Risiko durch schlecht korrigierte Fehlsichtigkeit beim Sport

8. November 2012, 08:41
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Viele Sportunfälle stehen mit einer nicht korrigierten Fehlsichtigkeit in Zusammenhang

Wien - Etwa die Hälfte aller erwachsenen Österreicher betreibt laut einer Studie der Statistik Austria regelmäßig Sport. 52 Prozent aller erwachsenen Österreicher tragen eine Brille. Setzt man die beiden Zahlen in Korrelation, kann davon ausgegangen werden, dass etwa 1,7 Millionen Menschen in Österreich, die regelmäßig Sport ausüben, Brillenträger sind. Wie die letzte Studie des Marktforschungsinstitutes spectra (2009) belegt, korrigieren nur 33 Prozent Personen ihre Fehlsichtigkeit beim Sport mit einer optischer Brille, 4 Prozent mit Kontaktlinsen. 63 Prozent der ständigen Brillenträger sind demnach ohne Sehbehelf sportlich aktiv.

Eine grobe Nachlässigkeit, wie Christoph Faschinger, Facharzt für Augenheilkunde, betont: "Rund 80 Prozent aller Umwelteindrücke im Alltag werden über das Auge wahrgenommen." Speziell beim Sport schützt die visuelle Wahrnehmung durch das vorausschauende Erkennen von Gefahrensituationen und die Erfassung von Fremdbewegungen.

Konzentration auf die Fehlsichtigkeit

80 Prozent aller Skiunfälle ohne Fremdbeteiligung, sind auf Wahrnehmungsfehler zurückzuführen, bestätigt die Auswertungsstelle der ARAG Sportversicherung. Wahrnehmungsfehler, die zu einem Gutteil in der mangelnder Korrektur einer Fehlsichtigkeit begründet sind.

Spitzensportler, wie Paralympics-Goldmedaillengewinner Günther Matzinger und Mountainbike und BMX Profi Hannes Slavik bestätigen, dass eine eingeschränkte Sehleistung nicht nur ein Risiko darstellt, sondern auch die Leistung negativ beeinflusst. Die nicht-korrigierte Fehlsichtigkeit lenkt den Athleten von der Ausübung des Sportes ab. Im wesentlichen ist er damit beschäftigt die Fehlsichtigkeit mit höherer Konzentration zu kompensieren.

"Fehlsichtigkeit ist gefährlich und es ist anstrengend ohne Korrektur zu sporteln", so Slavik. Matzinger: "Meine individuell angepasste Sportbrille ist die beste Lösung für mein Training - kein Verrutschen, kaum Gewicht und kein Beschlagen." Darüber hinaus benötigt das Sportlerauge auch Schutz gegen UV Licht, Wind und andere externe Einflüsse wie Insekten. (red, derStandard.at, 8.11.2012)

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    Auch gegen UV-Licht sollte das Sportlerauge geschützt sein.

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