Bomben töten 19 Menschen in Afghanistan

Frauen und ein Kind unter Opfern - Schweden verringert Präsenz

Kabul/Stockholm - Mehrere Bombenanschläge haben am Donnerstag in Afghanistan mindestens 19 Menschen das Leben gekostet. Zehn Zivilisten, darunter fünf Frauen und ein Kind, seien in der Südprovinz Helmand bei der Explosion eines Sprengsatzes auf der Straße gestorben, sagte ein Polizist. Sieben weitere Kinder seien bei der Explosion verletzt worden. Die Gruppe war in einem Mini-Bus auf dem Weg zu einer Hochzeit.

Im Osten Afghanistans fuhr ein Fahrzeug eines Militärkonvois auf eine Landmine. Fünf Soldaten seien dabei gestorben, einer sei verletzt worden, sagte ein Sprecher der Provinz Laghman.

Ein weiterer Selbstmordattentäter riss in Kandahar im Süden des Landes drei Polizisten mit in den Tod. Das Motorrad des Attentäters sei an einen Kontrollpunkt explodiert, sagte ein Sprecher der Provinz. Sieben weitere Menschen wurden nach Angaben des örtlichen Krankenhauses bei diesem Anschlag verletzt.

Schweden verringern Truppenstärke

Unterdessen kündigte Schweden an, seine Truppenstärke in Afghanistan weiter zu verringern. Mitte kommenden Jahres solle das Kontingent noch 300 Soldaten statt wie derzeit 500 Soldaten stark sein, teilte die Regierung mit. Allerdings könne der Einsatz der Truppen bis Ende 2013 ausgedehnt werden. Es gehe vor allem um die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte. Auch die zivile Hilfe für Afghanistan soll demnach ausgebaut werden. (APA, 8.11.2012)

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