Studiengebühren - eine unendliche Geschichte?

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Die Zeitleiste von derStandard.at zeigt die markantesten Punkte in der Debatte

(Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 8.11.2012. Update am 26.7.2013)

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ein grundstipendium (oder wie auch immer man es benennt) gehört her: 800 euro im monat für ALLE, die einen gewissen studienerfolg nachweisen können bzw. die mindeststudienzeit nicht allzu extrem überschreiten.
in dem fall wären moderate studiengebühren für mich auch vertretbar. allerdings: in einer moderaten höhe bringen sie den unis nicht wirklich was. und in einer nichtmoderaten höhe wären sie unsozial.
der größte skandal ist für mich der, daß stipendien heute vom elterneinkommen abhängig sind. und dadurch haben viele ein problem, sich die studiengebühren zu leisten (nämlich, wenn die eltern gut verdienen, aber ihr kind dennoch nicht oder kaum unterstützen). dieser unfug gehört endlich mal beseitigt.

stipendium als wichtiges kriterium zum lebenslauf

Das trifft den nagel auf den kopf. Ein stipendium sollte eine ehre sein. Wer es nicht hat, sollte sich schaemen. Ich hatte mich immer etwas geschaemt dafuer, eines zu haben, waehrend freunde das ja nicht notwendig hatten.

In den US gehoert ein stipendium als wichtiges kriterium zum lebenslauf.

Könnts ihr bitte nich so lächerlich sein und einfach zahlen - danke

Könnts ihr bitte nich so lächerlich sein und die Hochschulen einfach ausreichend finanzieren - danke

klausi....

kannst bitte gesellschaft als gesamtes begreifen, dich über eine wirklich akademische schicht (die wir im moment n i c h t haben) freuen...mal komplexer nachdenken und es dir auch was kosten lassen? danke

Wir zahlen bereits.

Nennt sich Steuern, Junge.

Nein kann ich nicht - ganz einfach weil ich das Geld nicht hab

Fürs studieren wird man schließlich nicht bezahlt und man hat daher auch kein nennenswertes Einkommen.

Das sagen die die von Ihnen Schutzgeld wollen wohl auch immer?

Studiengebühren

ob der Herr Töchterle in seinerzeit auch Studiengebühr bezahlt hat?

Ja, natürlich er hat Studiengebühren bezahlt (siehe z.B. den standard-Chat mit ihm vom 12. März). Studiengebühren hat es in Österreich bis 1972 gegeben.

Das alte Argument, den diversen Politikern vorzuwerfen, damals selbst keine Studiengebühren bezahlt zu haben, ist in den allermeisten Fällen nur ein Scheinargument. Oftmals wäre ein kurzes Fact-Checking, bevor man mit falschen Aussagen um sich wirft, ganz angebracht.

das gesetz wird also rückwirkend repariert und die unis welche gebühren eingehoben haben dürfen sich freuen. aber was ist mit den unis die keine gebühren eingehoben haben? die werden bestraft weil sie (vermutlich) rechtskonform gehandelt haben. wäre einleuchtend das diese unis den betrag vom bund bekommen. dies wäre allerdings ein faustschlag ins gesicht aller studenten die an anderen unis gebühren bezahlt haben und abgesehen davon äußerst ungerecht.

Bedanken darf man sich beim Minister der die Unis zum Rechtsbruch animiert hatte.

solange deutsche nummerus clausus flüchtlinge hier teilweise 70% der studienplätze besetzen können ist die ganze diskussion für die katz

Studiengebühren: rechtliche Verpflichtung für Eltern

wissen unsere 18jährigen nicht, daß in die Unterhaltspflicht der Eltern auch die Bezahlung ev. Studiengebühren fällt? Eltern haben per Gesetz die Verpflichtung, für die Ausbildung ihrer Kinder aufzukommen, nicht nur bis zum 18., sondern wenn diese dazu fähig sind, bis zur Beendigung des Studiums. Deshalb bekommen sie bis dahin auch die gesetzliche "Kinderbeihilfe" vom Staat. Studierende, informiert Euch!

aber nur bis das Kind eine Ausbildung hat.

Wenn jetzt jemand nach der Lehre studiere gehen möchte, sieht die Sache anders aus. Falls die Eltern dafür nicht aufkommen können sollte natürlich der Staat einspringen.

tolle Sache

und wenn sichs die Eltern nicht leisten können?

