Wie Narkosemittel wirklich wirken dürften - Warum Blindmäuse nie an Krebs erkranken - Was tatsächlich zur letzten Eiszeit führte

6. November 2012, 20:53
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Wie Narkosemittel wirklich wirken dürften

Obwohl Narkosemittel täglich tausendfach in der modernen Chirurgie zum Einsatz kommen, wusste man wenig darüber, wie sie eigentlich wirken. Das könnte sich nun dank einer im Fachblatt PNAS veröffentlichten Studie von US-Forschern ändern: Narkosemittel lassen offenbar das Bewusstsein schwinden, indem sie die wellenförmige neuronale Kommunikation im Gehirn zusammenbrechen lassen. (tasch)

Abstract
PNAS: Rapid fragmentation of neuronal networks at the onset of propofol-induced unconsciousness

Warum Blindmäuse nie an Krebs erkranken

Während gewöhnliche Ratten und Mäuse schon nach ein paar Jahren sterben, können die unterirdisch lebenden Blindmäuse mehr als 21 Jahre alt werden. Ein Grund: Sie bekommen niemals Krebs. Nun haben Wissenschafter herausgefunden, warum das so ist: Wurden Blindmaus-Zellen durch Chemikalien zum anormalen Wachstum angetrieben, setzten sie Interferon frei, einen Signalstoff des Immunsystems, der kollektiven Zelltod auslöst. Dieser verhindere im Tier, dass Krebs entstehe, schreiben die Forscher in PNAS. (tasch)

Abstract
PNAS: Cancer resistance in the blind mole rat is mediated by concerted necrotic cell death mechanism

Was tatsächlich zur letzten Eiszeit führte

Eine gewaltige Schmelzwasserflut legte vor 12.900 Jahren den Golfstrom still und ließ damit die Nordhalbkugel innerhalb kurzer Zeit wieder vereisen. Entscheidend für diesen dramatischen Klimawechsel war nicht nur die Menge des Schmelzwassers, sondern auch, wo dies geschah. Forscher berichten nun in PNAS, dass das nicht auf der Höhe des Sankt-Lorenz-Stroms passierte, sondern viel weiter nordwestlich als bisher angenommen.

Abstract
PNAS: Meltwater routing and the Younger Dryas

(tasch, DER STANDARD, 07.11.2012)

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