Was bringt den Mann zur Karenz?

7. November 2012, 17:55
  • Viele Männer fürchten Nachteile beim Arbeitgeber durch eine Karenz.
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    foto: lukas beck/quintessenz organisationsberatung gmbh

    Viele Männer fürchten Nachteile beim Arbeitgeber durch eine Karenz.

Das Frauenministerium lädt zum offenen Diskurscafé in Graz - Die Veranstaltung fragt, welche Bedingungen Väterkarenz braucht

Welche Maßnahmen braucht es neben dem Verständnis des Arbeitgebers, um Väterkarenz für Männer attraktiver zu machen? Diese Frage stellt das Bundesministerium für Frauen und öffentlichen Dienst am Donnerstag in einem offenen Diskussionscafé in Graz. Neben Statements von Expertinnen und Experten sind vor allem Alltagserfahrungen und persönliche Einschätzungen des Publikums gefragt. Die Veranstaltung richtet sich an alle am Thema interessierten Männer und Frauen - unabhängig davon, ob sie beruflich oder privat mit dem Thema befasst sind.

Väter arbeiten mehr

In Österreich steigt die Zahl der Männer, die ihr Berufsleben eine Zeit lang unterbrechen, nur schleppend. Derzeit beträgt der Anstieg lediglich rund zwei Prozent. Während Frauen, die ein Kind bekommen, meist ihre Arbeitszeit reduzieren, ist bei Männern der umgekehrter Trend zu beobachten: Sie arbeiten laut Statistik Austria sogar mehr, nachdem sie Vater wurden. 

Dabei würden sich viele Männer gerne mehr in der Familie engagieren, wie etwa die Studie "Elternorientierte Personalpolitik" des Landes Niederösterreich im Jahr 2010 gezeigt hat: Zwei Drittel der befragten Väter wären bereit, in Karenz zu gehen, drei Viertel würden zugunsten der Familie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Nur sechs Prozent der in der Studie befragten Männer tun das allerdings, weil sie einen Karriere-Knick oder Unverständnis in der Arbeitswelt befürchten. 14,3 Prozent halten eine Väterkarenz überhaupt für nicht durchsetzbar beim Arbeitgeber. (red, derStandard.at, 7.11.2012)

Info

Ab 17 Uhr diskutiert Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Donnerstag unter anderem mit dem deutschen Genderforscher Marc Gärtner, um 18.15 Uhr beginnt das offene Diskurscafé mit dem Publikum. Die Veranstaltung findet in der Anton Paar GmbH, Anton-Paar-Straße 20 in Graz statt. Der Eintritt ist frei.

Details zur Veranstaltung (PDF)

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die wahlfreiheit

sein leben und seine rolle darin selbst zu bestimmen, das würde die männer in die karenz bringen

Ich bin derzeit in karenz

Und kanns nur empfehlen, klar man bekommt ein paar monate weniger gelt, aber auf das kann man sich doch vorbereiten, keinen scheiss kaufen, ein bisschen sparen und man hat genug, um mal nicht voll zu verdienen. Nicht nur, dass es wirklich super ist, sich mal richtig mit dem kind zu beschaeftigen und nicht nur abends, wenn man eh fertig ist. Ausserdem finde ich den abstand zum beruf mal wirklich lohnend. Wenn man mit kindern nix anfangen kann, sollte man sich nicht dazu zwingen, aber sonst: es gefaellt euch, maenner. Ich sehs so: ich kann mich nicht erinnern, was ich vor zwei jahren um diese zeit im job gemacht habe, aber die zeit mit dem kind werde ich niemals vergessen.

ups geld natuerlich nicht gelt naja wenn die durchschnittskonversation dada ist, moege man mir das verzeihen,..,

Mir fehlt völlig der Aspekt, den ich im Kollegenkreis oft beobachte: Es gibt Frauen, die wollen gar nicht, dass Papa in Karenz geht. Die wollen diese Kinderzeit gar nicht teilen.

