Bank-Austria-"Albtraum": Die größten Probleme sollten behoben sein

7. November 2012, 12:38
  •  Die Bank Austria betreut in Österreich 1,8 Millionen Kunden.

     Die Bank Austria betreut in Österreich 1,8 Millionen Kunden.

Bank-Austria-Chef: "Es wird uns einiges kosten" - Online-Kunden bekommen Gutscheine

Die von tagelangen Pannen im Internetbanking und Zahlungsverkehr begleitete Umstellung auf eine neue IT-Plattform wird die Bank Austria teuer zu stehen kommen. Zu dem dreistelligen Millionenbetrag, der in die Systemumstellung floss, kommen nun Entschädigungen für betroffene Kunden. Alle 700.000 Online-Bankkunden sollen zudem mit Gutscheinen besänftigt werden. Mit welchem Betrag und wo einlösbar, wird demnächst genannt. Bankchef Willibald Cernko nennt noch keine Kalkulationen: "Es wird uns einiges kosten."

Internetforen voll mit Zornschreiben frustrierter Kunden

Bei der Umstellung der Bank-Austria-IT auf die der Konzernmutter UniCredit am letzten Oktoberwochenende ist viel schiefgelaufen. Die Internetforen sind voll mit zornigen Schreiben frustrierter Kunden. Das Onlinebanking stockte wiederholt, Selbstbedienungsautomaten spuckten kein Geld oder keine Auszüge aus, Überweisungen liefen verzögert. Kunden drohten empört mit Abzug.

"Ein Albtraum"

Für Cernko "ein Albtraum", der am Montag, dem 29. Oktober um 11.15 Uhr begann, wie er am Mittwoch gegenüber der APA und dem ORF sagte. Da wurde das am Abend davor hochgefahrene neue System so instabil, dass ein Sicherheitsrisiko bestand und für sechs Stunden abgedreht werden musste.

Dass wegen der IT-Katastrophe auch Kunden verloren gehen, darauf hat sich die Bank einzustellen. "Es werden einige Konsequenzen ziehen, so leid es uns tut. Damit muss ich einfach rechnen, keine Frage", sagte Cernko heute. Aber er sehe auch, dass man der Bank die Treue halte. Sogar Managerkollegen von Konkurrenzinstituten boten Hilfe an.

Software-Update

Eine Abschaltung in der Nacht auf Donnerstag zur Einspielung eines Updates soll Verbesserungen bringen.  Neben technischen Verbesserungen werden auch Erleichterungen in der als zu kompliziert kritisierten Benutzeroberfläche versprochen. So solle die Orderübersicht und das elektronische Zahlungssystem verbessert werden, auch die vielen englischen Ausdrücke werden eingedeutscht. Das heutige Update ist eines von mehreren, das in den nächsten Tagen noch anstehe. Rechtzeitig vor dem Steuertermin (Monatsmitte) muss auch das vor allem für Firmenkunden relevante Finanzamts-Steuerzahlungssystem in Ordnung sein.

Dass die Bank-Steuerungssysteme, also die Systeme für Controlling oder die Risikosysteme, klaglos funktionierten, tröstet die Kunden nur wenig. "Das ist eine schlechte Leistung, die wir da abgeliefert haben", so Cernko. Man werde da nicht zur Tagesordnung übergehen. "Natürlich werden wir uns in einer Manöverkritik wiederfinden, wenn wir aus der kritischen Phase heraußen sind".

"Da geht es nicht um Köpfe"

Allenfalls seien auch Konsequenzen zu ziehen. "Da geht es nicht um Köpfe", so Cernko, aber man werde keine Verantwortungen scheuen. Derzeit brauche man alle Energien für die akute Problembehebung. Seit Dienstag sollten die größten Verbindungsprobleme gelöst sein, meint die Bank.

Eine Rückkehr zum alten IT-System stand nach dem "Go" vom Sonntagabend, dem 28. Oktober, nicht mehr zur Diskussion. Da sei es nur mehr darum gegangen, zu springen.