Keine Sorge, ich schätze, das wissen die allermeisten Studenten. Nur gibt es dennoch gar nicht so wenige Eltern, die ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen können (mehrere Kinder, Kreditrückzahlungen,..) und/oder wollen (Studium wird als unnötig gesehen, Streit mit Kind,..). Die Betroffenen können ihre Eltern dann nur verklagen, aber das wollen verständlicherweise viele nicht (sofern ihr Verhältnis zu den Eltern noch nicht komplett zerrüttet ist). Ich denke daher, dass man die Abhängigkeit der Studenten von den Eltern eher verringern sollte, indem man jedem Studenten (zumindest innerhalb der Mindeststudiendauer, bei gewissen Leistungsnachweisen) eine Art Grundstipendium oder erhöhte Familienbeihilfe auszahlt.

Während,

die Chinesen eine Hightech-Uni nach der anderen gründen, verkommen wir in ein dämliche katholische Diskussion.

Die korrupte Schüssel-Verbrecherregierung musste halt unbedingt der CSU einen Gefallen tun und sauteure Kalter-Kriegs-Kampfjets kaufen ... das Geld fehlt jetzt u.a. in der Bildung.

Das Geld bei den Eurofighter ist leider weg und nachweinen bringt es auch nicht zurück.

Wenn man die Mindestsicherung von dennen, welche wirklich nicht arbeien möchten, um 50€ reduzieren würde wäre auch mehr Geld für Studentenförderungen da.

Das Problem mit dieser jahrzehntelangen Diskussion ist dass es sich nicht um eine ja/nein Frage handelt. Gäbe es sinnvolle, durchdachte, im Detail ausgearbeitete und funktionale Konzepte zu Verwendung und Finanzierung der Studiengebühren,

dann würde es, das zeigen Umfragen immer wieder, die Diskussion gar nicht geben, denn unter diesen Umständen wären die meisten Studenten bereit die Gebühren zu bezahlen. Realität ist aber dass man zu faul und zu feige ist um sowas konkret auszuarbeiten und auch dazu zu stehen und lieber einen Blankoscheck haben will um nachher gemütlich damit herum zu improvisieren, wofür ihnen wiederum, höchst zurecht, die Studenten den Vogel zeigen.

Wenn hier jemand träge und faul ist und die Arbeit verweigert, dann sind es nicht die Studenten, die haben genug zu tun. Das Klischee vom Partystudenten kommt dadurch zu Stande dass sich durch das Studium andere Lebensrythmen ergeben. JA, die gehen unter der Woche fort weil sie das WE durchgebüffelt haben.

Allerdings gibt es auch unter den Studenten jene

die so an der Ideologie des "freien Hochschulzugangs" festhängen, dass sie jegliche Art von Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren ablehnen. Das Problem dabei ist: das sind genau die, die am lautesten schrein (und in der ÖH sitzen...).

Die Regierung nützt das einfach aus, sobald es um die Unterfinanzierung der Unis geht werfen sie das Wort "Studiengebühren" in den Raum, dann fangen diese Leute an sich furchtbar aufzuregen (anstatt einen konstruktiven Ansatz zu finden) und man hat toll vom Thema abgelenkt und kann das Buget der Unis kürzen.;-)

Ja leider gibt es genügend "Fanatiker" welche sich auf eine Diskussion von Studiengebühren mit fairer Finanzierung gar nicht einlassen und schon durchdrehen wenn Sie das Wort Studiengebühren hören.

Auch wenn Ihr mich jetzt hassend werdet finde ich es sinnvoll, die Studenten der Studienrichtungen welche von der Wirtschaft benötigt weder besser zu unterstützen wie Studenten wo die Chance auf einen Job in dem Studienbereich zu finden sehr gering ist.
Es ist mir nicht sehr wichtig, aber es erscheint mir irgendwie logisch.

Habe auch meine ganze Studienzeit über Studiengebühren berappt.

Und das sogar für ein Studium mit Aufnahmeprüfung wo es immer hieß, dass man dafür bestimmt nie zahlen müsste. An den Bedingungen an der Uni haben die Gebühren genau nichts verbessert, soviel kann ich nach meinen Jahren dort mit Bestimmtheit sagen. Die Bedingungen würden sich meiner Meinung nach nur dann Verbessern, wenn die Politik ernsthaft daran interessiert wäre sie zu verbessern und gemeinsam mit den Unis Pläne dafür ausarbeiten würde. Aber hier wird seit ich denken kann nur gemauert und in Partei-Ideologieschen-Kästchen gedacht. Die Student_innen sind, mit Verlaub gesagt, sowohl der Politik als auch den meisten Rektor_innen völlig egal. MMn würden auch erneute Studiengebühren diese Dynamik nicht ändern...es bedarf weit mehr!

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