Verkaufsspekulation zu "Financial Times", Pearson dementiert

Bloomberg spekuliert über Preis von einer Milliarde Pfund

London - Die Londoner Pearson-Gruppe hat Spekulationen über einen anstehenden Verkauf der Wirtschaftszeitung "Financial Times" dementiert. "Wir haben wiederholt gesagt, dass die "FT" ein geschätzter und wertvoller Teil von Pearson" ist, sagte ein Sprecher von Pearson in London. "Wir gedenken nicht, auf Gerüchte, Berichte oder Spekulationen zu unserem Portfolio zu reagieren."

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Dienstag berichtet, Pearson erwäge einen Verkauf der Zeitung und wolle sich künftig auf die schneller wachsende Bildungssparte konzentrieren. Erst vor einer Woche hatten Pearson und Bertelsmann die Verträge zum Zusammenschluss ihrer Verlage Penguin und Random House zur größten Publikumsverlagsgruppe der Welt unterzeichnet. Zur Sparte Financial Times Group von Pearson gehören neben der FT selbst auch Beteiligungen am Wirtschaftsmagazin "The Economist" und dem russischen Finanzblatt "Vedomosti". An der "Financial Times Deutschland" ist Pearson hingegen seit 2008 nicht mehr beteiligt.

Dem Bericht von Bloomberg zufolge könnte die "Financial Times" noch in diesem Jahr zu einem Preis von etwa einer Milliarde Pfund (1,25 Mrd. Euro) den Besitzer wechseln. Demnach würden unter anderem vermögende Privatpersonen aus Russland, dem Nahen Osten oder Asien als Interessenten gehandelt. Auch der Finanzinformationsdienstleister Bloomberg selbst gilt als Kauf-Kandidat. Der Pearson-Sprecher bezeichnete den Bericht jedoch als "falsch". (APA, 7.11.2012)

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