Das Rennen hat begonnen

7. November 2012, 05:25
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Wahllokale in mehreren hart umkämpften Staaten geöffnet - appes Votum über künftigen Präsidenten erwartet - Auch im Kongress werden die Karten neu gemischt

Washington - In den USA hat am Dienstag die Präsidentenwahl begonnen. Die Wahlentscheidung dürfte denkbar knapp ausfallen. Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney liegen fast gleichauf. Vor allem in den sogenannten Swing States, wo sich die Wahl entscheiden dürfte, deuten die meisten Erhebungen auf ein historisch enges Rennen hin.

Wahllokale öffneten in der Früh gegen 6 Uhr Ortszeit in den zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney hart umkämpften Staaten New Hampshire und Virginia sowie in New York, New Jersey, Connecticut, Indiana, Kentucky, Maine und Vermont. Der Demokrat Obama und der Republikaner Romney liegen laut Umfragen in der Wählergunst dicht beieinander, Obama wurde nach letzten Befragungen minimal in Führung gesehen.

Erstes Detailergebnis

Das erste Ergebnis liegt bereits vor: Im Dorf Dixville Notch im US-Staat New Hampshire erhielten Obama und Romney jeweils fünf Stimmen. Damit kam es dort erstmals in der Geschichte zu einem Patt. Vor vier Jahren ging Dixville Notch noch mit 15 zu sechs an Obama. Die Ortschaft nahe der kanadischen Grenze eröffnet traditionell den Abstimmungsreigen.

Auch im Örtchen Hart's Location ebenfalls in New Hamsphire gingen die Wähler bereits in den ersten Minuten des Wahltags an die Urnen. Obama gewann hier mit 23 zu 9 Stimmen.

Wahlkampf bis zuletzt

Ein heiserer Obama rief seine Anhänger bei einer Abschlusskundgebung auf, bis zur letzten Minute für einen Sieg zu kämpfen. "Es kommt jetzt auf jeden von uns als Bürger an", sagte er am späten Montagabend (Ortszeit) in Des Moines in Iowa. Romney rief die Wähler in Manchester (New Hampshire) auf, sie sollten sich anschauen, was in den vergangenen vier Jahren passiert sei. "Der Präsident hat 'Change' versprochen, aber der Wandel wird nicht an Reden gemessen", sagte Romney. "Er wird an Ergebnissen gemessen."

270 Wahlmänner notwendig

In den USA stimmen die Bürger nicht direkt über ihren künftigen Präsidenten ab. Vielmehr entscheiden sie über Wahlmänner und -frauen ihres Staates, die dann an ihrer Stelle den Staatschef küren. Für den Einzug ins Weiße Haus muss ein Kandidat 270 der 538 Stimmen im Wahlmännergremium erhalten.
Auch im Kongress in Washington werden die Karten neu gemischt: Zur Wahl stehen alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 33 der 100 Mitglieder des Senats. Darüber hinaus finden eine Vielzahl von Referenden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Die letzten Wahllokale schließen nach europäischer Zeitrechnung Mittwoch früh in Alaska. (APA, 6.11.2012)

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