Das alte IT-System der Bank in Österreich sei über weite Strecken an seinem Lebensende angelangt, betont die Bank. Dass man aus Kostengründen auf größere Tests des neuen Systems verzichtet haben soll, dementierte Cernko heute. "Wir haben ausreichend getestet." Klar sei, dass so ein Projekt immer mit Risiken einhergehe. "Wir haben sauber gearbeitet. Es gibt keinen risikofreien Umstieg." Es gebe auch nichts zu beschönigen. In den nächsten Tagen erwartet er Schritt für Schritt Verbesserungen.

"Details zur Abwicklung der Refundierung von finanziellen Nachteilen"

Wer in den vergangenen knapp zwei Wochen Opfer der IT-Störungen der Bank Austria wurde oder auch in den nächsten Tagen nachweisbare finanzielle Schäden davonträgt, kann reklamieren. Die Bank Austria hat am Mittwoch auf ihrer Homepage "Details zur Abwicklung der Refundierung von finanziellen Nachteilen" veröffentlicht. Es wurde ein Einreichformular online gestellt.

Die Bank macht im Prozedere einen Unterschied zwischen Kunden und Nichtkunden. Betroffene Kunden sollten sich an ihre Kundenbetreuer in den Filialen wenden, alle anderen werden zum Ombudsmann gebeten.

Am Telefon steht eine kostenfreie Hotline offen: 0800 050505, die Fax-Nummer lautet: 050505-8925095. Briefe an die Ombudsstelle der Bank Austria gehen an das Postfach 32.000, 1010 Wien. (APA, 7.11.2012)

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22.11. wieder keine Systemverfügbarkeit Abends

Ich versuche seit Tagen wichtige Überweisungen zu tätigen und immer wenn ich es probiere wird gerade das System upgedatet ....

Die Probleme gehen weiter

Gestern 21.11. und heute 22.11. Abend/Nacht kein Telebanking möglich....

Ich muß dringend Überweisungen tätigen.

Reklame

Wer in den vergangenen knapp zwei Wochen Opfer der IT-Störungen der Bank Austria wurde oder auch in den nächsten Tagen nachweisbare finanzielle Schäden davonträgt, kann reklamieren. Ist auch verständlich und eine gute EInstellung , das man da was zurückbekommen soll wenn man schaden nimmt. Die Bank Austria hat am Mittwoch auf ihrer Homepage "Details zur Abwicklung der Refundierung von finanziellen Nachteilen" veröffentlicht. Es wurde ein Einreichformular online gestellt. Gut das sie das gemacht haben.

Gutscheine vom Onkel Willi

Bitte die avisierten Gutscheine auf weichem rosafarbenen Papier am besten 3-lagig ausdrucken,
und bitte 3 Stück weil sofü brauch i immer.

Gutschein(e) vom Willi

Die avisierten Gutscheine bitte auf weichem rosafarbenen Papier am besten 3-lagig ausdrucken,
und bitte 3 Stück weil sofü brauch i immer.......

12.11.2012

>>Dass man aus Kostengründen auf größere Tests des neuen Systems verzichtet haben soll, dementierte Cernko heute. "Wir haben ausreichend getestet."<<
Es gibt immer noch Fehler - die bei einem Prä-Alpha-Test schon auf gefallen sein sollten. Ist das aureichendes Testen Herr Cernko.

Sorry für die Schreibfehler

...aufgefallen... und ...ausreichendes... und ...?... - Habe wohl schon zu viel mit dem neuen Onlinebanking gearbeitet.

