Coca-Cola verheimlichte große Hackerattacke

7. November 2012, 14:59
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Angreifer konnten 2009 unbemerkt Dokumente abfangen - Kurze Zeit darauf Milliarden-Übernahme geplatzt

Getränkehersteller Coca-Cola soll bereits 2009 Opfer einer größer angelegten Hackerattacke geworden sein, bei der Angreifer zumindest einen Monat lang täglich Daten ausgelesen haben. Kurz darauf sei eine Milliarden-Übernahme einer chinesischen Firma geplatzt. Das gehe aus einem internen Bericht hervor, der Bloomberg vorliegt. Coca Cola selbst hatte den Vorfall nicht publik gemacht.

Computer über manipulierte Mail infiziert

Das FBI habe Coca-Cola Anfang 2009 darüber informiert, dass bei dem Hackerangriff Daten zur Übernahme des Getränkeunternehmens Huiyuan Juice Group gestohlen worden seien. Dem Bericht zufolge sei einem Coca-Cola-Mitarbeiter Schadsoftware über einen Link in einer E-Mail untergejubelt worden. Ausgehend von da sei Schadsoftware auf mehreren Rechnern im Netzwerk verbreitet worden, um  Dokumente und E-Mails abzufangen.

Auftragshacker

Das Unternehmen glaubt laut dem internen Bericht, dass dahinter staatliche Auftragshacker steckten. Sicherheitsexperten gehen hingegen davon aus, dass die Angriffe von der chinesischen Gruppe "Comment" ausgegangen seien. Ein Zusammenhang zum geplatzten Deal, der mit 2,4 Milliarden US-Dollar die größte ausländische Übernehme einer chinesischen Firma gewesen wäre, sei denkbar. Einen Beweis dafür gebe es allerdings nicht. China habe Vorwürfe, für den Angriff verantwortlich zu sein, zurückgewiesen. (red, derStandard.at, 7.11.2012)

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    Coca-Cola verheimtlichte einen Hackerangriff, bei dem 2009 einen Monat lang sensible Unternehmensdaten abgefangen worden sein sollen.

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