Joanneum initiiert neues europäisches Museumsnetzwerk

Gemeinsame Ausstellungs- und Bildungsprojekte von "Translocal" sollen mittelgroße Kunstmuseen stärken

Graz - Auf Initiative des steirischen Universalmuseum Joanneum (UMJ) haben mehrere europäische Kunstmuseen das Museumsnetzwerk "Translocal" gegründet. Durch gemeinsame Ausstellungs- und Bildungsprojekte will das Netzwerk die Position der beteiligten Museen stärken und regelmäßig Fragen zur Museumspolitik, Organisation und Kulturfinanzierung diskutieren, hieß es bei der Präsentation des Netzwerkes am Mittwoch.

Die Partnerinstitutionen sind neben dem UMJ mehrere mittelgroße Museen für moderne und zeitgenössische Kunst, die außerhalb von großen urbanen Zentren agieren, schilderte UMJ-Intendant Peter Pakesch.

Aktuell sind es neben dem steirischen Museum das Kunstmuseum Lichtenstein in Vaduz, das Kunstmuseum Stuttgart, das Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb (Suvremene umjetnosti), das Muzeum Sztuki im polnischen Lodsch, das Kumu Art Museum im estnischen Tallin und das zweitgrößte Kunstmuseum der Tschechischen Republik, die Moravska Galerie in Brünn. Mittelfristig rechnet Pakesch mit rund 20 teilnehmenden Museen in den europäischen Regionen.

Qualität und Wettbewerbsfähigkeit erhöhen

Zusammenarbeit und das Zusammenführen von Expertise soll die Qualität, Effektivität und Wettbewerbsfähigkeit der involvierten Institutionen erhöhen und sie außerdem dazu befähigen, an größeren EU-Projekten teilzunehmen. Im Rahmen des Netzwerkes will man aber auch die Rolle der Museen innerhalb der demokratischen Öffentlichkeit diskutieren und Bewusstsein für Fragen der Museumspolitik, -organisation und -finanzierung schaffen.

Unter dem Titel "Translocal Collections" wurde bereits ein Programm für die Mobilität von Kuratorinnen und Kuratoren und Sammlungen initiiert. Mit der Umsetzung von Personal- und Sammlungsaustauschen bis hin zu gemeinsamen Publikationen will man 2014 beginnen. (APA, 7.11.2012)

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