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(Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 8.11.2012)
Ausschreibung für Anschubfinanzierung läuft bis 15. Juni
Österreich mit Plus von mehr als zehn Prozent auf Platz zwei hinter Island - Schlusslichter Ungarn und Griechenland - Untersuchung der European University Association
Autonome Gebühren waren rückwirkend saniert worden - Keine Überprüfung des derzeit geltenden Studiengebühren-Gesetzes
Selbst dann noch unter Niveau vieler europäischer Länder - Studiengebühren in Höhe von 1.300 Euro pro Semester nötig, um EU-Schnitt zu halten
63 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren - Erfolgreiche Kooperation zieht Frage nach Zusammenlegung nach sich
Insgesamt fließen 7,4 Milliarden Euro - Kunstuni Linz mit höchster Steigerung
Rektro Badelt: Entweder Zugangsbeschränkungen für deutschsprachige Angebote oder zusätzliche Kapazitäten
Andreas Wöckinger hat beim Höchstgericht gegen seine Gebühren geklagt. Der Jus-Student über das "unmögliche" Vorgehen des Wissenschaftsressorts und die Klagsbereitschaft an den Unis
Ja, natürlich er hat Studiengebühren bezahlt (siehe z.B. den standard-Chat mit ihm vom 12. März). Studiengebühren hat es in Österreich bis 1972 gegeben.
Das alte Argument, den diversen Politikern vorzuwerfen, damals selbst keine Studiengebühren bezahlt zu haben, ist in den allermeisten Fällen nur ein Scheinargument. Oftmals wäre ein kurzes Fact-Checking, bevor man mit falschen Aussagen um sich wirft, ganz angebracht.
das gesetz wird also rückwirkend repariert und die unis welche gebühren eingehoben haben dürfen sich freuen. aber was ist mit den unis die keine gebühren eingehoben haben? die werden bestraft weil sie (vermutlich) rechtskonform gehandelt haben. wäre einleuchtend das diese unis den betrag vom bund bekommen. dies wäre allerdings ein faustschlag ins gesicht aller studenten die an anderen unis gebühren bezahlt haben und abgesehen davon äußerst ungerecht.
wissen unsere 18jährigen nicht, daß in die Unterhaltspflicht der Eltern auch die Bezahlung ev. Studiengebühren fällt? Eltern haben per Gesetz die Verpflichtung, für die Ausbildung ihrer Kinder aufzukommen, nicht nur bis zum 18., sondern wenn diese dazu fähig sind, bis zur Beendigung des Studiums. Deshalb bekommen sie bis dahin auch die gesetzliche "Kinderbeihilfe" vom Staat. Studierende, informiert Euch!
Keine Sorge, ich schätze, das wissen die allermeisten Studenten. Nur gibt es dennoch gar nicht so wenige Eltern, die ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen können (mehrere Kinder, Kreditrückzahlungen,..) und/oder wollen (Studium wird als unnötig gesehen, Streit mit Kind,..). Die Betroffenen können ihre Eltern dann nur verklagen, aber das wollen verständlicherweise viele nicht (sofern ihr Verhältnis zu den Eltern noch nicht komplett zerrüttet ist). Ich denke daher, dass man die Abhängigkeit der Studenten von den Eltern eher verringern sollte, indem man jedem Studenten (zumindest innerhalb der Mindeststudiendauer, bei gewissen Leistungsnachweisen) eine Art Grundstipendium oder erhöhte Familienbeihilfe auszahlt.
dann würde es, das zeigen Umfragen immer wieder, die Diskussion gar nicht geben, denn unter diesen Umständen wären die meisten Studenten bereit die Gebühren zu bezahlen. Realität ist aber dass man zu faul und zu feige ist um sowas konkret auszuarbeiten und auch dazu zu stehen und lieber einen Blankoscheck haben will um nachher gemütlich damit herum zu improvisieren, wofür ihnen wiederum, höchst zurecht, die Studenten den Vogel zeigen.