pech für diese mütter

Es ist aber schon so, dass die Karenzzeit nicht geteilt wird! Wenn der Vater in Väterkarenz geht bleibt die Karenzzeit der Mutter die selbe. Beim 2 Jahresmodell z.B. ist der Karenzanspruch der Mutter 20 Monate, unabhängig davon ob der Vater die Chance nützt bzw. nützen kann, 4 Monate anzuhängen.
Mir war es möglich diese 4 intensieven Monate mit meinem Sohn zu verbringen und würde es jedem Vater ans Herz legen, auch die finanziellen Einbußen in Kauf zu nehmen. Es ist eine wunderbare Zeit, die man nützen sollte, wenns aus "karrieretechnischer Sicht" vertretbar ist, selbstverständlich!?

ich hatte die 24 monats-variante mit 50:50 teilung und musste mir tatsächlich sagen lassen, ich stehle ein paar monate karenzzeit.

es kann also leider schon so sein, wie der vorposter sagt.

Beim 2 Jahresmodell z.B. ist der Karenzanspruch der Mutter 20 Monate, unabhängig davon ob der Vater die Chance nützt bzw. nützen kann, 4 Monate anzuhängen.

es kann auch sein, dass der vater 20monate geht und die mutter 4 monate macht ^^

es kann auch sein,

dass man sich die Karenzzeit fair teilt.

fair teilen ist: so wie man es sich ausmacht.
es hängt ja von vielen faktoren ab, von wer will überhaupt, wie sieht es mit job/karriere aus, wie sieht es finanziell aus, auch in hinblick teilzeit danach usw

ja eh.

Wies halt besser passt.

Wenn es nur bei der Erwerbsarbeit auch so wäre.

Frauen, die sich

die Karenzzeit mit ihren Männern fair teilen, arbeiten idR wesenltich mehr als ihre Männer und verdienen meistens auch mehr. So gesehen - ja wär tatsächlich sehr gut.

das ist jetzt gemein mir gegenüber ;-(
die zeit, die meine frau mehr im büro ist als ich im Kiga mach ich den haushalt, wir arbeiten also gleich viel

Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

und der spruch ausnahmen bestätigen die regel gehört zu den seltsamsten überhaupt (offtopic). eine ausnahme bestätigt niemals eine regel ;-)

it´s logic ;-)

ganz schön egoistisch, wie ich finde.

Sowieso aber meiner subjektiven Beobachtung nach ist das "Kind gehört zur Mutter" in den Köpfen der Frauen stärker verankert als in jenen der Männer.

Und eine Mutter weiss auch immer viel besser, was gut ist fürs Kind, als ein Mann - sie SPÜRT das einfach!

no na, wenns kind aufn schoss gackt.

waehrend der stillzeit ist das

und diese kann gar nicht stattfinden, oder 6 monate dauern und selbst wenn länger - pumpe

woran aber nur die gesellschaft schuld ist, weil... ?
(und nicht die frauen...)

also sind Frauen kein Teil der Gesellschaft?????

wirklich?

das abschieben der Verantwortung eines Teils dieser abstrakten Menge (Frauen sind meiner Meinung nach sehr wohl Teil der Gesellschaft) auf einen anderen (die "bösen" Männer die man ja per Sippenhaftung nach dem Geschlecht verurteilen darf, gelle?) ist eine wunderbare Nebelgranate.

Ich verstehe noch immer nicht, wieso man es als "Wahlfreiheit" bezeichnet wenn Frauen gezwungen werden sich für einen bestimmten Lebensentwurf (Kinder kriegen und dann gleich wieder brav roboten) zu entscheiden.

Daß eine pressure-group dann meint aus ihrer intersubjektiven Perspektive heraus die Verantwortung "den Anderen" aufdrücken zu dürfen ist ohnehin nurmehr das i-Tüpfelchen...

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