Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Auf Weihnachtsmärkten und in ganzjährig geöffneten Gastgärten beliebt: Das Heizschwammerl.
Wenn Gastgärten auch bei Minusgraden gut besucht sind, steht meistens ein Heizstrahler darin. Die im Volksmund als Heizpilze bezeichneten Geräte bringen ernstzunehmende Folgen für Umwelt und Energieressourcen mit, meint der Unternehmer und ehemalige Grünen-Funktionär Günter Strobl. Über eine Online-Petition will er die Bürger und in der Folge die Politik von einem Verbot der Strahler überzeugen.
"Heizpilze und andere Formen der Außenheizung sind eine unglaubliche Energieverschwendung. Insbesondere vor Lokalen hat die Anzahl dieser Außenheizungen in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ein einziger Heizpilz kann bis zu 14 Kilowatt Leistung benötigen - das entspricht der Heizleistung für eine über 100 Quadratmeter große Wohnung", erklärt Strobl auf der Petitionswebsite change.org. Darüber will Strobl 10.000 Unterschriften und per Nationalratsbeschluss ein österreichweites Verbot der "sinnlosen Energieverschwender" erreichen.
Wie viele Heizschwammerl pro Winter in Österreich aufgestellt werden, ist mangels Genehmigungspflicht nicht bekannt. Laut Strobls Beobachtung sind es aber zu viele. Weil die Strahler nicht nur viele Ressourcen verbrauchen, sondern pro Stunde auch bis zu 3,5 Kilogramm Kohlendioxid abgeben, ruft der Unternehmer zu einem Boykott der Lokale und dem "Führen einer schwarzen Liste" auf. Immerhin entspreche diese Belastung an Treibhausgasen einem Kleinwagen, der im Jahr 20.000 Kilometer unterwegs ist, rechnet Wolfgang Khutter, stellvertretender Leiter der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), in einem Bericht von diepresse.com vor.
Eine private Schwarzliste für Wien hat Strobl in Form eines Qype-Guides bereits gestartet - darunter sind prominente Innenstadtlokale wie das Café Landtmann und Plachuttas Gasthaus zur Oper sowie der halbe Naschmarkt. Bis Dienstagnachmittag hatte Strobl etwas mehr als 600 Mitzeichner von seiner Petition überzeugt, mehr als 9.300 weitere will er noch erreichen. (red, derStandard.at, 6.11.2012)
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Damit es zu Hause auch schön warm ist, bedarf es einer Heizmöglichkeit, die im Idealfall nicht nur den Frost aus der Wohnung vertreibt, sondern auch kostengünstig und arm an Schadstoffabfällen ist
Stadt will mit zentralem Kontrollsystem "Energieverbräuche sichtbar machen"
Global 2000 zeigt anhand von Fallbeispielen, wie mit thermischer Sanierung massiv Energiekosten gespart werden können
Auch bei der Sanierung von Häusern ist die Anhebung zum Plusenergie-Standard möglich
Bürger beteiligen sich finanziell an Solaranlagen
Gas und Strom für immer mehr Menschen unerschwinglich - Heizkostenzuschuss hilft, aber ohne Effekt auf Energieverbrauch
Quecksilber und Seltene Erden: Trotz giftiger und wertvoller Bestandteile hapert es bei Entsorgung der Lampen
All diese Maßnahmen trafen bei den meisten Konsumenten nicht auf Gegenliebe
Umrüstung der öffentlichen Beleuchtung ab 2015 Pflicht - Teure Investitionen kommen auf Kommunen zu
Das Aufstellen und Betreiben dieser sog. Heizpilze, ist ein ähnlich haarsträubender, natur- und umweltverachtender, ressourcenverschwendender, geistloser Anachronismus
wie die (nach wie vor) weltweit stattfindenden, von Massen und unkritischer Medienmeute
hochumjubelten Formel 1-Rennen.
Da hat jeder das verbriefte Recht auf ein 500PS Auto und eine 300m2 Wohnung zu zweit.