Es wurde ja ausreichend getestet - nur die Probleme, die dabei entdeckt wurden, wurden nicht behoben, oder wie? :D

so ist es

man wußte von Problemen, meinte aber, die mit manuellem Aufwand umgehen zu können. Die Einschätzung war, daß es billiger kommt, in den ersten Wochen mehr manuellen Aufwand zu haben als die Umstellung ein weiteres halbes Jahr zu verschieben. Der 26. Oktober war ja wegen der Feiertagskonstellation der für 2012 letzte Termin. Der nächste wäre erst ich glaube Ostern 2013 gewesen (Weihnachten 2012 wollte man wegen der Belastung für die Arbeitnehmer nicht).

das funktioniert ja noch immer nicht beim überweisen...grrr...

noch besser...

jetzt werden Umsätze doppelt angezeigt, allerdings zeilenversetzt. Zuerst dacht ich ich hab alle Überweisungen doppelt gemacht, in Wirklichkeit sind auch die Gutschriften doppelt.
Das ganze ist einfach nur noch unfassbar....
Jedes seriöse Unternehmen hätte sofort einen Reset gemacht und auf das funktionierende alte System umgeschaltet, das ja als Backup noch laufen sollte.

Diese Bank ist am Ende....

Es ist bedauerlich, dass die Berichterstattung

in diesem Fall weitestgehend den BA-Pressemitteilungen folgt und praktisch keine Informationen liefert, was denn eigentlich wo schiefläuft.

Dem Vernehmen nach steht nämlich keiner der "stotternden" Server in Ö, und kein BA-IT-Mitarbeiter (soweit es dort solche überhaupt noch gibt) ist für ihre Betreuung oder ihren Betrieb zuständig. Ebenso ist das in der Kritik stehende neue Kernbanksystem eine Schöpfung der Unicredit, deren Spezialisten daher auch an den Problemen arbeiten.

Infolge der fehlenden diesbezüglichen Informationen werden in der Öffentlichkeit und hier im Forum die falschen Leute geprügelt, und das ist schade, weil damit weiterhin die Fiktion einer österreichischen Bank "Austria" am Leben erhalten wird.

Bank Austria hat ihre IT-Services an IBM ausgelagert

http://derstandard.at/129782061... an-IBM-aus

... die haben mit dem aber eher nichts zu tun

mit etwas googlen findet man aber die Hintergründe :-)

- es ist wie erwartet :-)

Es funktoniert noch immer nicht!! Stöhn. Wann kriegen die das endlich auf die Reihe?

Ich bin frustriert und von Bank Austria enttäuscht, jedoch...

möchte ich hier mein Mitleid/Mitgefühl für BA-Angestellten, vor allem diejenigen die seit Wochen überarbeitet sind zum Ausdruck bringen, vor Allem die Administratoren (DB, Netzwerk, Backup, Securtiy etc.), Analysten, Tester, Softwareentwickler und die Hotline-Mitarbeiter welche all die negativen Anrufe und Emails beantworten müssen.

Ihr könnt Nichts dafür. Bin auf euch nicht böse.
Hoffe ihr kriegt mal wieder genug Zeit für euch und euren Lieben und könnt euch mal entspannen um mit klarem Kopf wieder arbeiten zu können.

MfG,
BA-Privat-Kunde

Haben Sie schon einmal überlegt,

dass es die von Ihnen aufgezählten Spezialisten (außer den Hotline-Mitarbeitern) in der "Unicredit-Filiale" namens BA vielleicht gar nicht mehr geben könnte?

double plus für borq101

persönlich: noch keine probleme gehabt

habe während der problem zeitspanne einiges an transaktionen gemacht. alles lief ohne störung oder fehler. finde auch die neuerungen gelungen und freue mich wenn die kinderkrankheiten vollkommen überstanden sind.

Bei welcher bank sind Sie denn :)?

Haha - er beliebt zu scherzen!

Unicredit Marketing im Endstadium....

Es funktioniert nichts.
Ich befürchte einen noch größeren Schlamassel als schon bisher.

Wer bei der Bank freiwillig Kunde ist - verdient der Mitleid?

Es gibt noch Menschen, die wechseln nicht alle Monate ihre Bank.

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