Dreikampf um Präsidentenamt wird zum Duell

Opposition und Parteiunabhängiger wollen gegen Regierungskandidatin ihre Kräfte bündeln

Seoul - Im Rennen um das Präsidentenamt in Südkorea werden die Karten neu gemischt: Aus dem bisherigen Dreikampf wird aller Voraussicht nach bald ein Zweikampf. Die größte Oppositionspartei und das Lager des parteiunabhängigen Kandidaten Ahn Cheol-soo wollen ihre Kräfte bündeln und mit einem gemeinsamen Kandidaten gegen Park Geun-hye von der regierenden konservativen Saenuri-Partei antreten.

Darauf verständigten sich Ahn und der Kandidat der Demokratischen Einheitspartei (DUP), Moon Jae-in, am Dienstag in Seoul, wie aus Parteikreisen verlautete. Wer von den beiden Mitte-Links-Kandidaten auf die Kandidatur verzichten müsste, steht allerdings noch nicht fest. Die Präsidentenwahl ist am 19. Dezember.

Die Absprache zwischen Moon (59) und dem Hochschulprofessor Ahn (50), einem populären, aber politisch unerfahrenen Gründer eines Software-Unternehmens, kam nicht ganz unerwartet. Bei einem Dreier-Rennen könnte die Konkurrentin Park Umfragen zufolge am Ende siegen, da sich ihre beiden stärksten Gegner gegenseitig Stimmen wegnehmen würden.

Die 60 Jahre alte Park ist eine Tochter des früheren Diktators Park Chung-hee. Der jetzige Präsident Lee Myung-bak, dessen fünfjährige Amtszeit im Februar 2013 endet, kann nicht wiedergewählt werden. (APA, 6.11.2012)

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