Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien Das ORF-Programm und der Fall Sido beschäftigten am Mittwoch auch das österreichische Parlament. Bei der Vorlage des Kommunikationsberichts und des ORF-Jahresberichts ließen es sich die Abgeordneten laut Parlamentskorrespondenz nicht nehmen, auch über die jüngsten Vorfälle um den "Große Chance"-Juror des ORF zu diskutieren. Für das ORF-Vorgehen gab es dabei wenig Verständnis.
Der Fall Sido habe gezeigt, dass Unterhaltung "auf die Ebene des Abscheulichen abgleiten" kann, meinte etwa FPÖ-Parlamentarier Peter Fichtenbauer. SPÖ-Klubobmann Josef Cap verteidigte indes die Entscheidung von TV-Direktorin Kathrin Zechner, Sido nach dem Schlag gegen Seitenblicker Dominic Heinzl und der folgenden Suspendierung wieder in den ORF zurückzuholen. Zechners Reaktion sei von einem christlichen Zugang geleitet gewesen, sie habe "dem Sünder" offenbar eine Chance geben wollen, so Cap, der auch Mediensprecher seiner Partei ist. Für Cap stehe hinter dem Vorgehen auch das generelle Problem des ORF, an jüngere Zuschauer heranzukommen. Das BZÖ kritisierte, dass der Sender den Konflikt zwischen Sido und Heinzl regelrecht "zelebriert" habe, die ÖVP äußerte die Vermutung, dass ORF-Chef Alexander Wrabetz selbst hinter der Rückholaktion stehe.
Lob und Kritik für den ORF gab es rund um die jüngste KommAustria-Entscheidung zum Programmprofil der öffentlich-rechtlichen Anstalt. KommAustria-Leiter Michael Ogris verteidigte dabei die Entscheidung der Medienbehörde, einer Beschwerde wegen Unausgewogenheit des ORF-Programms teilweise stattzugeben. Eine Analyse der ORF-Programme in den Jahren 2010 und 2011 habe gezeigt, dass vor allem der Unterhaltungsanteil zu hoch sei. Die nicht rechtskräftige Entscheidung der KommAustria enthalte die klare Grundaussage, dass man aus ORF eins keinen reinen Unterhaltungssender machen dürfe, nur weil es ORF III gebe, erklärte Ogris. Zumindest drei von vier Programmkategorien - Unterhaltung, Information, Kultur und Sport - müssten in den beiden ORF-Vollprogrammen adäquat vertreten sein.
Die FPÖ sieht die KommAustria-Entscheidung als Beleg, dass der ORF entgegen den Behauptungen im Jahresbericht 2011 nicht alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten habe. Beim BZÖ betonte man, dass ORF III kein Freibrief dafür sein könne, das Programm von ORF eins und ORF 2 an jenes von Privatsendern anzugleichen. Die Grünen wandten sich ebenfalls dagegen, ORF III als Legitimation für die Ausweitung des Unterhaltungsanteils in ORF eins und ORF 2 heranzuziehen. Mediensprecher Dieter Brosz hinterfragte auch die ORF-Politik, Sendungen wie die "Millionenshow" oder "Schnell ermittelt" zum öffentlich-rechtlichen Kernauftrag zu zählen. Das Programm müsse ausgewogen sein. Kritik übte Brosz aber auch an der fragwürdigen Programmkategorisierung der KommAustria.
Ein flammendes Plädoyer für den ORF kam von SPÖ-Klubchef Cap. Gerade die aktuelle Berichterstattung über die US-Wahl habe gezeigt, dass der ORF international konkurrenzfähig sei. Es sei angebracht, auf den ORF stolz zu sein. Cap hob das große Engagement der ORF-Journalisten, die Unabhängigkeit des Senders, die hohen Marktanteile, Online-Auftritt und ORF III hervor. Die Politik habe Verantwortung für die "Kultureinrichtung ORF" und man müsse dem Unternehmen ausreichende finanzielle Handlungsspielräume geben, so Cap. Gegen weitere finanzielle Unterstützung sprach sich hingegen der ÖVP-Abgeordnete Wolfgang Gerstl aus. Die Notwendigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei unbestritten, aber kein Grund, das "Füllhorn" für den ORF "unendlich zu vergrößern". Die ÖVP werde beantragen, dass ORF-Chef Wrabetz dem Verfassungsausschuss persönlich Rede und Antwort zu seinen Plänen für den ORF steht. (APA, 7.11.2012)
Er fände es dennoch "richtig", wieder "bei so etwas Großem mitzumachen
Ex-Skirennläufer Schönfelder und Musical-Paar Shaki/Perman weiter
In den neuen Folgen von "Vier Frauen und ein Todesfall" geht Adele Neuhauser ab Dienstag wieder ganz in der Rolle der rauen Landschönheit Julie Zirbner auf
Marjan Shaki und Lukas Perman in der Jurywertung vorne
Bundeskommunikationssenat folgt der Behörde: ORF habe kein angemessenes Verhältnis von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport eingehalten. Wrabetz zieht vors Höchstgericht
