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Cambridge/Nashville - Blickt man in das zähnestarrende Maul eines Krokodiles, hat man zunächst nicht den Eindruck, dass man es hier mit einem hochempfindlichen Sinnesorgan zu tun hat. Tatsächlich aber verfügen die schuppigen Räuber im Bereich des Kopfes über zahlloser winziger Tasthügel mit äußerst sensiblen Sinneszellen. Krokodile seien an den entsprechenden Stellen sogar noch empfindlicher als unsere Fingerspitzen, berichteten amerikanische Biologen im britischen "Journal of Experimental Biology".
Bisher war die Funktion dieser winzigen, kuppelförmigen Erhebungen, die die Köpfe und Mäuler von Krokodilen und Alligatoren zu tausenden bedecken, unklar. Kenneth Catania und Duncan Leitch von der Vanderbilt Universität in Nashville (USA) untersuchten diese Erhebungen mit einem Rasterelektronenmikroskop und entdeckten, dass sie beweglich in einem ringförmigen weichen Graben eingebettet sind. Weitere Analysen zeigten Strukturen, wie sie für Tastorgane typisch sind. Zudem befinden sich in den Hügeln zahlreiche Nervenenden.
Kleinste Berührung führt zu kräftigsten Biss
Um zu prüfen, ob die kleinen Hügel wirklich Tastorgane sind oder, wie ebenfalls vermutet wurde, die Bewegung oder den Salzgehalt des Wassers melden, experimentierten die Forscher mit lebenden Nilkrokodilen. Dabei stellte sich heraus, dass bereits die Berührung einer der Erhebungen mit einem kleinen Haar eine Reaktion auslöste. "Sobald die Tiere etwas fühlen, schnappen sie zu, und das innerhalb einer Zehntelsekunde", schreibt Catania. Dabei entwickeln die Reptilien Riesenkräfte: Nilkrokodile beißen mit 13,5 Kilonewton zu, amerikanische Alligatoren mit 22 und Salzwasserkrokodile sogar mit knapp 40 Kilonewton. Dies sind absolute Spitzenwerte, wie Biologen im März dieses Jahres festgestellt haben.
Die Forscher nehmen an, dass die Tiere ihren ausgereiften Tastsinn nutzen, um schnell zwischen im Wasser treibenden Pflanzenresten und Essbarem unterscheiden zu können. Und auch für andere Dinge benötigen diese Reptilien manchmal eine sehr sensible Schnauze: Krokodilmütter helfen oft ihren winzigen Kindern beim Schlüpfen, indem sie diese sanft aus dem Ei schälen. (APA/red, derstandard.at, 9.11.2012)
Abstract
Journal of Experimental Biology: Structure, innervation and response properties of integumentary sensory organs in crocodilians
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Hotel. Es gab auch ein Hotel-Kroko. Eher was kleines, so 1m lang. Ein besonders schlauer Gast hat dem Kroko einen Stab ins halboffen Maul gehalten. Das Kroko hat keinen Muckser gemacht. Daraufhin hat er gemeint, haha, das bloede Viech beisst ja gar nicht. Er hielt den Zeige-Finger hin und zack, weg war die Fingerkuppe.
Das war eine sehr eindrucksvolle Demonstration fuer die Faehigkeiten dieser Viecher.
Die Kraft die man benötigt um einen eine Tonne schweren Stein zu heben, entspricht ca. 10kN (Kilonewton).
Angenommen ein die Erde eines Fußballfeldes ist einen halben Meter hoch und hat eine Dichte (trocken) von 1,65 T/m^3, so entsprechen 10kN ca. der Kraft die man braucht um 0,0002 Fußballfelder zu heben.
52 Kilo Newton sind in etwa so viel:
http://www.celebritiesheight.com/becki-new... nd-weight/
Würde ich aber niemals durch 52 Teilen.
und nein, durch 52 teilen... wär net so toll
aber auch mehr davon is net toll: das zb sind 91 kilo newton:
http://www.celebritiesheight.com/wayne-new... nd-weight/
Die Bewegung, mit der diverse Krokodilinnen und Alligatorinnen ihre Jungen aus dem Ei und ins Wasser holen (je nach Art), ist wahnsinnig interessant.
Sie sieht fast genauso aus wie die Beißbewegung, ein schnelles Vorrücken und Schnappen. Nur eben gerichtet, sachte.
Man kann sich gut vorstellen, dass dies eine "abgeleitete" Bewegung ist und man fürchtet sich wirklich jedes Mal.
http://youtu.be/1sUdcuQ507U
Ich wollte noch mehr suchen, aber irgendwie sind die Snippets aus diversen Tierfilmen nicht auffindbar. Statt dessen eine Menge Leute, die Babykrokodile haben, die nach Mama quietschen, wenn sie für die Kamera in der Hand gehalten und herumgedreht werden. Wieso darf man ein frischgeschlüpftes Tier ohne Mutter halten? :-(
wieviel Kilonewton könnten die Maul-Knochen des Krokodils, ohne zu brechen, aushalten. Das könnte man ganz einfach messen (mit Knochen eines gestorbenes Krokodils). Die Zubeißkraft kann nicht grösser sein als 50-60% dessen sein.
btw, ihr habts da ein kleines textartefakt:
Bisher war die Funktion dieser winzigen, kuppelförmigen Erhebungen, die die Köpfe und Mäuler von Krokodilen und Alligatoren zu tausenden bedecken, bisher unklar war.
mein vorschlag: Die Funktion dieser winzigen, kuppelförmigen Erhebungen, die die Köpfe und Mäuler von Krokodilen und Alligatoren zu tausenden bedecken, war bisher unklar.
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