Federspiel tritt in Tirol für FPÖ an

6. November 2012, 13:01
36 Postings

Strache: "Freue mich über positive freiheitliche Familienzusammenführung" - Federspiel war 1998 aus der Partei ausgeschlossen worden

Innsbruck - Die FPÖ und Rudi Federspiel haben am Dienstag in Hinblick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr in Tirol ihre Wiedervereinigung gefeiert. "Ich freue mich über die positive freiheitliche Familienzusammenführung", sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Innsbruck.

Die Idee zur Zusammenführung sei in Tirol geboren worden, eine aus Wien verordnete "Paartherapie" hat es laut Strache nicht gegeben. Federspiel war 1998 aus der Partei ausgeschlossen worden und danach mit einer eigenen Liste in Innsbruck angetreten.

FPÖ will Platz zwei in Tirol

Die Bündelung der Kräfte bedeute eine "wirkliche Verstärkung", sagte Strache. Jetzt würden die Freiheitlichen den Anspruch auf den zweiten Platz "im Heiligen Land Tirol" stellen. Federspiel sei "ein Steher" und habe Charakter und werde sicher nicht beim ersten Gegenwind in die Knie gehen.

Landesparteiobmann Gerald Hauser freute sich ebenso, die Wiederaufnahme Federspiels habe im Landesparteivorstand eine "100-prozentige Zustimmung" bekommen. Federspiel, der den zweiten Platz auf der Landtagsliste belegen werde, stehe für "Recht und Ordnung"und habe sich auch als Touristiker einen Namen gemacht. Hauser will "mit dieser Mannschaft" den zweiten Platz bei der Landtagswahl erreichen und "aus der Stärke heraus" nach der Wahl in die Regierung kommen.

Parteiausschluss wegen Kritik an Haider

Laut Federspiel wurde bereits länger an der Zusammenführung gearbeitet, es habe mehrere konstruktive Gespräche gegeben. Vor der Innsbrucker Gemeinderatswahl Mitte April sei es jedoch noch nicht gelungen, sagte Federspiel. Er habe jedenfalls vor, in "alter Manier" zu kämpfen.

Federspiel war im Februar 1998 wegen parteischädigenden Verhaltens aus der FPÖ ausgeschlossen worden. Er hatte den Führungsstil des damaligen Parteichefs Jörg Haider heftig kritisiert. 2000 trat er zum ersten Mal mit einer eigenen Liste in Innsbruck an. Bei der vergangenen Gemeinderatswahl Mitte April erreichte Federspiel mit seiner gleichnamigen Liste 7,91 Prozent der Stimmen und drei Mandate. (APA, 6.11.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Reunion in Tirol. Rudi Federspiel tritt wieder für die FPÖ an, nachdem er 1998 aus der Partei ausgeschlossen wurde.

Share if you care.