Merkel und Pofalla erinnern sich nicht an Intervention bei ZDF

ZDF äußerte sich zunächst nicht

Berlin - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla erinnern sich nicht an eine Einmischung beim ZDF wegen unliebsamer Berichterstattung über die CDU vor der Bundestagswahl 2009. "Die Bundeskanzlerin und auch der frühere CDU-Generalsekretär und jetzige Kanzleramtsminister Pofalla haben an einen solchen Vorgang keine Erinnerung", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Mittwoch in Berlin. "Sie haben noch einmal ihre Erinnerung erforscht und da hat sich nichts geregt."

Streiter fügte hinzu: "Dessen ungeachtet werden kommende Sitzungen der Gremien des ZDF sicherlich Gelegenheit bieten, sich über Zusammenarbeit in diesen Gremien auszutauschen." Die Pressefreiheit sei für die ganze Regierung ein hohes Gut der Demokratie.

Das ZDF weiß nach eigener Darstellung nichts von einer Einmischung der CDU in die Berichterstattung des Senders vor der deutschen Bundestagswahl 2009. "Uns liegt dazu auch kein Schriftwechsel vor", sagte ZDF-Sprecher Jörg Berendsmeier am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Nach einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" hat sich Pofalla im Vorfeld der Bundestagswahl 2009 über einen Bericht des ZDF- Magazins "Berlin direkt" beschwert. Der damalige ZDF-Intendant Markus Schächter und der stellvertretende ZDF-Studioleiter Peter Hahne seien eingeschaltet gewesen. Zu Konsequenzen schrieb die Zeitung nichts.

Der Beschwerde sei die CDU-Präsidiumssitzung am 2. Februar 2009 vorausgegangen, schreibt die LVZ. In dieser Sitzung habe Merkel von einer "Kampagne" gegen sich gesprochen und die Art des journalistischen Umgangs des ZDF mit ihr kritisiert, berichtete die "LVZ" unter Berufung auf Teilnehmer. Konkret sei es um einen Beitrag vom Vortag über das Wahlkampfthema Steuerreform gegangen.

Daraufhin habe Pofalla seine Intervention beim ZDF angekündigt. Pofalla habe damals als CDU-Generalsekretär im ZDF-Fernsehrat sowie im mehrheitlich mit Parteivertretern besetzten Chefredakteursausschuss gesessen. (APA, 7.11.2012)

Share if you care
14 Postings
"Pofalla" ist unter

rein onomatopoetischen Gesichtspunkten ein Spitzenname!

wenn ich seine

fre***e schon sehe ....

den armen bosbach so hinstellte, der a**** mit ohren.
den wählt doch nicht mal seine mutter, drum ist er parteisoldat.

Intervention ...

... ist allerdings nicht verboten. Erfolg dabei auch nicht. Jede/r darf es(versuchen).

plötzlich sind alle so vergesslich... -> Vormundschaft?

wäre das nicht einmal angebracht bei dermaßen viel vergesslichkeit?
als nächstes vergisst gar jemand was eigentlich dieses rote licht an diesem witzigen scharzen objektiv bedeutet, das da so untätig über einer kreuzung hängt.

Tick-Tack

Erst gab es keine investigativen Medien mehr (Spiegel tot), dann wird Deutschland am Hindukusch verteidigt, unsere Partner machen Kriege ohne UN-Mandat, unsere Politiker beeinflussen direkt und persönlich die Medien... Was kommt als nächstes?

und plötzlich ist wieder Faschismus und keiner will es kommen sehen, dass die repräsentative Scheindemokratie sich selbst abschafft.

"ES IST MIR NICHT ERINNERLICH" heisst das im Mafiamilieu!

Anfaenger pf

Nein, das heißt doch immer "Da hab ich keine Wahrnehmung." oder?

erinnern sich nicht

scheint eine berufskrankheit unter politikern zu sein.

wohl eher eine grundvoraussetzung

Einfach nur erbärmlich

Das ZDF, die vierte Gewalt im Staat, zwangsfinanziert durch den Souverän, mit der Aufgabe, die Politik zu kontrollieren, aber kontrolliert durch einen Fernsehrat, der gespickt mit Politikern ist, erinnert sich nicht!

Ich habe NULL Bock, diesen Luschen weiterhin per Zwang Geld zuzuführen.

Pofalla, dieses Subjekt

der müßte eigentlich schon iwo mit Tütenkleben sein Geld verdienen

Ich weiß nicht was man sich in Deutschland so aufregt?

In NÖ berichtet der ORF nur das was der Landeshauptmann (Glatzenbongo Pröll) wünscht und keine Sa. regt sich darüber auf!

Naja, dafür gibts ja die 9 Landesstudios für die jeweilige Politpropaganda.

solche Zustände wollen wir nicht

wenn sich bei Euch keine Sa. darüber aufregt, muss dass ja keine Lektion in Demokratie und Pressefreiheit sein. Ist eher ein Armutszeugnis !

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.