Take 2-Chef: Spiele für PS4 und Xbox 720 werden nicht teurer

  • Trotz moderner Technik sollen Spiele künftig nicht teurer werden.
    foto: ubisoft

    Trotz moderner Technik sollen Spiele künftig nicht teurer werden.

Bessere Technik könnte sich sogar positiv auf die Entwicklungskosten auswirken.

Die nächste Spielkonsolengeneration von Sony und Microsoft wird realistischere Grafik und auch insgesamt technisch aufwändigere Games ermöglichen. Aber bedeutet dies, dass die Produktion der Werke teurer wird? Take 2-Chef Strauss Zelnick, unter dessen Führung Spiele wie "Grand Theft Auto 4", "Bioshock" oder "L.A. Noire" erschienen sind, glaubt nicht daran. "Wir müssen unsere Produktionsbudgets für die nächste Generation nicht aufstocken.", ließ Zelnick laut Videogamer im Rahmen einer Investorenkonferenz wissen.

Einsparungen möglich?

Während die Kosten mit dem Wechsel von PlayStation 2 auf PlayStation 3 und Xbox 360 explodierten, könnten neue Technologien dafür sorgen, dass die Produktion sogar günstiger wird. "Wir glauben nicht, dass die Produktion von Spielen viel teurer mit der Next-Gen wird. In vielen Bereichen könnte die Produktion sogar einfacher werden, je nachdem welche Technologien zum Einsatz kommen.", so Zelnick. Den Studios dürfte beispielsweise entgegenkommen, dass sowohl PS4 als auch Xbox 720 gerüchteweise auf eher konventionelle PC-Hardware setzen werden. Vor allem die Cell-Architektur der PS3 sorgte in den ersten Jahren für einen Mehraufwand bei den Entwicklern. (zw, derStandard.at, 6.11.2012)

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24 Postings
blödsinn

nichtmal der wandel zu digital wurde (trotz wegfallender produktionskosten und händlern) um keinen cent günstiger

Tatsache ist...

...dass der Produktionsaufwand und die Produktionskosten bisher ständig gestiegen sind, während die Halbwertszeit der Software immer kürzer wird. Pro Jahr kommen mindestens 15 sogenannte AAA-Titel heraus, Sequels folgen teilweise in einem einjährigen Zyklus.
Kompensiert wird dies durch das Beibehalten bzw. Teilen von Game-Engines für mehrere Produktionen sowie durch vermehrten Fokus auf Multiplayer-Inhalte und DLCs, die die Spieler länger an ein Spiel binden.

Nichtsdestotrotz stürzen viele Entwickler in den Ruin, wenn nicht ein gewisser Absatz erreicht wird. Und diese Messlatte ist bei den aktuellen Produktionskosten ziemlich hoch!

Was reden die alle immer von Next Gen spielen, die PS4 und Xbox werden sich nur an die Pc Leistung von heute anpassen.
Wenn die Konsolen dann rauskommen gibts für den PC schon längst bessere Technik, wenn nicht schon jetzt

ich weiß net, wenn ich bedenk, dass tony hawk für die ps2 auch fast 1000 schilling gekostet hat und heutige spiele auch bis zu 70€ kosten, seh ich die preisexplosion nicht? (Gut der Schnitt der Preise lag wohl bei 500-600S)

Inflationsbereinigt sind Konsolenspiele verglichen mit alten SNES-Modulen sogar noch ein Schnäppchen. Ein Final Fantasy auf der SNES hat seinerzeit locker 1.500 Schilling gekostet.

Die "Preisexplosion" sieht man aber im Vergleich zum PC. Dort kosten Neuerscheinungen etwa 40 Euro. Wenn's ganz toll ist, dann 50 Euro. Battlefield 3 ist meines Wissens nach das einzige PC-Spiel, welches seit seinem Erscheinen 60 Euro kostet. Da ist die Konsole mit ihrem Standard-Einstiegspreis von 70 Euro vergleichsweise teuer.

Sie meinen wohl "als erschien" kostete battlefield 3 soviel
Ich hab vor einigen Monaten selbiges für pc um 30 Euro erstanden
Natürlich die Limited Edition
Die addons sind ja was eigenes
Außer Sie meinen Premium - das kostet 59,90 ja - beinhaltet aber auch alle DLCs mit erscheinen :)

Also als ich das letzte Mal nachgesehen habe (vor 1 Woche?!?), da war die ganze normale Vollversion des Spiels mit 59,90 beziffert.

Die Battlefield-Serie ist ja bekannt dafür, daß sie bis zuletzt am Vollpreis festhalten.

das problem ist, dass die neue technik trotzdem keine eigenständigen texturen/modele erzeugen können. der aufwand wird eher größer als geringer. egal wie gut die dks der engines sind.

Eine Software wie "Subversion" von Introversion würde hier enorm dabei helfen - die Techdemos die man davon auf Youtube sieht, sind sehr interessant.

