Tote bei Anschlägen im Nordwesten Pakistans

7. November 2012, 09:59

Selbstmordanschlag auf belebtem Markt in Peshawar mit sechs Toten - Bei Bombenanschlag im Distrikt Kummar starb ein weiterer Mensch

Peshawar - Ein Selbstmordattentäter hat im Nordwesten Pakistans einen hochrangigen Polizisten und fünf weitere Menschen mit in den Tod gerissen. Der Täter habe sich auf einem belebten Markt in der Provinzhauptstadt Peshawar neben dem Auto des Ermittlungsbeamten in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Bei einer weiteren Bombenexplosion auf einem Markt im Distrikt Kurram wurde ein Mensch getötet.

Bei der Explosion der bis zu acht Kilogramm schweren Bombe in Peshawar starben der Polizist, sein Fahrer, ein Wachmann und ein zufällig vorbeilaufender Passant. Zwei weitere Menschen, die sich in der Nähe befanden, seien später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte der Sprecher. Etwa drei Dutzend weitere Menschen wurden ebenfalls in die örtliche Klinik gebracht, wie der Klinikchef sagte. Mehrere davon befänden sich in einem kritischen Zustand.

Die mächtige Explosion zerstörte auch mehrere Autos und Läden auf dem Markt. Die Menschen in Peshawar sind in letzter Zeit häufig Ziel solch tödlicher Attacken gewesen, die den aufständischen Taliban angelastet werden. Die Sicherheitskräfte haben in der vergangenen Woche ihre Aufstandsbekämpfung im benachbarten Stammesgebiet Khyber verstärkt.

Unterdessen explodierte ebenfalls eine weitere Bombe auf einem Markt. Bei der Detonation im Distrikt Kurram, einem der sieben Stammesgebiete, seien ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt worden, sagte ein örtlicher Beamter. Keine Gruppe übernahm zunächst die Verantwortung dafür. (APA, 7.11.2012)

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