Intercell schreibt nach neun Monaten Verluste

7. November 2012, 08:39
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Auftrag vom US-Militär dürfte sich im Schlussquartal positiv auswirken

Wien - Der börsenotierte Impfstoffhersteller Intercell bleibt in den roten Zahlen und hat im dritten Quartal zudem unter schleppenden Verkäufen seines wichtigsten Produkts Ixiaro, ein Mittel gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis, gelitten. In den ersten neun Monaten 2012 schrieb das Unternehmen einen Verlust von 14,6 Mio. Euro nach einem Minus von 20,6 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Umsatz blieb mit 25,6 (25,9) Mio. Euro stabil. Im dritten Quartal brach der Umsatz allerdings um 41 Prozent auf 4,4 (7,5) Mio. Euro ein, der Verlust betrug 7,5 Mio. nach 7,8 Mio. Euro.

Ixiaro-Verkäufe brechen ein

Im Gesamtjahr 2012 erwartet Intercell einen Nettoverlust von 20 bis 24 Mio. Euro, wurde in einer Pflichtmitteilung am Mittwoch bekräftigt. Intercell hatte bereits Mitte Oktober seine Guidance gekappt, bis dahin war ein Minus von 15 bis 20 Mio. Euro erwartet worden, nach einem Verlust von 29,3 Mio. Euro im Jahr 2011. Der Imfpstoff Ixiaro hätte heuer ein zusätzliches Umsatzwachstum von 8 bis 10 Mio. Euro bringen sollen, nach Angaben vom Oktober geht der Vorstand aber nur mehr von zusätzlichen 5 bis 7 Mio. Euro aus.

In den ersten neun Monaten 2012 beliefen sich die Umsatzerlöse aus Ixiaro-Produktverkäufen auf 18,2 Mio. Euro nach 15,5 Mio. Euro. Im dritten Quartal kam es allerdings zu einem Rückgang auf 3,5 Mio. nach 5,1 Mio. Euro, Grund seien verspätete Bestellungen und "höher als erwartete In-Market-Lagerbestände in der Nachreisezeit", wie es heute heißt.

Der Betriebsverlust der ersten neun Monaten verringerte sich auf 10,4 nach 19,2 Mio. Euro, im dritten Quartal betrug der Betriebsverlust 5,6 nach 6,7 Mio. Euro.

Kürzlich habe Intercell seine bisher größte Ixiaro-Bestellungen vom US-Militär erhalten. Die Umsätze im vierten Quartal dürften sich infolgedessen auf 8,5 bis 10,5 Mio. Euro belaufen nach 6,1 Mio. Euro im Schlussquartal 2011 - so die Sicherstellung bzw. Auslieferungsfreigabe zeitgerecht erfolgt. Das US-Militär habe vor, die Impfraten seiner Soldaten und deren Angehörigen, die in Japan und Südkorea leben, zu verbessern; Intercell will davon profitieren. Das Mittel Ixiaro ist derzeit in mehr als 30 Ländern zugelassen. (APA, 7.11.2012)

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