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München - Die bayerische Staatsregierung macht das Feiern in der Disco leichter und erschwert es auf der Straße: Bei der Kabinettssitzung am Dienstag wurden zwei Gesetzentwürfe beschlossen, mit denen ein Kompromiss der Regierungsparteien CSU und FDP umgesetzt wird. Demnach darf in den Nächten vor den meisten stillen Feiertagen nun bis 02.00 Uhr getanzt werden. Im Gegenzug dürfen die Kommunen den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen von 22.00 bis 06.00 Uhr verbieten, wenn es dort Probleme gibt.
"Das sind in den letzten Jahren nicht nur Ruhestörungen gewesen, sondern vielfach auch Gewalttaten", sagte Landes-Innenminister Joachim Hermann (CSU) nach der Kabinettssitzung in München.
Es habe in manchen Gemeinden leider eine Zunahme von Alkoholexzessen gegeben. Dabei gebe es einen klaren Zusammenhang von Alkohol und Gewalt: "Die Hälfte der Gewalttaten wird in alkoholisiertem Zustand verübt." Die FDP hatte lange die Lockerung des Tanzverbots verlangt, im Gegenzug dafür aber der Einschränkung des öffentlichen Alkoholkonsums zugestimmt. (APA, 6.11.2012)
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aus irgendeinem grund war ich in den letzten jahren - zufällig - öfter mal am karfreitag oder zu allerheiligen in München, und ich war jedesmal aufs neue über diese altbackenen tanz- bzw. musikverbote entsetzt.
und als ich das dann (feixend) freunden in Hessen und Thüringen erzählte, meinten die ganz betreten: "bei uns ist das aber auch so" ...
Daraus folgt: "Die Hälfte der Gewalttaten wird in nüchternem Zustand verübt." Logische Konsequenz dieser Tatsache wäre: Die einen dürfen nicht mehr saufen, die anderen müssen saufen. Dann gäbe es keine Gewalttaten mehr! ;-)))
http://www.fr-online.de/rhein-mai... 87338.html
Aber Hauptsache was geredet!
in österreich wurde wegen eines "stillen katholefeiertags" ein internationales eishockeymatch verboten, dann aber doch erlaubt - allerdings ohne zuseher! an solchentagen darf sich auch nicht kathole nicht amüsieren...soviel zu nichtunterschieden zwischen bayern und österreich
nicht in den meisten übrigen Bundesländern, vielleicht in gar keinem anderen Bundesland außer Kärnten.
Als Katholik brauche ich ein solches Gesetz nicht, und ich glaube auch nicht, daß sich ein solches Gesetz lange halten wird.
Umso mehr war ich erstaunt, daß im Kärntner Landtag auch FPÖ oder BZÖ und auch die SPÖ dieser Regelung zustimmte. Keine dieser Parteien ist religiös, und die meisten Kärntner sind auch traditionell nicht sehr kirchenverbunden, sondern gelten als "antiklerikal", so wie auch die FPÖ als antiklerikal gilt. Als kirchenverbunden gelten dagegen viele Kärntner Slowenen, aber das nur nebenbei.
Kinder, die hart, gefühllos und gewalttätig erzogen werden, denen Gehorsam und Fügsamkeit als höchste Werte eingetrichtert werden (in der Familie oder in Institutionen), werden später eher Alkoholiker.
Ach ja, sie werden später auch mit großer Sicherheit Gewalttäter.
Schade Schade. Das war ja nur ein eingeschränktes Tanzverbot.
Ich spekulierte schon amüsiert, als ich die Schlagzeile las, das doch recht katholische Bayern hätte seinerzeit Nägel mit Köpfen gemacht, und das Tanzen, das ja lange Zeit als Werk des Teufels galt (und in Bayern vlt: gilt), kurzerhand verboten gehabt.
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