Hacker-Gruppe raubt Domain von MegaUpload-Nachfolger

7. November 2012, 12:29
  • Auf kim.com/mega ist die Ankündigung für den Cloud Storage Dienst noch online
    screenshot: kim.com/mega

    Auf kim.com/mega ist die Ankündigung für den Cloud Storage Dienst noch online

Me.ga wurde von einer angeblichen Hacker-Gruppe "entführt" und soll an Universal verkauft werden

Pünktlich zum Jahrestag der groß angelegten Razzia in Kim Dotcoms Haus sollte der MegaUpload-Nachfolger "Mega" launchen. Doch der Start des Online-Dienstes könnte sich nun etwas verzögern. Wie Torrentfreak berichtet, wurde die erst kürzlich von Dotcom erstandene Domain me.ga nun gekapert.

Beschlagnahmung angekündigt

Bevor die Domain Dotcom allerdings abhanden kam, hat sich ein Minister aus Gabun zu Wort gemeldet. Gabun führt sämtliche .ga Domains. Er wolle auf keinen Fall, dass sein Land als Standort für Urheberrechtsverletzungen diene. Er kündigte an, die Domain me.ga zu beschlagnahmen und leitete eigenen Angaben zufolge in die Wege, dass die Domain suspendiert werde. Während der Verdacht nahe liegt, dass die gabunischen oder US-amerikanischen Behörden mit der Domain gerade ihr Unwesen treiben, haben sich Hacker zu Wort gemeldet, die die Domain nun an sich gezogen haben. Sie bezeichnen Dotcom unter anderem als "Megalomaniac" ("Größenwahnsinnigen"). 

Dotcom vermutet US-Regierung hinter dem Coup

Noch bevor Dotcom seine Pläne realisieren wollte und den MegaUpload-Nachfolger gegen Razzien wappnen wollte, indem er ein ähnliches System einzuführen gedachte wie Pirate Bay, wurde die Domain soeben zu Dotcoms größtem Problem. Gabuns Minister Blaise Louembe bezeichnet Cloud Storage Dotcom zufolge als Verbrechen. Neben der gabunischen Regierung greift Dotcom aber auch Vivendi an, ein Unternehmen, zu dem Gabon Telecom gehört. Er beruhigt aber seine Fans und meint, dass man bereits eine alternative Domain habe. Hinter den Machenschaften der gabunischen Regierung vermutet Dotcom allerdings die Vereinigten Staaten. "Mehr als die Hälfte von Gabuns Ölexporten gehen in die USA", spielt Dotcom über seinem Twitter-Account an.

Verkauf an Universal

Eine Hackergruppe namens Omega hat auf einem neu angelegten Twitter-Account geschrieben, dass sie die "wahren Piraten, die wahren Anarchisten" wären. Ihrer Meinung nach würde Kim Dotcom die Menschen ausnutzen und von den Künstlern profitieren wolle. rR sei nicht schlechter oder besser als der Unterhaltungsgigant Universal. Omega behauptet nun im Besitz der Domain zu sein und diese weiterzuverkaufen - bei einem passenden Preis auch an Universal. (red, derStandard.at, 7.11.2012)

Kommentar posten
18 Postings

Domain klauen? Hab ich was verpasst? Ist schon 1. April? Wie soll das gehen, was soll das bringen?

ich ..

bezeichne kim als megablad.....;-))

Eine Hackergruppe namens Omega ist in Russland Ansässig: Omega Hackers Group. Doch die würden laut ihrem Statement derartige Verbrechen niemals begehen. Vermutlich haben amerikanische Hacker deren Identität auch noch geklaut.

Wie Torrentfreak berichtet, wurde die erst kürzlich von Dotcom erstandene Domain me.ga nun gekapert.

der Mann heisst weder Dotcom, noch von dotcom"´!

wie bitte will man eine domain stehlen und dann weiterverkaufen?
was soll das für ein märchen sein?

wo ist das Problem

eine "gestohlene" Website kann ohne Probleme an den rechtmäßigen Owner zurück gegeben werden.

Noch lächerlicher ist es, eine gestohlene Domain zu verkaufen. Das kann nicht gut gehen.

Die Domain gehört den rechtmäßigen Inhaber (in dem Fall Kim) - und er wird sie auch wieder erhalten - außer sie finden irgendwelche Gründe. Aber Domain Hijacking bringt nicht wirklich etwas.

sehr gut! auch wenn die ganze razzia geschichte nicht rechtens war...

...es trifft keinen unschuldigen.

KHG wird von niemanden gelobt, deswegen ist mir gänzlich unverständlich warum dieser finanzbetrüger auf einmal so gehypt wird.

also ich persönlich habe kein problem damit, dass leute die außerhalb gültigem rechts operieren durch missachtung selbigen zur strecke gebracht werden!
sie haben sich ihren spielplatz selbst ausgesucht...

bitte

sie sollten ihren nick auf: "Ich bin der Unschuldige" umbenennen.
es besteht natürlich die unschuldsvermutung:-)

Nur weil ich ihn nicht leiden kann hat Kim jetzt keine Rechte?
Wenn die Polizei beim KHG eine nicht rechtliche Hausdurchsuchung macht, dann werde ich mich für ihn genauso einsetzten!

ich nicht.

Gesetzesbrecher sollen auch wie solche behandelt werden. Zumindest ab einer gewissen Verbrecherklasse... in die sich sowohl KHG als auch Kim zweifelsfrei ein"gekauft" haben.

Und woher wissen sie denn das die zwei Verbrecher sind?
Gab es eine Verurteilung?
Wenn wir nur nach der Volksmeinung gehen, sind wir dann schnell wieder im Mittelalter

gegen den kim gibts genügen verurteilungen...

und der khg hält die dokument zurück was ja quasi schon ein schuldgeständnis ist.

also tschüss baba auf wiedersehen. weg mit den zweien.

und der khg hält die dokument zurück was ja quasi schon ein schuldgeständnis ist.

Trotz allem gilt hier immer noch die Unschuldsvermutung.
Und jetzt überlegen Sie bitte mal was passieren würde, wenn man diese außer Kraft setzt!

ich glaube nicht, dass sich die Hackergruppe tatsächlich die Domain unter den Nagel gerissen hat; denn einerseits prangern sie Universal an und zum anderen würden sie etwas, das ihnen nachweislich nicht gehört Universal doch noch verkaufen. Das sind zu viele Widersprüche, als dass sich dahinter ein vernünftig denkender Mastermind behaupten kann. Ich tippe da eher auf Scriptkiddies, die es ausnutzen, dass sich Anonymus noch nicht zu etwas größeren bekannt hat und damit Eigenwerbung betreiben.

Gut so. So kann er mal von seiner eigenen Medizin kosten. Jetzt müssen Hacker nur noch seine Einnahmen von diesem Nachfolger abzweigen, dann weiß er mal wie es ist in der Musikindustrie zu arbeiten.

Das ist doch hirnrissig, würde sich dann nicht universal strafbar machen wenn sie ein wissentlich gestohlenes Produkt kaufen

Gabun:
Omar Bongo, Präsident von Gabun von 1967 bis 2009
natürlich jedes mal wiedergewählt auf demokratischer Grundlage,
Menschenhandel gibts in Gabun auch nicht.
Verfolgung von Homos auch nicht.
etc etc etc

aber hauptsache die sind vorauseilend gehorsam, sonst kommen die Amis und holen wieder sklaven nachschub

Dann ist es selten naiv sich in einem solchen Land eine Domain zu kaufen und zu glauben, alles würde wie in "zivilisierten" Land zugehen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.