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Ex-Late-Night-Talker Hermes Phettberg ist nicht gewillt, in der Mitte der Gesellschaft sein Leben aufzugeben. Eine Fotoausstellung dokumentiert das.
Dem genialen Late-Night-Talker der 90er-Jahre, Hermes Phettberg, ist eine Fotoausstellung gewidmet. Die Sportjournalistin Nina Strasser hat das Leben des Intellektuellen und "Elenden von Wien" in Bildern festgehalten, die sich gegen das Vergessen stemmen. Nach krankhafter Esssucht und Abkehr der Öffentlichkeit, nach zwei Schlaganfällen und radikaler Abmagerung zeigen die Fotografien einen wachen, aber gezeichneten Menschen, der nicht gewillt ist, in der Mitte der Gesellschaft sein Leben aufzugeben.
Nicht nur die Fotoreportage ist ein Lebenszeichen des zuletzt von Kurt Palm filmisch Porträtierten. Hermes Phettberg schreibt seine Predigtdienste im Falter. Seinen Kommentaren kann man auf Twitter folgen oder auf www.phettberg.at. Freier Eintritt. (afze, DER STANDARD, 7.11.2012)
FotoSecession, Rechte Wienzeile 85, 1050 Wien, Mo-Do 16-18 Uhr, Eröffnung heute, 20.00. Bis 14.11.
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Nachdem die Lesung "ALLES ERSCHLECKLICHE" im 21er Haus im Februar leider krankheitsbedingt ausfallen musste, findet sie nun morgen (10.4) um 19.30 Uhr endlich statt! Da Hermes Phettberg nur mit Mühe sprechen und nur mit äußerster Mühe lesen kann (Schlaganfall-Folge) wird Hannes Benedetto Pircher in dessen Beisein aus Hermes Phettbergs Buch "Alles Erschleckliche" lesen.
Ort: 21er Haus (Schweizergarten, Arsenalstraße 1, 1030 Wien)
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bahn: Station "Quartier Belvedere"
S-Bahn: Station "Quartier Belvedere"
Straßenbahn: D (Station "Quartier Belvedere"), 18 und O (Station "Quartier Belvedere")
Bus: 69A (Station "Quartier Belvedere")
U-Bahn: U1 (Station "Südtirolerplatz")
Nikolo-Lesung mit Hermes Phettberg in der Buchhandlung Löwenherz, 9., Berggasse 8.
Beginn: 20 Uhr
Unter dem Dirigat von Hermes Phettberg performiert Hannes Benedetto Pircher Texte von Hermes Phettberg aus dem jüngst im Sensationsverlag (Oktober 2012) erschienenen Band »Alles Erschleckliche! - Ausgewählte Texte«.
weil der von Nick "Endolin" gepostete Link schon etwas nach hinten gerutscht ist, und die Foto-Ausstellung ja nur noch 3 Tage (nächste Woche Mo-Mi) läuft,
hier noch einmal der Link:
http://www.fotoquartier.at/phettberg.html
(Mo-Mi 16-18 Uhr)
Von den Bildern sind ja ein paar Beispielbilder angeführt, insgesamt sind, glaub ich, so ca. 25 dort, alles schöne Schwarz-Weiß-Bilder, aber vor allem find ich die Ausstellung sehenswert wegen der total gelungenen Foto-Zitat-Kombinationen!
Die Fotos hängen an der Wand, und zu jedem Foto gibt es ein Zitat von Hermes Phettberg, das am Boden drunter angeklebt ist, ein Zitat gibts noch ohne Foto außerdem.
Morgen (DI) und (MI) jeweils von 16-18 Uhr ist die letzte Gelegenheit. Einfach zur U4 Pilgramgasse fahren, dann ist man de facto schon dort. (Eintritt frei.)
wenn du zwar intelligent, aber kein arschloch bist,
dann bleibst du in unserer wunderbaren gesellschaft wie man so unschön sagt über.
ich wünsche einem der intelligentesten und geradlinigsten wiener alles gute
Sein Twitter Account ist Gold. Intelligente Aussagen, teilweise kann er einem leid tun.