Und wenn er dann im Winter alle Fenster offen stehen lässt - darf man net mal die Polizei holen.
Glühlampen sind da natürlich das Böse im Schafspelz.
Wenn dann unter einem Heizpilz 2+ Personen stehen ist das schon energiesparender als wenn eine davon allein im Auto rumkutschiert.
Dennoch fände ich es gut wenn das umweltfreundlicher abgeht... Feuerkörbe, o.ä. mit Holz wär ja CO2 neutral - und sogar wesentlich lauschiger. Ist aber wahrscheinlich in jeder Hinsicht verboten.
Da müssen Lösungen her - und keine Verbote.
Diese Heizpilze wären eigentlich dazu da, dass man die Raucher dort rauchen lässt anstatt im Lokal. Leider hat die österreichische Politik das nach wie vor nicht durchschaut und hört weiterhin auf das Geraunze irgendwelcher Gastwirte. Erbärmlich.
Im geparkten Auto darf man auch nicht den Motor laufen lassen. Gassenheizer sind in etlichen Städten bereits verboten worden. Und das mit gutem Grund: Denn solange wir unsere Energieprasserei zu 3/4 auf endlichen Energiequellen betreiben, kann es nicht moralisch sein, die begrenzten Ressourcen noch schneller zu verbrauchen, nur damit die Leute draußen sein können wie im Sommer. Wenn es eine Lebensmittelknappheit gibt, lässt man die Leute ja auch nicht in Milch baden.
...das "recht auf eigentum".
natuerlich darf sich jeder ein 500 oder gar 1000PS auto kaufen: er wird ja auch auf die abgase besteuert wie net g'scheit. einerseits.
wenn man aber andererseits bedenkt, dass der feinpartikel-ausstoß der dieselmotoren in den letzten 30 jahren um 99% gesenkt wurde und ein moderner 500PS benziner weniger abgase produziert als noch vor 30 jahren ein 80PSer, dann tun sich auch hier voellig neue relationen auf.
natuerlich kann immer "NOCH MEHR" eingespart werden und die eu gibt da durchaus am motorsektor auch regeln vor, aber ihre beispiele "heizen bei offenem fenster" und "300m² zu zweit" sind eindeutig NICHT durch verbote behebbar ohne buergerrechte wie in einer diktatur einzuschraenken.
und ich hab keine Lust, die Sicherheit meines Computers zu gefährden, nur um nachzusehen, was Herr Strobl da geschrieben hat.
Auch das Unterzeichnen der Petition ist nur mit Javascript möglich. :-( Es lebe der Fortschritt! Meine Stimme kriegt er so leider nicht.
...zit.: "oesterreich importiert atomstrom, der auch fuer die heizpilze verwendet wird."
zit 2.: "ueber die schaedlichkeit der heizpilze muss ja nicht mehr diskutiert werden".
eins ist falsch, 2 ist gelogen.
typisch gruen-fundi: keine ahnung, das dafuer aber mit vehementer praepotenz und selbstgefaelligkeit.
... hier einige wenige links dazu:
http://www.ecofascism.com/
http://fr.wikipedia.org/wiki/%C3%... cofascisme
http://en.wikipedia.org/wiki/Eco-fascism
http://www.thecommentator.com/article/1... co_fascism
nur für den anfang...
Schön, dass dieses Thema endlich öffentlich diskutiert wird!! Wichtig wäre vor allem, dass die Kunden den Wirten mitteilen, was sie von diesen Heizstrahlern halten und die Auswahl der Lokale danach gestalten. Dann würd sich diese Energieverschwendung von alleine abstellen...
überlegen sie sich mal wer da wen anfäult und leute auf grund der meinung persönlich beleidigt.
wenn einem die argumente ausgehen muss man halt rum schimpfen schon klar. die nächste stufe wäre dann "hinprackn" , das ist hier zum glück nicht möglich.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.