Clinton, Geithner und Panetta gelten als amtsmüde

7. November 2012, 18:02
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In Washington kursieren schon Personalspekulationen - Die Frage ist, ob Obama mit neuen Gesichtern Zeichen setzt

Drei Schlüsselposten werden möglicherweise vakant. Außenministerin Hillary Clinton möchte angeblich das State Department verlassen, wohl auch um sich in Ruhe auf eine Präsidentschaftskandidatur 2016 vorzubereiten. Finanzminister Timothy Geithner ist dem Vernehmen nach so amtsmüde, dass ein Wechsel so gut wie sicher erscheint. Und Leon Panetta, der Pentagonchef, nutzt schon fast jedes freie Wochenende, um zu seiner Walnussplantage nach Kalifornien zu fliegen.

Als heißer Anwärter auf die Clinton-Nachfolge wird John Kerry gehandelt, ein Mann mit weltpolitischer Erfahrung. Derzeit leitet der Mann aus Boston, 2004 erfolgloser Herausforderer von George W. Bush, den Auswärtigen Ausschuss des Senats. Seine wohl härteste Konkurrentin im Ringen um einen Kabinettsposten ist Susan Rice, seit 2009 die UN-Botschafterin.

Als potenzieller Ersatz für Geithner gilt Jacob Lew, derzeit Stabschef des Präsidenten. Lew besitzt finanzpolitische Erfahrung, seit er Bill Clinton in den 1990er-Jahren als Budgetdirektor diente.

Als Nachfolgerin Panettas wird Michele Flournoy genannt, Exstaatssekretärin im Verteidigungsministerium. Sie wäre die erste Frau an der Spitze des Pentagon. Flournoy hat einen angesehenen Thinktank mitgegründet, das Center for a New American Security. (fh, STANDARD, 8.11.2012)

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