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Eines vorweg: Es ist unterstützenswert, dass die Redakteure der ORF-Radio-Information um ihre Unabhängigkeit besorgt sind. Im Falle der Neubestellung des Radio-Innenpolitik-Chefs scheint es aber, als würden Rechnungen mit dem Radiodirektor beglichen - auf Kosten eines Kandidaten. Das ist, gelinde gesagt, unschön.
Die Redakteure sagen, dass der Kandidat, den der Radiodirektor will, sachlich nicht qualifiziert sei. Gleichzeitig wird lanciert, dass vor der Nationalratswahl wohl ein "Roter hineingedrückt" werden solle - worauf die Redakteure in ihrer Resolution wiederum indirekt Bezug nehmen.
Obwohl sie betonen, es gehe ihnen nicht um "Einzelpersonen": Genau so sieht es leider aus. Dass sich der Mann seit Jahren in einem Führungsjob bewährt, wird übergangen. Dass er bisher nie als Erfüllungsgehilfe begehrlicher Politiker auffällig geworden ist, kommt nicht zur Sprache.
Aufbegehren ist überlebensnotwendig, wenn Informations- und Meinungsfreiheit auf dem Spiel stehen. Auch das Misstrauen der Redakteure gegen den Bestellmodus ist, aus Erfahrung, berechtigt. Aber der Tonfall, in dem gegen einen Kollegen zu Felde gezogen wird, ist befremdlich. Denn für Außenstehende ergibt das ein grobes Bild von ORF-Journalistenmarionetten, die politisch "rot" oder "schwarz" ticken - je nachdem aus welchem Landesstudio sie kommen oder welcher Abteilung sie angehören. Dieses Bild ist falsch - und schadet letztlich allen. (Petra Stuiber, DER STANDARD, 7.11.2012)
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der die Wahrheit einfach (im parteipolitisch gewünschten Sinn) umdreht. Die Darstellung in der Resolution ist klar, nachvollziehbar und keineswegs diffamierend, aber sie argumentiert, und das ist der Punkt, der kritisiert wird. Z.B., dass Hearing-Ergebnisse geheim bleiben müssen oder dass Innenpolitik im Hearing KEIN (!) Kriterium war. Warum wohl?! Und dann beruft man sich auf das Hearing-Ergebnis, es ist unglaublich!
Genauso unglaublich wie dieser Artikel!
darauf schauen, das man zufällig grad in der richtigen ist."
Qualtinger, wenn ich mich nicht irre, anno 1965.
Sparen könnte man sich Kommentare über den ORF, bis an diesem Zustand irgendwas geändert hat.
Im ORF NÖ wird es auch niemandem auffallen, dass Kollege X ein ÖVP A....kriecher ist, auch wenn das für den Rest der Welt sichtbar ist.
Und wie hat sich dereinst ein Bekannter von mir, der damals bei ORF-W war, geoutet: "beim ORF Wien kommst du nur rein, wenn du rot oder schwul bist. Und du wirst mir doch nicht unterstellen, ein roter zu sein"...
zu klären bleibt aber immer noch, warum der standard-ressortzuständige herr fidler in der ersten reihe der weinzettl-diffamierer mitritt!
Noch einmal:Führungsposten bei Stadtsender qualifiziert eben nicht für Leitung der gesamten IPO-Berichterstattung a l l e r ORF-Radios, also: Ö1, Ö3 und Bundesländer. Das ist ein Schlüsselposten vor Wahljahr 2013. Readktion hat beim Öffentlich-Rechtlichen nun mal Mitspracherecht.
Auf welche Quelle bezieht sich der Kommentar? In der offiziellen Resolution der ORF-Redakteure ist übrigens keine Rede von "Punzierzung" des Kandidaten: http://derstandard.at/135026031... nbesetzung
1. es qualifiziert natürlich nicht automatisch, es disqualifziert aber auch niemanden automatisch!
2. als leiter der hd1 innenpolitik ist man den landesstudios sicher nicht vorgesetzt. die machen schon noch ihre eigenen nachrichten (nacht ausgenommen).
3. also wenn das keine punzierung sein soll, was dann?
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