Prominente interpretieren ab 12. Mai immer sonntags die sieben Hauptlaster
Programmbeiträge in Fernsehenund Radio von Freitag bis Sonntag
Neues von "The Closer" und letzte Folge von "Grey's Anatomy" vor der Sommerpause
Das Programm beschäftigt derzeit Medienbehörde und Bundeskommunikationssenat
Portisch-Doku "Österreich II" soll an Erfolg des Vorgängers anschließen - Gesprächsreihe mit Andre Heller und Schwerpunkt zum Linzer Musiktheater
BKS: Zu Recht wird vom ORF "Kultur für alle" erwartet - aber nicht alles ist Kultur
Ströbitzer: Weniger Zeit wegen guter Werbebuchungen - Zechner zur Quote: "Stabil in der jüngeren Zielgruppe gelandet"
Strache gegen Moschitz: Neues Gutachten findet keine Hinweise auf Manipulation von ORF-"Am Schauplatz"-Bändern - Medienanwältin sieht Politikum
Neue Staffel startet am 13. September - Jurymitglieder stehen noch nicht fest - Alice Tumler neu im Moderatorenteam
Wenig Angebote gab es heuer im Bereich Daily Soap
Wrabetz: "Ein fantastisches Ergebnis, gerade in Zeiten wie diesen"
"60 Minuten Politik" erstmals am 11. April um 22.30 Uhr
ORF-Chef Wrabetz: "Der ORF versteht sich als Bewegungsapparat"
Jahresbericht an den Nationalrat: 46 Prozent Unterhaltung in ORF 1 und ORF 2
"Pralle Schönheit - Die Reise der Paradeiser" erstes gemeinsames Projekt mit chinesischem Staatssender
man müsste es jetzt tun, sofort auf der stelle, um sich dieser unglaublich wichtigen und staatstragenden sido-sache zu widmen.
parlamentarismus am puls des geschehens und nicht immer diese lästigen inserate und inserate und inserate und...
also dieser cap ist in der spö der für mich unerträglichste politiker und das schon seit ich politik erstmals in den 80er jahren wirklich wahrgenommen hab. das ist so ein typischer parteisoldat der es nie weiter als bis in die 2. reihe geschafft hat. hätte auch gut in die sed der ddr gepasst. wenn ich da an den zilk denk, der auch gegen seine eigene partei gewettert hat, wenn was nicht gepaßt hat - beim cap würds sowas nie geben - ein grauslich glatter mensch. bei dem ist es leider so offensichtlich dass es ihm nur um eine gute hofberichterstattung des orf geht - dafür war er ja jahrelang beteilit privat-tv zu verhindern (die ältern unter uns werden sich ja noch lebhaft erinnern können, wie er nicht ins radio cd mikrophon gesprochen hat).
Mist er da von sich gibt. Christlicher Zugang. Gewalt, körperliche wie auch verbale, ist per se zu verurteilen, Herr Dr. Cap - ich habe immer die Wahl zwischen dem richtigen und dem falschen Weg. Den falschen Weg, wie es Frau Dr. Zechner macht, auch noch zu belohnen ist eine Verhöhnung der ZuschauerInnen und eine Beleidigung jedes vernünftig denkenden Menschen. Sido hat nichts mehr in dieser Sendung verloren, egal ob er sich entschuldigt, oder nicht. Beschimpfungen vom Stapel lassen, zuzuschlagen, und sich dann reumütig zu zeigen ist ein bisschen zu einfach - Raus mit ihm aus der Sendung und PUNKT.
Josef Cap (eine der größten Enttäuschungen der Sozialdemokratie) ist also nunmehr auch Religionssprecher der SPÖ.
P.S., Zitat "Sendungen wie die "Millionenshow" (...)" DIESEN letzten Dreck müßte der ORF in der Tat dringend loswerden! Lexikon-TV zur Primetime???
Gibts sonst echt nix zu tun, liebe politiker?
Und gerade die friedensparteien fpö und bzö als negativ-kritiker zu haben, würde ich persönlich als äußerst positiv sehen.
Das eher bescheidene programm des orf hat nichts mit der "causa sido" zu tun, auch nicht die hohen gis-gebühren.
Genauso ärgerlich sind die gehälter der politiker, die ihren job offensichtlich sehr ernst sehen und hier eine wunderbare ablenkung nützen.
Alle internen Prozesse sind wahnsinnnig langsam! Delegatives Management ist ein Wunschtraum, oder der vorauseilende Gehorsam wird strapaziert, alles dauert dreifach länger als unter Bacher!
Als Lieferant ist man sich ziemlich blöd, wenn man Förderungen anspricht, die das Produktion betreffen und der ORF Offensichtlich gar nicht interessiert ist, das zu lukrieren.
Wenn man mit Rucksack voll Geld kommt-anstatt vorurteilsfrei über die geschichteN zu diskutieren, verzieht sich mancher Zeiten lang in den CONTAINER und ward nicht mehr gesehen! und wenn man anmahnt-z:B. Deadlines, in drei Wochen bei EU Förderung-das ist den Damen und Herren wurscht!
LIEFERNATEN KOMMEN ALLE MIT GELD, UND ES INTERESSEIRT KEINEN, LIEBES PARLAMENT!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.