Da werden Städe mit Gebäuden, Stockwerken und Inneneinrichtung völlig automatisiert und sogar sehr schnell generiert - eine kleine bibliothek für Texturen und Materialen (und wie diese beschaffen sein sollen). Wird wohl auch noch drin sein - es gibt genug Algorithmen um Texturen zu erstellen: Wolken, Holz, Metall.

Bei einem Spiel wie GTA ist es im Grunde völlig egal wie die Stadt aussieht oder bei einem Survival-Spiel wie Day Z.

Also Minecraft mit signfiikant mehr Detailgrad.

"Bei einem Spiel wie GTA ist es im Grunde völlig egal wie die Stadt aussieht oder bei einem Survival-Spiel wie Day Z."
Da könnten die Ansichten wohl nicht mehr auseinander gehen: mag sein dass Generik in der Nachfolge eines "Operation Flashpoint" noch funktioniert, wo es wohl einfach eher darum geht weite Landstriche architektonisch angemessen zu befüllen, doch bei einer Satire wie GTA geht es doch auch darum wie die Architektur individuell aussieht. Das ist schließlich kein "SimCity 3000 World Edition" mit vielleicht drei verschiedenen Gebäude-Sets...
Genau so wenig kann ein BioShock mit Bauhaus funktionieren -

das kann vielleicht für 3d touren oder reine kulissen(wie hagane schon sagt) funktionieren. aber echte "levels" und deren objekte wird man damit nicht zusammenbringen. weil da einfach sehr viel feinarbeit gemacht werden muss, die eine software, nach heutigen maßstäben, einfach so noch nicht antizipieren kann. da gehts ja auch um andeutungen und referenzen im design.

sobald der spieler mit der spieleumgebung interagiert dann ist da nichts mehr mit prozedural erzeugtem.
wenn man beispielsweise so eine stadt als kulisse braucht weil man zb drüber fliegt oder durchfährt und man nichts weiter braucht dann ists in ausnahmefällen brauchbar. aber sobald es komplexer wird und darauf an kommt räume zu schaffen die dem gamplay und der narration dienlich sind wirds immer darauf rauslaufen dass sich gamedesigner und grafiker zusammen setzen und das von grund auf entwickeln.

Nachtrag:

Das hier z.B.
http://www.youtube.com/watch?v=J30i0gABfS8

Aktuell liegt das Projekt aber auf Eis.

Ich werde nicht müde zu betonen dass die menschliche Schaffenskraft dabei offensichtlich längst an einem Zenit angelangt ist. Das heißt: neue Engines werden daran auch nichts ändern können und das in dieser Generation schon bei Download-Titeln wie

"Daggerfall" mit der Unreal Engine 3 zu sehen gewesen. Mit der Vierten wird da nicht das Geringste anders sein -
Spannender wird werden denke ich, welche Großproduktionen von heute die Zukunft überhaupt noch bringen wird und wie lukrativ da etwas weiterhin ist: bei "Assassin's Creed III" laufen die Credits 25 Minuten glaub ich, wobei ich bis zum Catering meine gefühlt 1000-1500 Namen gelesen zu haben.
Erinnere ich mich an die hiesige Rezension wird der Aufwand der etwa für die Integration von Gay's "Beggar's Opera" da bloß am Anfang getrieben wurde überhaupt nicht goutiert, geschweige denn gewürdigt: das Publikum kauft die Spiele zwar (noch), rennt aber in ein paar Minuten da zum Beispiel durch und kriegt vom Theater keineswegs etwas mit...

das theater war der hammer! ich habs mir lange angesehen ;)

Daggerdale.

Das die Entwicklungskosten nicht steigen, mag sein. Schade nur, dass das an den steigenden Spielepreisen nichts ändern wird.

Mir wäre ein Konsolenspiel maximal 10€ wert ...

wenns wirklich gut ist, 15€

Ein neuer BMW wäre mir auch € 2.000 wert ... aber irgendwie reagiert BMW nicht auf meine Wünsche ;-)

ich kauf nur gebraucht auf amazon oder alte

ob ich fifa08 oder fifa12 spiele mit einem Kumpel ist mir plunzen...fifa08 kostet aber nur 8 EUR....

ich bin mir sicher, dass nach deinem Post die Spieleentwickler ihre Preisgestaltung überdenken werden

"..., könnten neue Technologien dafür sorgen, dass die Produktion sogar günstiger wird."

Neue Technologien und der Umstand, dass diverse Ausbildungsstätten inzwischen immer mehr Leute die für Berufe in diesen Bereich ausgebildet sind auspucken. Also sinken Löhne und Lohnkosten.

Ned unbedingt. Spieleentwickler haben noch nie viel verdient, speziell WEIL es keine besondere Ausbildung dafür gab. Wenn das ganze nun mit akademischen Graden daherkommt, wird das die Gehälter nicht unbedingt senken. Und was man von dieser Ausbildung die die dort bekommen zu halten hat, ist die nächste Frage - Spieleentwicklung lebt in erster Linie von Kreativität, und die ist nicht erlernbar.

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