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Das Wasserreservoir in der Lobau könnte als Notspeicher für die Stadt Wien dienen.
vergrößern 645x912Die Umweltverträglichkeitsprüfung des Tunnelprojekts soll Klarheit schaffen.
Wien - Umweltschützer haben in Bezug auf den geplanten Bau des Lobautunnels bereits vielfach Sorgen um das Grundwasser geäußert oder vor einem möglichen Absinken des Wasserspiegels in den Donauauen gewarnt. Die Asfinag war stets bemüht, diese Bedenken zu zerstreuen. Geologe Godfrid Wessely, der das Gebiet unter anderem von seiner langjährigen Arbeit für die OMV kennt, gräbt nun aber tiefer.
Wie der Standard von dem Experten erfuhr, befinden sich in dem Gebiet und weiter östlich von Wien unterirdisch weitläufige Sandsteinschichten, in deren Poren Süßwasser gespeichert ist. Insgesamt hat Wessely ein Wasserlager im Umfang von vier Milliarden Kubikmetern berechnet. Ganz Wien braucht zirka 370.000 Kubikmeter pro Tag. "Ein riesiges Notreservoir", meint der Geologe, der als Vortragender an Unis in Wien, Innsbruck, Salzburg und Leoben tätig gewesen ist.
Sollte Wiens Wasserversorgung aus der Hochquellleitung zum Beispiel im Falle eines Atomunglücks ungenießbar werden, könne man auf das unterirdische Reservoir zurückgreifen, meint Wessely. Seine Sorge angesichts der Tunnelbaupläne: Sollten die Röhren irgendwann irgendwo nicht dicht halten - "und dafür würde ich nicht die Hand ins Feuer legen, das Gebiet ist nach wie vor im Absinken begriffen" - könnte das Wasserreservoir weitläufig kontaminiert werden. Dafür reiche auch ein Haarriss.
Bei der Asfinag ist man sicher: "Der Tunnel wird dicht sein", sagt Projektleiter Thomas Schröfelbauer. Dafür sorge eine 60 Zentimeter dicke Innen- und eine ebenso dicke Außenschale. Auch beim Bauvorgang selbst werde man dafür sorgen, dass "der Grundwasserkörper nicht beeinträchtigt werden" könne. Unter anderem würden biologisch abbaubare und natürliche Materialien eingesetzt. Schröfelbauer gibt aber zu, das man nicht genau wisse, in welchem Umfang Wasserlager im Sandstein in dem Gebiet existierten.
Bei Probebohrungen 2006 seien zwei solcher "Sandlinsen" - Schröfelbauer geht von abgeschlossenen Einheiten aus - entdeckt worden. Wessely ist allerdings davon überzeugt, dass die Sandsteinschichten zwar immer wieder von Tonschichten unterbrochen und teilweise abgedichtet werden, diese Wasserspeicher aber vielfach weitläufig verbunden seien.
Schröfelbauer sagt, alle für einen Tunnelbau notwendigen Untersuchungen seien vonseiten der Asfinag erfolgt. Für darüber hinausgehende Erkundungen etwaiger Wasservorkommnisse sei dann die Politik zuständig.
Vonseiten der Stadt Wien scheinen Inspektionen des Reservoirs derzeit nicht geplant zu sein. Ein Sprecher von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) verwies bei dem Thema an Verkehrs- und Stadtplanungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). In ihrem Büro hieß es, man gehe davon aus, dass bei der derzeit laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) alle auch den Untergrund betreffenden Umweltbelange auf den Tisch kommen. Der Start des Tunnelbaus soll 2018 erfolgen, 2025 sollen die Röhren nach jetzi- gem Stand in Betrieb gehen. (Gudrun Springer, DER STANDARD, 8.11.2012)
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Das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Lobautunnel als Teil des Projekts S1 Schwechat-Süßenbrunn (mit der Gesamtlänge von 18,9 Kilometern) läuft bereits. Der Streckenabschnitt von Groß-Enzersdorf bis Süßenbrunn soll ab 2014 gebaut und ab 2016 befahren werden können, der Baubeginn für Teil zwei mit Tunnel ist für 2018 geplant. Die UVP-Unterlagen liegen derzeit auf, für 19. November ist die mündliche Verhandlung anberaumt. Nächste Woche wollen Bürgerinitiativen über ihre Bedenken zu den Unterlagen informieren. Die Plattform "Zukunft statt Autobahn" moniert u. a., Bürger hätten zu wenig Einfluss auf die UVP.
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handys und computer und tv wegwerfen und barfuss im wald leben - wär das für sie natürlich oder unnatürlich?
wir menschen sind nun einmal teil der natur und bauen strassen wie die ameisen.
wenn die ameisen leichter und schneller und sicherer oberirdisch zum ziel kommen, werden sie keinen tunnel graben. denn so ein tunnel wäre unnatürlich.
im fall der lobau geht es m.m. nach in erster linie um menschenleben und ressourcen - ein tunnel als alibihandlung ist unnatürlich und pervers.
und um den differenzbetrag könnte man für romantiker eine menge "natur" schützen, schaffen, bewahren.
ich vermiss ja die aussteiger die keine strasse vor dem haus haben wollen weil sie ja NIE im leben autofahren.
es gibt schon autobahnen, auch in den norden. man kann sicher woanders eine anbindung finden, so dass man nationalparks in ruhe lässt!!
