Lehrerin wegen Übergriffs auf unverschleierte Schülerin verurteilt

Schnitt Mädchen ohne Kopftuch Haare ab - Immer mehr Islamisten üben Selbstjustiz

Luxor - In Ägypten ist eine Lehrerin wegen eines Übergriffs auf unverschleierte Schülerinnen zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das entschied am Dienstag ein Gericht in der Stadt Luxor. Die Lehrerin hatte zwei muslimischen Grundschülerinnen die Haare abgeschnitten, weil die sich geweigert hatten, Kopftuch zu tragen. Sie selbst trägt Kopftuch und Gesichtsschleier.

In Ägypten gibt es seit dem politischen Erfolg der Islamisten immer mehr selbst ernannte Religionspolizisten. Ägyptische Frauen, die sich nicht verschleiern, klagen verstärkt über Belästigungen durch Salafisten. Erst vor wenigen Tagen versuchten Fanatiker in der Stadt Suez, dem Sohn eines Gemüsehändlers die Hand abzuhacken. Damit wollten sie ihn dafür "bestrafen", dass er ein Mitglied ihrer Gruppe zur Rede gestellt hatte. Im Sommer wurde ebenfalls in Suez ein Student von Bärtigen ermordet, weil er mit seiner Verlobten spazieren gegangen war. (APA, 6.11.2012)

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