Sieben Millionen Liter Wasser nach Rohrbruch in Salzburg ausgeflossen

8. November 2012, 11:33
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Baugrube 1,5 Meter tief unter Wasser

Salzburg - Bei einem Wasserrohrbruch in der Stadt Salzburg sind in der Nacht auf Donnerstag rund 7.000 Kubikmeter Wasser ausgeflossen. Gegen 1.45 Uhr war im Stadtteil Riedenburg unweit der Baustelle bei der alten Sternbrauerei eine Hauptwasserleitung mit 40 Zentimetern Durchmesser geborsten.

Laut Salzburg AG-Sprecher Sigi Kämmerer handelte es sich um einen selten großen Rohrbruch, wie er zuletzt im Jahr 2005 vorkam. Das Wasser schoss zunächst mit großem Druck aus dem Leck und unterspülte zum Teil die Straße. Die Leitung durfte aus technischen Gründen nur langsam abgedreht werden, erst gegen fünf Uhr früh floss kein Wasser mehr aus.

"Die Ursache ist noch zu klären. Bei den sogenannten Grauguss-Rohren ist ein Bruch normalerweise auszuschließen. Eventuell könnten die Erschütterungen von der nahen Baustelle ein Auslöser gewesen sein."

Trinkwasserleitung aus Nachkriegszeit

Die Berufsfeuerwehr war bemüht, dass das Wasser keine Keller von Anrainern überflutet, den Großteil des Wasser "schluckte" allerdings die nahe Baugrube. Dort stand das Wasser auch am Donnerstagvormittag noch 1,5 Meter tief.

Laut Kämmerer wurde die gusseiserne Trinkwasserleitung unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Befreiern verlegt, um die Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim mit Trinkwasser zu versorgen. Sie hätte eigentlich eine Lebensdauer von 100 Jahren.

"Die ausgeflossenen sieben Millionen Liter würden reichen, um 50 Einfamilienhäuser ein Jahr lang mit Trinkwasser zu versorgen", so Kämmerer. Die Versorgung mit Wasser sei durch den Vorfall aber zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen. "Für die Schäden kommt eine Versicherung auf." (APA, 8.11.2012)

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