Erste Tests und Benchmarks vom Nexus 4: Gutes Display, schwacher Akku

  • Im Akku-Test schneidet das Nexus 4 nicht gut ab. Dafür überzeugt das Smartphone mit seinem Display.
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    screenshot: anandtech

    Im Akku-Test schneidet das Nexus 4 nicht gut ab. Dafür überzeugt das Smartphone mit seinem Display.

Objektive Benchmark-Tests zeigen: Der Akku des Geräts hält nicht mit gängigen Smartphones mit

Der Verkauf des Nexus 4 startet in Österreich offiziell am 19. November. Im Gegensatz zum Kampfpreis von 349 US-Dollar wird das Gerät hierzulande satte 549 Euro kosten, also etwas mehr als 200 Euro teurer. Inzwischen haben sich einige US-Medien das Nexus 4 genauer angeschaut, darunter Gadget-Experte Walt Mossberg von AllThingsD.

Dynamische Zeit

Wie Mossberg am Anfang richtig betont, kommt das LG-Smartphone von Google zu einer sehr dynamischen Zeit: Apples iPhone 5 verkauft sich noch relativ gut, Microsoft kommt mit einem neuen Betriebssystem und zahlreichen neuen Geräten, um den Markt etwas aufzmischen. Für Mossberg hat das Nexus 4 alles in allem "einige nette Features", es sei aber mehr eine "Evolution denn eine Revolution". 

Kritikpunkte Speicher und LTE

Was Mossberg am meisten stört ist aber die Abstinenz von zwei Features, die seiner Meinung nach wichtig wären: Die Unterstützung von LTE und ein größerer Speicherplatz bzw. die Möglichkeit, diesen zu erweitern. Die am aufdringlichsten beworbene Fähigkeit des Nexus 4, nämlich 360-Grad-Kameraaufnahmen zu machen, habe nicht zufriedenstellend funktioniert, so Mossberg. Mehrere Foto-Tests hätten eher schwache Resultate ergeben, zudem seien die Fotos nur auf Google+ teilbar, ein Verschicken per Mail liefert nur statische Bilder. 

Display übertrifft gängige Smartphones

Was dem Autor positiv auffiel ist das gute Display des Geräts, welches mit seiner Auflösung Apples iPhone 5 übertrumpft, wenn auch nicht in der Pixeldichte. Auch im objektiven AnandTech-Test schneidet das Display gut ab. Vor allem die Schwarzwerte und der Kontrast übetreffen viele gängige Smartphones. Das Handy fühle sich gut in der Hand an, obwohl es 20 Prozent dicker und 24 Prozent schwerer als das iPhone 5 ist. Die Frontkamera mit 1,3-Megapixel als auch die Kamera auf der Rückseite mit 8 Megapixel nehmen scharfe, lebendige Fotos und Videos auf. Allen Fotos können direkt nach dem Auslösen Filter verpasst werden.

Schwacher Akku laut AnandTech

Einen formalen Akkulaufzeit-Test hat Mossberg nicht durchgeführt, bei mäßiger Nutzung habe das Handy aber einen ganzen Tag gehalten. Das Aufladen funktioniert kabelfrei mittels Adapter, ähnlich wie beim Nokia Lumia 920. Die Pads zum Aufladen werden aber nicht verkauft. AnandTech bestätigt in einem ausführlichen allerdings die Berichte anderer Tester: Die Akkulaufzeit des Nexus 4 kann nicht mit anderen Smartphones mithalten. Das Gerät hielt bei eingeschaltetem WLAN, einer Display-Leuchtstärke von 200 Nits und regelmäßigem Laden von Websites nur 4,18 Stunden. Im Vergleich dazu führt das iPhone 5 mit 8,19 Stunden die Smartphone-Akku-Charts an. Autor Brian Klug verweist auf seinem Twitter-Account aber darauf, dass es sich nicht um die finale Version handle, diese komme am 13. November.

Schneller Prozessor, flotte Performance

Spricht man am Telefon, so Mossberg, hat man einen klaren Sound. Die Lautsprecher des Geräts seien allerdings eher schwach. Das Handy sei sehr flott, was vor allem durch den schnellen Prozessor und eine neue Android-Version begünstigt wird. Mossberg selbst empfindet das Nexus 4 als gutes Handy, das allem voran relativ günstig ist. Android-Usern empfiehlt er allerdings andere Modelle, die LTE unterstützen und bessere Lautsprecher haben. (red, derStandard.at, 7.11.2012)

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