Eurofighter: Pilz erwartet Rückabwicklung des Kaufs

Grünen-Abgeordneter spricht von Spuren zu Parteien in Österreich - Verteidigungsministerium zurückhaltend

Wien - Der grüne Abgeordnete Peter Pilz wertet die jüngsten Ermittlungsschritte und Hausdurchsuchungen in der Causa Eurofighter als Erfolg seiner Partei. In einer Pressekonferenz am Mittwoch zeigte er sich zuversichtlich, dass nun alles auf den Tisch gelange, die verantwortlichen Politiker zur Rechenschaft gezogen werden und es zur Rückabwicklung des Flugzeugkaufs komme.

Pilz sprach er von mehreren Schmiergeldzyklen, die aufgrund seiner Anzeigen zum Gegenstand von Ermittlungen geworden seien. Am Anfang all dessen sei der Eurofighter-Untersuchungsausschuss gestanden. Es gebe auch Spuren zu politischen Parteien in Österreich. Auf Nachfrage nannte er FPÖ und BZÖ. Maßnahmen der Justiz seien hier aber erst im kommenden Jahr zu erwarten, meinte er kryptisch. Auch einen weiterer U-Ausschuss zu dieser Thematik sei möglich.

Der Sprecher von Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) äußerte sich auf Anfrage der APA zurückhaltend. Man müsse die Ermittlungen abwarten, hieß es. Das Verteidigungsministerium stehe jedenfalls für eine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft zu 100 Prozent zur Verfügung, falls das gewünscht sei. Bis jetzt habe es aber noch keine Kontaktaufnahmen seitens der Staatsanwaltschaft gegeben. (APA, 7.11.2012)

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