"Boys Day": Sozialberufe sollen männlicher werden

8. November 2012, 11:58
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Sozialministerium will Burschen neue Berufsperspektiven eröffnen

Wien - Nach wie vor tendieren viele Jugendliche bei der Berufswahl zu traditionellen Rollenklischees. Während beim jährlichen "Girls Day" daher Mädchen eher technische Berufe schmackhaft gemacht werden sollen, dient der "Boys Day" dazu, Burschen für Sozialberufe zu begeistern. Er wurde am Donnerstag österreichweit zum fünften Mal vom Sozialministerium veranstaltet.

"Mit dem Boys Day soll die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, dass Burschen, die sich im weitesten Sinn für einen Erziehungs- oder Pflegeberuf entscheiden, einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten", erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) in einer Aussendung. In Workshops bringen Männer, die in Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Gesundheitseinrichtungen tätig sind, den Burschen ihren Beruf näher und sprechen mit ihnen über ihre Erfahrungen.

Sehr viel mehr junge Männer, als in der Branche gebraucht würden, strebten eine Ausbildung als Mechaniker an, nur wenige wollten beispielsweise Krankenpfleger oder Volksschullehrer werden, so das Ministerium. Studien wie das 2012 erstmals gemeinsam mit dem AMS und der Statistik Austria durchgeführte "bildungsbezogene Erwerbskarrierenmonitoring" würden aber zeigen, dass 85 Prozent aller Absolventen von Gesundheitsschulen innerhalb von drei Monaten nach ihrem Abschluss einen Job finden und auch das Starteinkommen oft keinen gravierenden Unterschied zu Uniabsolventen aufweise. (APA, 8.11.2012)

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