KSV übt Kritik an "GmbH light"

KSV-Kantner: Senkung des Startkapitals auf 10.000 Euro "falsches Signal"

Wien - Die Gründung einer GmbH soll durch die Senkung des Startkapitals von 35.000 Euro auf 10.000 Euro billiger werden. Der Kreditschutzverband (KSV) hat die GmbH-Reform im "Ö1-Morgenjournal" kritisiert, er hält die Senkung für das falsche Signal. Denn Unternehmen bräuchten vor allem dann, wenn sie riskantere Geschäfte oder größere Investitionen zum Ziel haben, Eigenkapital. "Eigenmittel sind der Reservetank für schlechte Zeiten, sie stabilisieren das Unternehmen", erklärte Hans-Georg Kantner vom KSV.

Die Kosten für die Unternehmensgründung würden nicht geringer werden. "Eigenkapital ist nicht Teil der Gründungskosten, sondern das ist Geld, womit das Unternehmen dann auch wirtschaften kann", so Kantner.

Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, hingegen spricht von einer "längst überfälligen Entscheidung". Österreich liege im internationalen Standard weit zurück.

Die Reform der GmbH ist im Regierungsprogramm angekündigt und soll eines der Themen bei der Regierungssitzung am Freitag in Laxenburg sein. (APA, 8.11.2012)

Share if you care.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen ( siehe ausführliche Forenregeln ), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behät sich die STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H. vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.