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Luxor - In Ägypten ist eine Lehrerin wegen eines Übergriffs auf unverschleierte Schülerinnen zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das entschied am Dienstag ein Gericht in der Stadt Luxor. Die Lehrerin hatte zwei muslimischen Grundschülerinnen die Haare abgeschnitten, weil die sich geweigert hatten, Kopftuch zu tragen. Sie selbst trägt Kopftuch und Gesichtsschleier.
In Ägypten gibt es seit dem politischen Erfolg der Islamisten immer mehr selbst ernannte Religionspolizisten. Ägyptische Frauen, die sich nicht verschleiern, klagen verstärkt über Belästigungen durch Salafisten. Erst vor wenigen Tagen versuchten Fanatiker in der Stadt Suez, dem Sohn eines Gemüsehändlers die Hand abzuhacken. Damit wollten sie ihn dafür "bestrafen", dass er ein Mitglied ihrer Gruppe zur Rede gestellt hatte. Im Sommer wurde ebenfalls in Suez ein Student von Bärtigen ermordet, weil er mit seiner Verlobten spazieren gegangen war. (APA, 6.11.2012)
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Immerhin hat das Gericht die Lehrerin verurteilt, sich somit also GEGEN deren Versuch, sich als fundamentalistische Religionspolizistin zu betätigen, gestellt.
Und es ist zu hoffen, daß die Justiz weiterhin so verfährt, daß die Gesetzeslage ihr diesen Zugriff erlaubt etc..
Erstaunlich auch, wie viele sich offenbar auf die Seite einer Militärdiktatur stellen. Ich frage mich, ob diese Poster sich dasauch für Österreich wünschen würden? Geschichtlich gesehen hätte man dieser Bevölkerung hier ja auch Unreife hinsichtlich Menschenrechten und Freiheit attestieren können...
Es bleibt bei vielen wohl auch unberücksichtigt, wie sehr die Militärdiktatur den Islamisten de facto genützt hat, sich als "saubere" Alternative zu vermarkten...
6 Monate auf Bewährung und ihren Beruf als Lehrerin darf sie wohl auch weiter ausüben... - Nach diesem Urteil war sie sicher einsichtig und wird sich in Zukunft als reintegrierte Exstraftäterin ab sofort tolerant gegenüber anders denkenden verhalten.
...schön wärs.
meinen Sie, daß der dann danach schuldeinsichtig wäre? Immerhin hat im vorliegenden Fall eine Gerichtsverhandlung stattgefunden - und sie ist verurteilt worden.
Sechs Monate auf Bewährung sind eigentlich gar nicht so wenig. Was hätte die in Österreich erhalten? Berufsverbot? Ich glaube, sie hatte dann behauptet (stimmen wird es nicht, aber wie das beweisen?), daß es ein "Scherz" gewesen sei. Und so ließe sich das Berufsverbot mit dieser Schutzbehauptung wohl umschiffen
Als vergleichbarer Fall fiele mir hier nur der mit den Amish-Bartabschneidern aus den USA ein:
http://derstandard.at/134749318... in-den-USA
So drakonische Strafen gibt es aber eben nicht überall...
Man sieht, der sanfte, warme Wind des arabischen Frühlings bringt den Menschen endlich Demokratie, Freiheit und Aufklärung. Die freien Völker sind gut beraten, diese Umstürze - pardon, diese Befreiungsbewegungen - weiterhin weltweit mit aller Kraft zu unterstützen.
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