T-Mobile Austria meldet mehr Kunden und weniger Umsatz

"Unser eindeutiges Ziel ist es, den Rückgang der letzten Jahre zu stoppen"

T-Mobile Austria veröffentlichte am Donnerstag Geschäftszahlen. Demnach verzeichnet der Mobilfunker im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012 einen Umsatz von 219 Millionen Euro, im Vergleich zu 234 Millionen Euro im selben Quartal des Vorjahres. Das bereinigte EBITDA lag bei 65 Millionen Euro (69 Millionen Euro im selben Quartal des Vorjahrs). Die Kundenanzahl von 3,934 Millionen konnte im dritten Quartal 2011 auf 4,076 Millionen im dritten Quartal 2012 ausgebaut werden. „Die Steigerung um 3,6 Prozent ist auf die gute Entwicklung bei Vertragskunden zurückzuführen", so der Netzbetreiber. 

„Attack2Win"

"Unser eindeutiges Ziel ist es, den Rückgang der letzten Jahre zu stoppen, um unsere Investitionstätigkeit in Österreich weiter bestätigen zu können", erklärt der neue T-Mobile Chef Andreas Bierwirth. Deshalb habe man ein internes Arbeitsprogramm namens „Attack2Win" ins Leben gerufen, mit dem Erlös- und Kostenstruktur optimiert werden sollen. (red, 08.11. 2012)

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15 Postings
Tja

Liebe Telefirmen,

Nachdem ihr jahrelang die Kunden mit Knebelverträgen vergrault habt, jahrelang überziehungsminuten - oder daten uns hunderte Euro habt kosten lassen, nachdem ihr immer noch die kreativsten Ideen bringt, abzuzocken ("servicepauschale") und nachdem selbst die "Bonus"punkte nichts mehr wert sind und bei euch eingekaufte handys TEURER als wie am freien markt sind -

muss ich mich fragen, wie blöd ihr glaubt, dass wir sind. ihr schafft es nichtmal einen festnetzvertrag für ältere menschen anzubieten, ohne, dass ihnen der letzte euro aus der tasche gezogen wird, nur, weil sie (gezwungenermaßen) in mehrere handy netze telefonieren.

also ich, ich nehm mir keinen vertrag mehr. nur noch, was ich jedes monat kündigen kann.

das mit den bonuspunkten

ist leider die wahrheit. bei mediamarkt sind offene handys billiger als bei tm mit vertragsverlängerung

für "menschen" mit geringen einkommen gibt es einen
zuschuss zum festnetztelefon. für 9,60 euro hat man
insgesamt 310 minuten monatlich in alle netze zur
verfügung, mit internet sind es 14,05 euro monatlich
(inkl. servicepauschale). mfg

Neukunden/Bestandskunden

Diese Neukunden-Strategie bei Mobilfunkern verstehe ich nicht. Neue Kunden bekommen Handys nachgeschmissen, treue Kunden werden von (allen Anbietern) sehr stiefmütterlich behandelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Neukunde nicht auch zusätzlichen Administrativen Aufwand bedeutet. Warum macht kein Anbieter ein vernünftiges Kundenbindungssystem, statt ständig auf die "Anbieterhopper" abzuzielen? Das würde administrative Kosten senken und wahrscheinlich dadurch den Gewinn steigern.

@Lanzelot

> Neue Kunden bekommen Handys
> nachgeschmissen, treue Kunden werden von
> (allen Anbietern) sehr stiefmütterlich behandelt.

Das ist schon längst nicht mehr so bzw. wird dieser schöne Schein nur zur Gewinnung/Bindung naiver Kunden aufrecht erhalten.
Längst haben wir die Talsohle der billigen Tarife überschritten. Die aktuellen Tarife sind weitgehend alle nach dem Schema "xxx Freieinheiten, danach Mondpreise" gestrickt.
Dazu kommen meist noch Sinnlospauschale und Wertsicherungsvorbehalt.
Das "geschenkte" oder verbilligt im Vertrag inkludierte Handy hat i.d.R. Net-Lock + Branding.
Somit wäre es für die meisten besser, sich ihr Wunschhandy am freien Markt ungelockt und ohne Branding zu kaufen und dazu einen für ihren Bedarf ...

...
passenden Tarif zu wählen.
Nur ist eben die Gier ein Hund und so nehmen halt viele einen für sie ungeeigneten teuren Tarif, den sie sich häufig gar nicht leisten können, nur weil man dabei das neue iPhone um € 49,-- bekommt.

Man muss das immer auch im Ländervergleich sehen

T-Mobile Österreich:
Umsatz Q3 zum Vorjahr -6,4%
EBITDA Q3 zum Vorjahr -5,8%
EBITDA margin Q1-Q3: 26,8

T-Mobile Europa gesamt:
Umsatz Q3 zum Vorjahr -5,8%
EBITDA Q3 zum Vorjahr -4,3%
EBITDA margin Q1-Q3: 34,2

T-Mobile Tschechische Republik:
Umsatz Q3 zum Vorjahr +0,4%
EBITDA Q3 zum Vorjahr +17,2%
EBITDA margin Q1-Q3: 47,6

Österreich steht nicht wirklich gut da.

Die EBIT margin (Gewinn vor Steuern und Zinsen) liegt etwa 20 Prozentpunkte unter der EBITDA margin (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen), d.h. aus den 34% EBITDA margin werden 14% EBIT margin. Davon sind dann noch Steuern und Zinsen zu zahlen.

http://www.telekom.com/q3-2012 auf "Backup zur Präsentation" klicken

zum vergleich : orange österreich hatte 2012 in den ersten neun monaten eine ebitda-marge von 34,4 % (bzw. im 3. quartal 36 %). mfg

Ja, dank z.B. der Umstellung auf einen hohen Anteil von Neu-Verträgen ohne Handy-Bindung. Das ist aber buchhalterisch kein dauerhafter Effekt und spätestens mit Ablauf der alten Verträge mit hoher Stützung wieder vorbei.

Attak2Win

hört sich als attake gegen die kunden an.

Hab dennoch gestern gekündigt!!

seit bekannt ist das t-mobile mit 3 zusammenarbeitet
ist der "kundenzuwachs" massiv eingebrochen.
mit 16.000 "neukunden" ist man 2012 schlusslicht.

orange kommt von jänner bis september 2012 auf rund 100.000 "neue kunden" und bei drei sind es im ersten halbjahr bereits 155.000 "kunden". mfg

Wenn man sich die Zahlen genau anschaut mangelt es im Vergleich zum Vorjahr vor allen an Net Adds im Prepaid. Das hängt m.E. eher mit den Tarufen zusammen und ist grundsätzlich auch ok wenn man sich den niedrigen ARPU von T-Mobile bei Prepaid im Vergleich zu Postpaid anschaut.

T-Center loswerden würde helfen

Ist aber wohl auch für den neuen CEO nicht schaffbar.

Das ist ja eh nur angemietet ... gehört der Vamed

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