Plantrans ist endgültig pleite

6. November 2012, 13:59
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Gescheiterte Expansion nach Bosnien als "Sargnagel" - Sanierungsversuche vergeblich

Klagenfurt - Das Oberkärntner Bauunternehmen Plantrans mit Sitz in Obervellach (Bezirk Spittal/Drau) ist endgültig pleite. Die nach einem Insolvenzantrag im Dezember vergangenen Jahres angestrebte Sanierung ist missglückt, am Dienstag musste endgültig Konkurs angemeldet werden. Die Überschuldung liegt laut Kreditschutzverband von 1870 bei 6,2 Mio. Euro, zuletzt war nur noch ein Lehrling beschäftigt worden. Die Zahl der Gläubiger wird mit 390 angegeben.

Einem Vermögen von 2,8 Mio. Euro stehen 9 Mio. Euro an Verbindlichkeiten gegenüber, die zweite Rate für den Sanierungsplan in der Höhe von 900.000 Euro konnte nicht mehr aufgebracht werden. Sie hätte aus dem Verkauf eines Steinbruchs in Bosnien finanziert werden sollen, es wurde jedoch kein Käufer gefunden. Die vor einigen Jahren erfolgte Expansion nach Bosnien-Herzegowina erwies sich letztlich als Sargnagel für das Unternehmen, das vor einem Jahr noch mehr als 130 Mitarbeiter beschäftigte.

Gleichzeitig mit der Plantrans musste auch die Schwestergesellschaft Plantrans Handels- und Projekt GmbH Konkurs anmelden, die die Beteiligung an dem Steinbruch verwaltete. Das Unternehmen ist bereits geschlossen, die Höhe des Vermögens wird mit 1,9 Mio. Euro beziffert, die Außenstände belaufen sich auf 6,2 Mio. Euro. (APA, 6.11.2012)

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