Wenn hier jemand träge und faul ist und die Arbeit verweigert, dann sind es nicht die Studenten, die haben genug zu tun. Das Klischee vom Partystudenten kommt dadurch zu Stande dass sich durch das Studium andere Lebensrythmen ergeben. JA, die gehen unter der Woche fort weil sie das WE durchgebüffelt haben.
die so an der Ideologie des "freien Hochschulzugangs" festhängen, dass sie jegliche Art von Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren ablehnen. Das Problem dabei ist: das sind genau die, die am lautesten schrein (und in der ÖH sitzen...).
Die Regierung nützt das einfach aus, sobald es um die Unterfinanzierung der Unis geht werfen sie das Wort "Studiengebühren" in den Raum, dann fangen diese Leute an sich furchtbar aufzuregen (anstatt einen konstruktiven Ansatz zu finden) und man hat toll vom Thema abgelenkt und kann das Buget der Unis kürzen.;-)
Und das sogar für ein Studium mit Aufnahmeprüfung wo es immer hieß, dass man dafür bestimmt nie zahlen müsste. An den Bedingungen an der Uni haben die Gebühren genau nichts verbessert, soviel kann ich nach meinen Jahren dort mit Bestimmtheit sagen. Die Bedingungen würden sich meiner Meinung nach nur dann Verbessern, wenn die Politik ernsthaft daran interessiert wäre sie zu verbessern und gemeinsam mit den Unis Pläne dafür ausarbeiten würde. Aber hier wird seit ich denken kann nur gemauert und in Partei-Ideologieschen-Kästchen gedacht. Die Student_innen sind, mit Verlaub gesagt, sowohl der Politik als auch den meisten Rektor_innen völlig egal. MMn würden auch erneute Studiengebühren diese Dynamik nicht ändern...es bedarf weit mehr!
Ich musste mir die Studiengebühren und einen Teil meines Lebenswandels selber verdienen, während ich studiert habe. Es ist gut gegangen, mir ist sogar Geld über geblieben. Es ist also nicht so schlimm. Sicher hängt es von der Studienrichtung ab, aber ich habe eigentlich viele solche Fälle erlebt, die gemeint haben, dass es sehr gut geht. Zudem hatte ich dann nach dem Studium anrechenbare Arbeitserfahrung, das war ein Vorteil.
Solange es die Studeingebühren gegeben hat, war auch irgendwie eine Verbesserung auf der Uni im Service (damals wurden die online Registrierungen eingeführt, etc.) spürbar.
Es ist also nicht so schlimm! Und die Unis brauchen das Geld. Das Geld kommt nicht aus dem Bankomaten, mir würde es jetzt mir Kindern eher fehlen
diejenigen, die tatsächlich im Studium arbeiten müssen und die keine Eltern hinter sich haben, die ihnen alles in den Popo blasen, sind oft diejenigen, die überhaupt kein Problem mit Gebühren haben und nicht dauernd fordern vom Staat und von den anderen durch das Studium getragen zu werden und das alles noch gratis.
ein hoch auf den freien markt. wo jeder in seiner freiheit verrecken kann wenn er es will.
die bereitstellung von bildungseinrichtungen sollte in einem hochentwickelten staat wie österreich eine selbstverständlichkeit sein. wenn es zB sogar das entwicklungsland kuba schafft seine studenten neben dem gratis studium auch noch finanziell zu unterstützen kann das bei uns doch kein problem sein
Ich sehe noch immer keine Begründung, sondern immer nur die Wiederholung derselben normativen Aussage:
"die bereitstellung von bildungseinrichtungen sollte in einem hochentwickelten staat wie österreich eine selbstverständlichkeit sein."
Deshalb nocheinmal meine Frage:
Warum sind Sie der Meinung, dass der Staat die Unis zur Gänze finanzieren *muss*?
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