Demokraten erzielen Erfolge bei Senatswahl, Republikaner im Repräsentantenhaus

7. November 2012, 03:47
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Senat: Wackelige Sitze verteidigt und zuvor unabhängigen Sitz erobert - CNN: Republikaner dominieren in großer Kammer

Washington - Erste Erfolge für die US-Demokraten bei den Parlamentswahlen: Die Partei von Barack Obama hat am Dienstag (Ortszeit) in mehreren Staaten Sitze im Senat verteidigt, die als wackelig galten.

Senator Ben Nelson wurde in Florida nach Angaben des TV-Senders CNN wiedergewählt. In Connecticut konnte Chris Murphy einen nach dem Rücktritt eines Unabhängigen frei gewordenen Sitz für die Demokraten erobern. Murphy setzte sich gegen Linda McMahon, Ex-Chefin des Wrestling-Konzerns WWE, durch.
In Maine eroberte der Unabhängige Angus King einen Sitz, der durch den Rücktritt einer republikanischen Senatorin frei geworden war. Es wird erwartet, dass sich King im US-Senat in Washington der Fraktion der Demokraten anschließt.

Um die Kontrolle über den US-Senat zu übernehmen, müssten die Republikaner vier Sitze hinzugewinnen. Sollte Mitt Romney die Präsidentschaftswahl gewinnen, reichen drei zusätzliche Sitze für die Mehrheit.

Republikaner kontrollieren weiter Repräsentantenhaus

Nach Einschätzung des Fernsehsenders CNN werden die Republikaner auch nach der Neuwahl aller 435 Sitze das US-Repräsentantenhaus kontrollieren. Eine Serie von Schlüsselwahlkreisen sei zu ihren Gunsten ausgegangen, hieß es. Die größere der beiden Kammern des Kongress war 2010 zu den Republikanern gewechselt. Der Senat dürfte nach ersten Einschätzungen allerdings in den Händen der Demokraten verbleiben. Sollte der Kongress gespalten bleiben, droht eine politische Blockade wie in den vergangenen beiden Jahren.

Nach den US-Wahlen zieht wieder ein Mitglied des Kennedy-Clans in das US-Parlament. Joseph Kennedy III., Großneffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, holte in einem Wahlbezirk in Massachusetts einen Sitz für das Repräsentantenhaus, wie die Internetzeitung "politico.com" berichtete. Der 31-Jährige ist Absolvent der Elite-Universitäten Stanford und Harvard. Er übernimmt den Wahlbezirk von dem beliebten Demokraten Barney Frank, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Kennedys Wahlsieg wird von US-Demokraten als Rückkehr der Dynastie auf die politische Bühne gefeiert. Zuletzt hatte Patrick, ein Sohn des verstorbenen Senators Edward Kennedy, sein Mandat im Repräsentantenhaus Ende 2010 niedergelegt. Zum ersten Mal seit 64 Jahren hatte damit vorübergehend kein Mitglied des Kennedy-Clans ein politisches Amt in Washington bekleidet. (APA, 7.11.2012)

 

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