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Das Internet-Karrierenetzwerk Xing hat im dritten Quartal weitere Mitglieder gewonnen und ist auch beim Gewinn auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im deutschsprachigen Raum seien von Juli bis September 196.000 Mitglieder hinzugekommen, teilte das im TecDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Damit habe das Netzwerk in dieser Region nun 5,9 Millionen Nutzer, davon 770.000 zahlende Mitglieder. Weltweit stieg die Zahl der Xing-Nutzer auf 12,65 Millionen. Der Umsatz legte im dritten Quartal um elf Prozent auf 18,33 Millionen Euro zu. Thomas Vollmoeller, seit Mitte Oktober Xing-Chef, war dennoch nicht ganz zufrieden: Die Entwicklung im Bereich Job-Vermittlung ("e-Recruiting") sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, erklärte er im Quartalsbericht.
Das operative Ergebnis (Ebitda) legte leicht auf 5,52 (Vorjahr: 5,36) Millionen Euro zu. Im ersten Halbjahr war das operative Ergebnis wegen Investitionen in neue Produkte noch gesunken. Vor allem im Bereich Stellenvermittlungen sieht Xing weiteres Potenzial: "Hier werden wir weiter investieren, um auch in den kommenden Jahren zu wachsen", erklärte Vollmoeller.
Xing konkurriert mit sozialen Netzwerken wie Facebook, ist aber auf berufliche Kontakte spezialisiert. Nutzer können etwa Jobs anbieten und finden, Kooperationspartner suchen, sich über Geschäftsideen austauschen oder für Veranstaltungen werben. Großaktionär ist der Verlag Burda ("Bunte", "Focus") mit einem Anteil von 38,9 Prozent. Die Münchener bereiten derzeit ein Übernahmeangebot vor und wollen 44 Euro je Xing-Anteilsschein bieten - am Donnerstag lagen die Aktien bei 44,09 Euro. Manche Analysten sehen den fairen Wert allerdings höher. Burda sei stets ein guter strategischer Investor gewesen, erklärte Vollmoeller. "Deshalb freuen wir uns, dass das auch künftig der Fall sein wird."(APA, 08.11.2012)
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