpetuum mobile, die SPÖ finanziert sich selbst durch ihre Holding, schanzt den dazugehörigen Firmen seit Jahrzehnten Geschäfte zu, lukriert "Wahlspenden" daraus. Über diesen grausigen Sumpf traut sich nichteinmal der Pilz drüber.
Und kann dieses zu einem Millionen-Vertrag untervermieten? Da stecken ja mehr drinnen als der Amesreiter. Auf Burgtheatermist alleine ist so ein (für die SPÖ) lukratives Geschäft sicher nicht gelaufen. Wie heißt doch schnell die für Bundestheater zuständige Bundesministerin für Kunst. Claudia Schmied, oder? "Kunst der SPÖ net schnell a paar Hunderttausender ummeschierbn?"
Die roten Theater Wien vermieten an das bekennend rote Echo obwohl man auch direkt an einen Kunden vermieten könnte. Warum tut man das? Meischberger und Co haben es vorgezeigt. Über solche Firmen kann man sehr schön ,von der Öffentlichkeit unbemerkt, Parteien viel Geld zuschieben. Zusätzlich hat uns http://dossier.at/inserate/ ja schon sehr schön vorgezeigt wie hoch der Kapitalaufwand der SPÖ Wien ist.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.