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Wien/Linz - Der 30-jährige Doktoratsstudent Günter Klambauer von der Universität Linz wurde Dienstag Abend in Wien mit dem "Austrian Life Science Award" ausgezeichnet. Der Bioinformatiker erhält die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für eine Publikation über eine Methode im Zusammenhang mit neuen Sequenziertechnologien ("Next generation sequencing"), die es ermöglichen, das Genom eines Individuums in wenigen Stunden und um weniger als 1.000 Dollar (umgerechnet derzeit 781,25 Euro) zu entschlüsseln.
In seiner Arbeit präsentiert Klambauer eine Methode, mit der sich sogenannte Kopienzahlvariationen - das sind Abweichungen der Anzahl der Kopien eines bestimmten DNA-Abschnittes im menschlichen Genom - basierend auf Daten von "Next Generation"-DNA-Sequenzierern detektieren lassen. Damit könnten Krankheiten, die mit Variationen der Kopienzahl in Zusammenhang stehen - etwa Autismus, Alzheimer und Schizophrenie - mit einem automatisierten Verfahren in sehr kurzer Zeit diagnostiziert werden.
Zwei Anerkennungspreise in Höhe von je 1.000 Euro gingen an Julia Kargl von der Medizinischen Universität Graz und Jürgen Ramharter, der derzeit mit einem Erwin Schrödinger-Stipendium an der Harvard University forscht. Für den von der Zeitschrift "Chemiereport" initiierten und einem Glücksspielunternehmen (Novomatic) gestifteten, im Zwei-Jahres-Rhythmus vergebenen Preis wurden heuer 45 wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich Life Sciences eingereicht. (APA, derStandard.at, 7. 11. 2012)
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