"Nie redet wer mit dir innig! Du musst dein leben ableben und dann ist es aus."
Einen Schlaganfall wünsch ich kaum einem, mehrere erst nicht.
Ein Begnadeter ist vor Jahren gegangen, ein Schatten geblieben.
Fürs Auftreten ist es doch wurscht, wie lang eine/r noch leben wird. Der Tod kann jede/n jederzeit ereilen. Und wenn du die Bilder, Videos von ihm nach seinen Schlaganfällen (schon einige Jährchen her jetzt) mit heute vergleichst, hättest du dir damals wahrscheinlich auch kaum gedacht, dass er heute wieder so (relativ gut) beinander ist.
Das Problem wäre eher, dass er nicht mehr mühelos flüssig und deutlich sprechen und lesen kann und ermüdet - aber am Fühlen und Denken haperts nicht!!! Geh doch mal zu ihm und unterhalt dich mit ihm - brauchst vermutlich Eingewöhnungszeit, aber das Niveau von seiner Moderatorenzeit hat er heute mit Sicherheit auch (mindestens!), also keine Rede von "Schatten" - das nervt einfach schon, diese hohle Phrase.
Ah, ok. Ich hab vor einigen Monaten mal versucht was Aktuelles von ihm zu finden und bin da nur auf Twitter gestoßen und konnte mir kein wirkliches Bild von seinem Status machen. Wär schön, wenn er wirklich fiter ist. Ich kannte eben aus den letzten Jahren nur die Zeit kurz nach den Schlaganfällen und das war halt traurig.
Bei relativ gut liegt die Betonung auf "relativ". Im Vergleich zu der Situation damals halt ist er auf alle Fälle wesentlich fitter. Aber mit Sicherheit ist er geistig wach und rege- auch wenn es beim ersten Eindruck bzw. wenn man ihn nur von der "Nette Leit Show" von früher kennt, nicht so wirkt wegen seiner Sprach- und Leseschwierigkeiten (er kann nur noch mit Mühe lesen, aber ganz gut "blind" tippen - allerdings kaum bemerken, wenn er dabei eine falsche Taste erwischt).
Wie er die letzte Zeit so verbracht hat, kannst du in der Gestion nachlesen. Und am 6. Dezember ist seine Nikolo-Lesung (Hannes Benedetto wird Texte von ihm lesen, Hermes Phettberg wird anwesend sein) in der Löwenherz-Buchhandlung. http://www.phettberg.at/visitenkarte
ECHT ist er immer noch schon gewesen und nicht FALSCH und an dicken fetten Spiegel hat er dargestellt weil er nicht gwusst hat wie er sonst mit seiner sensiblen Intelligenz umzugehen hat. Kein Heiliger. ABER ein MENSCH wie er in keinem Buche steht bisher. Liebe = Hermes.
Phettberg war nie ein starker. Er ist nie überheblich gewesen und hat sich selbst immer mit viel Selbstironie gesehen. Nie hätte er sich selbst als Genie bezeichnet, wie sie behaupten. In den 90ern war (Pop-)kulturell viel möglich und da wurde er in die Öffentlichkeit gespült. Er hat damals seine 15 Minuten sicher genossen, ist aber nie abgehoben. Phettberg ist ein Unikat, ein besonderer komplizierter Mensch mit besonderen Problemen, Schwächen und Verletzungen und es war schön, dass auch so jemand für kurze Zeit ganz vorne auf der Bühne stand, als er die Schatten mit seinem Humor und Charisma für kurze Zeit überspielen konnte. Seinen zwangsläufigen Niedergang hat das eher verschlimmert als verhindert, aber lächerlich ist daran gar nichts.
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