Sicherheitslage in Libyen bleibt gespannt

6. November 2012, 17:36

Demokratisierungsprozess durch Rivalitäten zwischen Milizverbänden behindert

Tripolis/Wien - Ein Jahr nach dem Tod von Muammar al-Gaddafi ist Libyen weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Dabei bleibt die Lage angespannt: Immer wieder kommt es zu Gefechten zwischen Milizen wie zuletzt am Wochenende in Tripolis.

Eine Diskussionsrunde der Österreichischen Orient-Gesellschaft Hammer-Purgstall und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Standard-Redakteurin Gudrun Harrer analysierte am Montagabend den mit Hindernissen gepflasterten Weg Libyens in die Demokratie, wo das Supreme Security Committee (SSC) des Parlaments die Sicherheitslage nur teilweise unter Kontrolle hat.

Augenscheinlich wurde die nach wie vor brisante Lage am 11. September. Damals wurde das US-Konsulat in Bengasi angegriffen und US-Botschafter Christopher Stevens getötet. Die US-Geheimdienste hätten die Bedrohungsszenarien eklatant unterschätzt, so die einhellige Meinung der Diskutanten. Trotz der brisanten Sicherheitslage mache das Land politische Fortschritte. Der neue Premier Ali Zidan muss nun die politischen Kräfte des Landes zusammenführen - eine schwere Aufgabe, hat er doch als Konsenskandidat bisher nur eine geringe Hausmacht vorzuweisen. (gian/DER STANDARD, 7.11.2012)

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bani walid: guter artikel über das misstrauen zwischen den bewohnern..

..und den milizen, die die stadt kontrollieren:

http://www.libyaherald.com/2012/11/0... opulation/

Ich verstehe eure Ungeduld nicht ...

Libyen befindet sich erst seit einem Jahr in einem Demokratisierungsprozess. In Europa hat es mehrere Generationen gebraucht, ich schätze das es bei uns 10-20 Jahre braucht da die libysche Bevölkerung zum Großteil sehr offen ist. Sicherlich haben wir unter Gaddafi viele Vorteile gegenüber anderer arabischen Staaten genossen, aber wisst ihr eigentlich das man in Libyen aufgrund der heruntergekommenen Krankenhäuser nur ins Ausland gefahren ist um sich behandeln zu lassen? Das beste Hospital im reichsten Staat Afrikas war schlechter als eine mittelmäßige Tierklinik in Deutschland. Das ist Fakt!

jetzt hören sie doch auf mit dem blödsinnigen Demokratiegeschwafel. darum ging und geht es doch gar nicht.

"(...) Demokratiegeschafel (...) darum ging und geht es doch gar nicht"

Das musst du nicht betonen: selbstverständlich geht es Menschen wie dir NIE um Demokratie sondern immer nur um Ideologie.

Der kampf um das Öl geht weiter. Für frankreich hat sich der Einsatz bereits gelohnt. 35 % des libyschen Öls anstatt 15 % zu früher. Klar das Italien jetzt den bach runtergeht.

"Trotz der brisanten Sicherheitslage mache das Land politische Fortschritte."

Die da wären? Wäre interessant zu wissen.

Der wichtigeste Schritt vorab: Libyen ist keine Diktatur mehr.

Was heißt da es ist keine Diktatur mehr?
Eine Übergangsregierung die nicht vom Volk gewählt wurde hat ein Parlament gewählt das nicht vom Volk bestimmt wurde.

Vielleicht ist es keine Diktatur mehr. Aber von einer Demokratie ist Libyen weit entfernt.

Eine Diktatur ist es sehr wohl, solange keine Partizipation möglich ist (außer mit Kalashnikov und Schlimmerem rumzufahren, rumzuballern und dabei eine Fahne des neuen Regimes zu schwenken)

Der Politische Fortschritt besteht offensichtlich darin

dass nach der Ermordung von Gadaffi einen äusserst unangenehmer Mahner ruhiggestellt gibt.

Ja es ist Ruhig geworden, wie wahr, totenstille.

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