der größte fehler war es den prater durch eine autobahn zu durchtrennen. das darf doch kein vorbild sein
wichtig ist/wäre eben eine umfahrung von wien.
so praktisch die tangente auch sein mag - die meistbefahrenste strasse österreichs mitten durch die stadt und das ohne bypass ist schlecht.
alles dass zw. süd nach nord muss geht da drüber. viele kleine orte haben ihre umfahrung, wien leider nicht!
denn nach osten bis hainburg/bratislava dort über die donau und retour ist zuviel umweg.
gegen die überquerung an der stelle wo kaum nationalpark da ist (fischamend/mannersdorf)
dürfte auch etwas sprechen - zumindest wird das nicht thematisiert.
eine tunnel zur behübschung halte für unnötige menschengefährdung. di enormen mehrkosten müssen wir alle zahlen - einmalig und laufend!
würde man die Tangente dann abbauen, wenn es eine Umfahrung gibt? ich bin mir sicher, dass das nicht so ist.
wenns richtung osten umwege sind, dann ists ein vorteil für die Bahn.
Einen Nationalpark aber für Straßenprojekte oder Wohnprojekte zu opfern ist der falsche Weg. Dann bekäme der Schutz, den ein Nationalpark genießt absolut in Verruf und hätte 0 Zweck. z.B. der Wiener Wald hat nur Biosphärenschutz. Trotzdem käme keiner auf die Idee dort Richtung Norden eine Autobahn durch zu legen: dafür wohnen viel zu viele ÖVPler dort.
Es macht Sinn gewisse Bereiche der Natur zu erhalten, wo auch der Mensch nicht eingreifen soll.
Es gibt schließlich noch genug Flecke, die bebaut werden können.
darum wäre ich dafür den platz für die umfahrung zu opfern und für das ersparte tunnelgeld eine vielfach grössere fläche zum naturpark hinzufügen.
das problem mit der eintiefung/austrockung besteht ja leider weterhin - extreme geschieberückführung bis zum st. nimmerleinstag - tausende liter dieselöl - und das gesamtergebnis ist heile natur? ich zweifle daran!
grundndsätzlich zustimmung - nur muss man sich das leisten können - und die verhältnismässigkeit im auge behalten. ein paarhundert meter um den platz wo die strasse drübergeht gibt es ja autos usw.
also wär eine verkleinerung nicht soi schlimm - auch wenn praktisch eh alle tiere dort bleiben würden.
ich denk immer praktisch - angenommen sie entdeckenin ihrem garten eine seltene ameisenart - sprich gehen tötet unwillkürklich die seltenen insekten - lassen sie dann um tausende euro tunnels zu ihren ostbäumen graben? ich bin mir sicher sie würden es nicht tun. der nationalpark der bis zur grenze jegliche überfuhr verhindert ist ein unfug.
"Vassilakou (Grüne). In ihrem Büro hieß es, man gehe davon aus, dass bei der derzeit laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) alle auch den Untergrund betreffenden Umweltbelange auf den Tisch kommen. Der Start des Tunnelbaus soll 2018 erfolgen, 2025 sollen die Röhren nach jetzi- gem Stand in Betrieb gehen. "
logisch, denn die grünen haben dann eh schon ihren justamentstandpunkt durchgesetzt - und die spö/övp nahen unternehmer freuen sich über viel mehr auftragsvolumen, denn ein tunnel kostet ein vielfaches.
die umweltbelastung bleibt insgesamt gleich - nur sollte was zu befürchten ist im tunnel ein grösserer unfall passieren, werden die folgen schlimmer ausfallen als über der erde.
na dass eine bahn auf ein paar stelzen verhindert wurde und ein tunnel "erzwungen" - aus den augen aus dem sinn - wegen angeblicher so dramatischer auswirkungen - die menschen die dabei zu schaden kommen sind egal, der aufwand der geld bindet dass anderweitig viel besser eingesetzt werden könnnte auch.
Schon 1997 wurde in Schweden mit Dichtungsmasse beim Tunnelbau das Grundwasser vergiftet, sogar Todesfälle bei Nutztieren durch vergiftetes Grundwasser (Acrylamid) waren die Folge.
http://www.spiegel.de/spiegel/p... 12812.html
Wie dicht Tunnel langfristig sind, kann jeder bei der U-Bahn sehen. Spätestens nach einigen Jahren sind sie undicht.
Der Hallandsåstunnel wird übrigens inzwischen wieder weitergebaut (Gestein nun zur Abdichtung tiefgekühlt statt mit Klebstoff abgedichtet), das Grundwasser ist aber weiterhin vergiftet.
das ist eine absolut "logische" expertenmeinung :-) das kann man ja auch leicht bei einem wassergefüllten luftballon beobachten. hat der ein loch wird er immer größer und größer, weil das wasser nicht ausrinnt, sondern alle stoffe aus seiner umgebung in ihn eindringen. das nenn ich physik einmal anders.
übrigens: der tunnel beginnt und endet im absinkenden wiener becken, somit kann er sich nur mit dem gesamtsystem bewegen. warum sollte also diese bewegung zu rissen führen?
hoffentlich hat der herr professor kritische studenten die nicht alles sofort glauben...
nein nur relative kleine teile des wiener beckens senken sich... das gesamte becken hebt sich sogar, anderfalls könnten wir diese angesprochenen sedimente (10 Ma) nicht fast an der oberfläche erklären... ned so einfach gell?
read: http://www.agu.org/pubs/cros... 2979.shtml
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