Voestalpine will Abschwung durchtauchen

7. November 2012, 17:38
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Im laufenden Geschäftsjahr werde der Betriebsgewinn um rund 100 Millionen Euro sinken, eine Besserung sei nicht in Sicht

Wien - Für Kurzarbeit oder Personalabbau sieht Voestalpine-Chef Wolfgang Eder noch keine Veranlassung. Schleppende Nachfrage aus Auto-, Energie- und Maschinenbauindustrie machen dem Stahlkocher dennoch zu schaffen.

Im laufenden Geschäftsjahr (31. März 2013) werde der Betriebsgewinn (Ebit) um rund 100 auf 800 Millionen Euro sinken. Im ersten Halbjahr ging das Ebit um gut 17 Prozent auf 440,7 Millionen zurück, der Umsatz um ein Prozent auf 5,93 Milliarden Euro. Besserung sei nicht in Sicht, eher eine Verschärfung.

Anders als in der Krise 2008 seien die Lager der Kunden diesmal nicht " gerammelt voll", daher sei ab Jänner eher Lageraufbau zu erwarten. Sollte die Nachfrage weiter auslassen, könne man mit bis zu 1500 Leiharbeitern weniger auskommen. Der 2,5 Milliarden Euro dicke Liquiditätspolster dient Zukäufen und Schuldentilgung. Die Nettofinanzverschuldung ging im zweiten Quartal auf 2,49 Milliarden Euro zurück. Die Aktionäre reagierten scharf, der Kurs der Voestalpine-Aktie brach zeitweise um gut sechs Prozent ein.

OMV profitierte von Libyen

Besser lief es im dritten Quartal bei der OMV: Der Mineralölkonzern wies mit 779 Millionen Euro ein um 37 Prozent verbessertes Ebit aus. Gründe waren die Wiederaufnahme der Ölproduktion in Libyen und Jemen, eine bessere Raffineriemarge und ein vergleichsweise günstiger Euro-Dollar-Wechselkurs. Weiter schwach blieb das Gasgeschäft. (ung, stro, DER STANDARD, 8.11.2012)

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